Was ist Heimat? Was braucht es, um sich heimisch zu fühlen – und was gefährdet dieses Gefühl? Um diese und weitere Fragen geht es am Freitag, 4. September, um 19 Uhr, in der Regionalbibliothek Neubrandenburg. Mit der Gesprächsreihe „Ist das noch|schon mein Land?“ ist die Autorenvereinigung PEN Berlin zu Gast in der Vier-Tore-Stadt.
Immanuel Kant. Gemälde von Johann Gottlieb Becker aus dem Jahr 1768.
Am 13. Februar gibt es in der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz wieder einen Philosophisch-Literarischen Salon mit Peter Heller und Klaus Rek. Diskutieren wollen sie über die Frage: „Zurück in die selbstverschuldete Unmündigkeit? – Überlegungen zu Immanuel Kant: Was ist Aufklärung?“
„Die europäische Aufklärung prägte und beförderte seit dem 17. Jahrhundert mit ihrem Glauben an die Macht der Vernunft den Aufstieg der modernen Welt“, erklären sie ihren Ausgangspunkt. So verweisen sie auf Immanuel Kants kleine Schrift „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“ von 1784, die mit den Worten beginnt: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ Angesichts der Kultivierung „alternativer Fakten“, angesichts medialer Meinungsblasen und Meinungssteuerung, angesichts noch nie dagewesener Kapital- und Machtkonzentration in den Händen sehr weniger werfen sie schließlich die Frage auf: „Hat es damit ein Ende?“
Während der Diskussion: Kinoleiter Horst Conradt, Anne Andersen und Martin Henze (von links).
Gestern haben gut 50 Besucher in der Fabrik.Scheune verschiedene regionale Honige, Met und Honigkuchen verkostet sowie den Film „An der Bruchkante – Imker in Mecklenburg“ von Regisseurin Anne Andersen gesehen. In der anschließenden Podiumsdiskussion standen die Filmemacherin und Martin Henze als Vertreter des Imkervereins Neustrelitz Rede und Antwort.
„Es wäre vermessen, dass wir Hobbbyimker die Lösung für unsere Probleme bei der Lebensmittelerzeugung parat haben. Egal, ob Landwirt oder Imker, es geht nur miteinander, für beide Berufsgruppen bleibt es ein Knochenjob, und es ist kein Zuckerschlecken, da wir dem Weltmarkt unterliegen, der die Preise bestimmt“, so Henze. „Wir Neustrelitzer Imker stellen uns der Herausforderung hochwertige Lebensmittel zu produzieren und haben mit dem jährlichen Honig- und Regionalmarkt am Neustrelitzer Hafen eine Plattform gefunden, neben dem Haustürgeschäft unsere Produkte zu verkaufen.“
Martin Henze abschließend: „Ein großes Dankeschön an das Team der KOF, das uns den Abend ermöglicht hat.“ Am Pfingstwochenende kommt übrigens Stefanie Willmann ins Neustrelitzer Slawendorf. Die Vorsitzende des Imkervereins Uetersen und Umgebung hat es mit ihrem Früchte-Met der Marke “Black-GourMet 20” zur Vizeweltmeisterin gebracht. Nun will sie den Neustrelitzer Bienenfreunden die Kunst der Met-Herstellung näherbringen.
Am 8. März lädt die Landtagsabgeordnete Jutta Wegner (Grüne) zum traditionellen Frauentagsfrühstück in den Grünen Laden (Friedländer Straße 14-16) in Neubrandenburg. Um 10 Uhr werden Interessierte herzlich willkommen geheißen, miteinander zum Thema „Frauen in der Zeit der Wende“ ins Gespräch zu kommen – die Aktion wird erstmals als Erzählcafé durchgeführt. „Als besonderen Gast begrüßen wir Petra Hoffmann, die sich zur Zeit der Wende politisch stark engagiert hat“, freut sich Jutta Wegner. „Mit ihr und den Gästen wollen wir im Laufe des Frühstücks über die Rolle von Frauen in der politischen Wendezeit sprechen, eigene Erfahrungen teilen und den Einfluss der Frauen sichtbar machen“.
Der Citymanager von Mirow setzt den Willkommens-Stammtisch fort und lädt zur Auftaktveranstaltung im neuen Jahr ein. „Das Veranstaltungsformat hat sich in der Vergangenheit nicht nur als Informationsaustausch bewährt, sondern auch als Plattform, um neue und alteingesessene Bürger in der Gemeinde zusammenzubringen“, so Kevin Lierow-Kittendorf. Nächster Termin: Montag, 26. Februar, 18 Uhr im Kaffeehus Kittendorf – Stadtcafé Mirow, Strelitzer Straße 28, in Mirow.
Um die Vielfalt der Akteure der Gemeinschaft zu präsentieren, ist geplant, dass sich nicht nur lokale, sondern auch Akteure aus der näheren Umgebung vorstellen und aktiv am Stammtisch teilnehmen. Gemeinsam möchte man darüber nachdenken, wie die kommenden Stammtische weiterentwickelt werden können, um einen noch wirksameren Austausch zu ermöglichen. So wird sich die Solidarische Landwirtschaft (SoLawi) aus Klein Trebbow vorstellen (Strelitzius berichtete).
Die Rückkehr des Wolfes ist eines der Themen beim nächsten Mirower Gespräch.
Am 19. Juni findet das nächste Mirower Gespräch statt. Tagungsort ist die Alte Feuerwehr in der Rotdornstraße. Bürgermeister Henry Tesch hatte die Reihe noch vor der Corona-Pandemie ins Leben gerufen und freut sich, dass Landrat Heiko Kärger die Schirmherrschaft übernommen hat. Die wievielte Veranstaltung es ist, kann Henry Tesch auf Anhieb gar nicht sagen.
Themen des kommenden Treffens sind „Was bleibt, was geht, was kommt? Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Konstanz und Krisen“, „Die Rückkehr des Wolfes in die Kulturlandschaft – eine gesellschaftliche Herausforderung“ und die landesweite Ausdehnung des Verleihsystems „MV-Rad“. Weitere Informationen im Anhang.