Revierförsterin Heike Roth und ihre beiden Wachtelhunde Quinci und Isi sind auf den Weihnachstbaumverkauf am 15. Dezember an der Alten Försterei Priepert gut vorbereitet.
Zwischen Rechlin und Neustrelitz starten die Försterinnen und Förster mit dem Weihnachtsbaumverkauf. An drei Terminen des Forstamtes Mirow können Weihnachtsbäume aus Mecklenburg erworben oder auch selbst geschlagen werden. Am Samstag, dem 7. Dezember, sind die Mirower Förster auf der Inselweihnacht auf der Mirower Schlossinsel dabei und haben eine große Auswahl an Nordmanntannen im Angebot.
Im Zeitraum von Anfang bis Mitte Dezember sind im Stadtwald Mirow wieder Holzeinschlagsarbeiten geplant. Diesbezüglich informiert die Stadt über Durchforstungsarbeiten im Waldbestand gegenüber der „Seesiedlung“ Granzower Straße. Grund der Einschlagsarbeiten sind die Verkehrssicherungspflichten der Stadt als kommunaler Waldbesitzer an öffentlichen Wegen und Straßen, sowie der Schutz angrenzender Garagen und Gebäude vor absterbenden Nadelhölzern.
Dr. Till Backhaus (Mitte) mit Projektleiterin Alexa Beaucamp, Henry Tesch, Schulvereinsvorsitzender und Bürgermeister (links) sowie Ulf Tielking, Referatsleiter im Ministerium, und Manfred Baum, Geschäftsführer Landesforstanstalt (rechts).
Dr. Till Backhaus ist nicht nur der dienstälteste Landesminister in Deutschland, sondern auch einer der schnellsten in der Umsetzung. Keine zwei Wochen, nachdem er in der Aula des Carolinum die Zertifikate für den 1. Willy-Cup an 18 Schülerinnen und Schüler aus Polen, Norwegen und Deutschland im Rahmen des Wettbewerbes der norwegisch-deutschen Willy-Brandt-Stiftung in Kooperation mit dem Schulverein Carolinum e.V. übergeben hat (Strelitzius berichtete), besuchte er nun den Standort Schulwaldakademie Mirow im Bereich des Unteren Schlosses (frühere Grundschule).
Während des Willy-Cups beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler aus drei Ländern mit naturwissenschaftlichen Fragen, indem sie praktische Aufgaben lösten, die der Erhaltung der Ökosysteme im Schulwald dienen. „Minister Dr. Till Backhaus hatte bei unserer Veranstaltung im Carolinum die Einladung angenommen, sich vor Ort in Mirow zu informieren“, so Alexa Beaucamp, Projektleiterin des Schulwaldprojektes“, gegenüber Strelitzius. „Gleichzeitig hatte er Herrn Tesch und mir aufgetragen, ein spezielles Konzept zu entwickeln. Dieses haben wir in Mirow dem Minister vorgestellt.“.
„Was hier in kürzester Zeit geleistet wurde und wird, was hier konzeptionell erarbeitet wurde, findet nicht nur meine Hochachtung, sondern auch meine Unterstützung“, so der Minister nach der Beratung in Mirow. „Dr. Till Backhaus wird die Ergebnisse jetzt in die weiteren Gremien mitnehmen, so dass wir in der Folge dann hier die nächsten Schritte gemeinsam angehen können“, fasst Alexa Beaucamp zusammen.
Im Bereich des Leitforstamtes Mirow gilt ab heute die höchste Waldbrandgefahrenstufe! Die gebotenen Vorsichtsmaßnahmen sind unbedingt einzuhalten. Dazu zählen:
– Im und am Wald (Mindestabstand 50 Meter) darf kein Feuer entzündet werden. – nicht im Wald und in der Feldflur rauchen und keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto werfen – Aus betrieblichen Gründen anzulegende Feuer, im oder am Wald, sind bei der Forstbehörde und der Feuerwehrleitstelle mindestens 24 Stunden vorher anzuzeigen. – Brandschutzauflagen ist unbedingt Folge zu leisten. – Das Befahren von nicht öffentlichen Waldwegen und das Parken von Fahrzeugen auf Waldwegen und trockenen Wiesen sind zu unterlassen. – Beim Bemerken von Bränden in Wäldern, Heideflächen und auch Mooren sollte jede/r Bürger:in für eine schnellstmögliche Alarmierung von Feuerwehr (Notruf 112) oder Polizei (Notruf 110) sorgen.
Den Spitzenwert bei der gestrigen Wertholz-Submission des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Malchin erzielte eine Stieleiche aus dem Forstamt Güstrow mit 3.710 Euro pro Festmeter. Dieses Höchstgebot ist zudem ein neuer Landesrekord für die Baumart Eiche (bisheriger Spitzenpreis 3.295 Euro pro Festmeter, erzielt im Vorjahr). Bei einem Volumen von 3,77 Festmeter brachte der Stamm insgesamt fast 14.000 Euro ein. Den Zuschlag für die Stieleiche erhielt ein Furnierhandelsunternehmen aus den Niederlanden.
Insgesamt wurden bei dem diesjährigen, mittlerweile 33. Wertholztermin des Landes, 704 Festmeter Laubwertholz von zwölf Baumarten nach schriftlichem Meistgebot verkauft. Davon stammten 189 Festmeter aus Kommunal- und Privatforsten. Neben der Landesforstanstalt als Hauptanbieterin beteiligten sich auch zwei Bundesforstbetriebe sowie zwölf kommunale und private Waldbesitzende des Landes. Den Hauptanteil des Holzes stellte mit 551 Festmeter wiederum die Baumart Eiche.
Auf die Angebotsmenge sind Gebote von insgesamt 13 Bietenden eingegangen, darunter auch zwei einheimische Unternehmen. Zwölf (Vorjahr 13) Unternehmen der Furnier- und Sägeindustrie sowie des Holzhandels aus der gesamten Bundesrepublik sowie dem Ausland (Dänemark, Polen, Niederlande) erhielten Zuschläge. Bis auf zwei Buchenstämme konnte die gesamte Angebotsmenge verkauft werden. Die beteiligten Waldbesitzenden erzielten einen Erlös von insgesamt ca. 672.000 Euro (Vorjahr: ca. 540.000) Euro.
Heute hat Forstminister Dr. Till Backhaus im Forstamt Kaliß (Landkreis Ludwigslust-Parchim) den Waldzustandsbericht 2023 vorgestellt. Dieser ermöglicht eine landes- und bundesweite Einschätzung von Waldschäden. Die Daten wurden zwischen dem 30. Juli und dem 4. September 2023 an 2.448 Bäumen erhoben. „Die Erhebung ergab, dass sich der Gesundheitszustand unserer Wälder weiterhin besorgniserregend ist. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Gesundheitszustand zwar nicht verschlechtert, aber leider auch nicht verbessert.
Der mittlere Nadel-/Blattverlust als Zeiger für die Vitalität der Bäume beträgt durchschnittlich 21,3 Prozent. Der Anteil von Bäumen mit deutlichen Schäden (Bäume mit mehr als 25 Prozent Nadel- oder Blattverlust) verringerte sich von 25,7 Prozent im Jahr 2022 auf 23,1 Prozent im Jahr 2023. Aber auch der Anteil der Bäume ohne Schäden ging um 2,3 Prozent zurück. Damit ist der Gesundheitszustand allgemein schlecht. Nur 17 Prozent der Bäume, rund jeder sechste, sind gesund.
Ein Blick auf andere Bundesländer zeigt, dass im Süd-Westen Deutschlands der Waldzustand noch deutlich schlechter ist als bei uns. So liegt der Anteil deutlich geschädigter Wälder in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bei 26 und in Hessen bei 29 Prozent. „Wir haben es hier mit einem Problem zu tun, das weite Teile Deutschland betrifft und den Handlungsbedarf umso dringlicher macht “, betonte Backhaus.
Die ersten Traubeneichen pflanzten Florian Theile von der PS-Lotterie, Andrea Binkowski von der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, Stadtförster Peter Höfener und Sabine Kühling von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gemeinsam (von links). Foto: Carola Biermann
Am gestrigen Mittwoch hat die Sparkasse Mecklenburg-Strelitz gemeinsam mit der Lotteriegesellschaft der Ostdeutschen Sparkassen mbH in einem Waldgebiet der Stadt Neustrelitz 1 500 junge Bäume gepflanzt. Der erste Spatenstich erfolgte durch die Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, Andrea Binkowski, gemeinsam mit dem Vertreter der Lotteriegesellschaft, Florian Theile, und Sabine Kühling von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Mecklenburg-Vorpommern e. V., die der Empfänger der Spende ist. Die restlichen Bäume wurden Hand in Hand durch 35 engagierte Mitarbeiter der Sparkasse, Freunde und Kinder in deren Freizeit in den Boden gebracht.
Der Klimawandel hat auch in Neustrelitz Spuren in den umliegenden Wäldern hinterlassen. Eine geringe Artenvielfalt der Bäume trägt neben Ursachen wie Trockenheit oder dem Borkenkäfer zur Verschärfung der Problemlage bei. Beim Wiederaufforstungsprojekt des Waldgebietes ist deshalb unter dem Stichwort Biodiversität viel Wert auf die sorgfältige Auswahl der Baumarten gelegt worden. Die Wahl für die 1 500 Bäume fiel hierbei auf junge Traubeneichen. Davon versprechen sich die Experten der Stiftung, die Sparkasse Mecklenburg-Strelitz und die PS-Lotterie eine ökologisch sinnvolle und nachhaltige Wiederbewaldung.
Waldbrände entstehen schnell durch Unachtsam- oder Fahrlässigkeit.
Das Leitforstamt Mirow hat aufgrund anhaltender Trockenheit die zweihöchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen. In anderen Teilen Deutschlands, wie etwa im Nationalpark Sächsische Schweiz, kämpfen Feuerwehren und auch Nationalparkmitarbeiter seit Wochen gegen Waldbrände. Im Müritz-Nationalpark konnte vor rund drei Wochen Schlimmeres verhindert werden, als Touristen und Mitarbeiter des Nationalparkamtes ein Bodenfeuer entdeckten und löschten (Strelitzius berichtete).
Im August 2018 hatte der Wald bei Blankenförde in der Kleinseenplatte gebrannt. Foto: NPA Müritz
In anderen Teilen Deutschlands, wie etwa im Nationalpark Sächsische Schweiz, mussten Feuerwehren und auch Nationalparkmitarbeiter bereits gegen Waldbrände kämpfen. Durch das anhaltend sonnige und trockene Wetter besteht seit heute auch Waldbrandgefahrenstufe 5 an der Mecklenburgischen Seenplatte und im Müritz-Nationalpark. Lange ausbleibender Regen und trockener Wind haben die aktuelle Situation geschaffen.
Angesichts der extrem hohen Temperaturen hat das Leitforstamt Neubrandenburg für Mittwoch, 20. Juli, im Stadtgebiet Neubrandenburg die Waldbrandgefahrenstufe 4 (hohe Gefahr) ausgerufen.
Die Wälder im Bereich des Leitforstamtes Neubrandenburg bleiben bis auf weiteres zugänglich. Es sind jedoch unbedingt die gebotenen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Alle Bürgerinnen und Bürger werden in Anbetracht der gegenwärtig hohen Brandgefahr in den Wäldern dringendst um Einhaltung der folgenden Vorschriften gebeten:
§ Im und am Wald darf kein Feuer entzündet werden. § Rauchen im Wald und in der Feldflur ist nicht gestattet. § Es ist verboten, die Wälder, Waldwege und dortigen Wiesen mit Fahrzeugen zu befahren oder zu parken sowie andere Gerätschaften mit Verbrennungsmotoren im Wald einzusetzen. § Beim Bemerken von Bränden in den Wäldern oder auf den Wiesen ist jede Bürgerin und jeder Bürger aufgefordert, für eine schnellstmögliche Alarmierung von Feuerwehr (Notruf 112) oder Polizei (Notruf 110) zu sorgen.
Es wird darum gebeten, durch äußerst rücksichtvolles und gefahrenbewusstes Verhalten aktiv dazu beizutragen, dass Brandgefahren vermieden und die Wälder und angrenzenden Wohngebiete geschützt werden.