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Backhaus, Geflügelschlachthof, Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern, Severin

In Severin bei Domsühl (Landkreis Landkreis Ludwigslust-Parchim) entsteht der modernste Geflügelschlachthof Europas. Die Mecklenburger Landpute investiert rund 23 Millionen Euro in eine neue Bio-Geflügelschlachtstätte. Rund 6,7 Millionen Euro steuern Land und Bund bei. Möglich wird die Förderung durch eine Ende 2025 auf Initiative Mecklenburg-Vorpommerns erreichte Erweiterung der Förderbedingungen für mittelgroße Schlachtunternehmen.
„Wir bauen hier den modernsten Geflügelschlachthof Europas. Das ist ein starkes Bekenntnis zur Tierhaltung, zur Ernährungswirtschaft und zum Standort Mecklenburg-Vorpommern. Wir wollen nicht nur hochwertige landwirtschaftliche Produkte erzeugen. Wir wollen sie auch hier verarbeiten und veredeln. Denn genau dort entsteht zusätzliche Wertschöpfung, die wir im Land halten wollen“, sagte Backhaus. Der Neubau soll nach derzeitiger Planung bis Oktober 2027 in Betrieb genommen werden.
Nahezu doppelte Kapazität – mehr Veredlung
Mit dem Neubau wächst die Schlachtkapazität von derzeit rund 3.900 Tonnen auf 7.488 Tonnen pro Jahr – ein Zuwachs um mehr als 90 Prozent. Damit wird die Verarbeitung und Veredlung von Bio-Geflügel in Mecklenburg-Vorpommern erheblich ausgebaut. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 295 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; die Investition soll die bestehenden Arbeitsplätze sichern und zusätzliche Beschäftigung schaffen.
Backhaus: „Das ist genau die Entwicklung, die ich für Mecklenburg-Vorpommern will: mehr von dem, was unsere Landwirtschaft erzeugt, auch hier verarbeiten und veredeln. Das sichert Absatzmöglichkeiten für die Landwirtschaft, stärkt unsere Ernährungswirtschaft und hält Einkommen und Arbeitsplätze im ländlichen Raum.“
Investition in Tierwohl und modernste Technik
Der Neubau bedeutet zugleich einen Technologiesprung. Vorgesehen sind unter anderem eine CO₂-Betäubung, moderne Kühl- und Hygienetechnik, energieeffiziente Anlagen und optimierte Produktionsabläufe. Schlachtnebenprodukte sollen zu Bio-Proteinen und Bio-Fetten weiterverarbeitet werden. Dadurch werden Ressourcen besser genutzt und Kreisläufe geschlossen.
Die Mecklenburger Landpute deckt bereits heute einen großen Teil der Wertschöpfungskette von der Aufzuchtbegleitung über Schlachtung und Verarbeitung bis zu Lagerung und Vermarktung ab. Das 1990 gegründete Unternehmen verarbeitet inzwischen rund 70 Tonnen Geflügel pro Woche und vermarktet seine Produkte deutschlandweit.
Investition in Tierwohl und modernste Technik:
„Vorgesehen sind unter anderem eine CO₂-Betäubung“
Klingt gut, hat aber wohl mit „Tierwohl“ wenig zu tun. Es gibt inzwischen Klagen gegen dieses Verfahren wegen Tierquälerei. Hier ein Bericht der Tagesschau, bezogen auf die Tötung von Schweinen mit CO2. Dürfte bei Geflügel aber nicht anders sein.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/tiere-schlachthoefe-kritik-co2-betaeubung-100.html