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Der Investor für das ehemalige Holzindustrie-Areal am Zühlensee/Woblitz in Wesenberg hat das Bebauungsprojekt bis auf weiteres auf Eis gelegt. Die finalen Abstimmungen zum notariellen Kaufvertrag waren bereits vollzogen, als die Absage kam, wie Bürermeister Steffen Rißmann auf der Stadtvertretersitzung in dieser Woche informierte. Damit werden mehr als eine Million Euro nicht in diesem Jahr von der Stadt vereinnahmt.

Das wirtschaftliche Umfeld des Projekts haben sich eingetrübt. Steigende Zinsen und höhere Baupreise sowie die Unsicherheit im Bereich der touristischen Nachfrage haben zu dieser Entscheidung geführt. Der Investor beabsichtigt, bei einer Besserung des Marktumfelds sein Vorhaben weiter zu verfolgen. „Auch die Stadt wird die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen regelmäßig evaluieren und für den Fall, dass ein Verkauf  angezeigt ist, den Investor zu einer abschließenden Entscheidung bitten und gegebenenfalls ein neues Angebotsverfahren auf den Weg bringen“, so Rißmann.

Auf Grund der erheblichen Mindereinnahmen mussten sich die Stadtvertreter mit den im Haushalt angesetzten Investitionen kritisch auseinandersetzen. Die gute Nachricht: die Stadt kann alle begonnenen und in diesem Zeitraum realisierbaren Investitionen abschließen bzw. weiter verfolgen. Dementsprechend ist auch kein Nachtragshaushalt für die Stadt notwendig geworden, „auch Ergebnis einer konservativen Haushaltspolitik der vergangenen Jahre“, wie Steffen Rißmann betonte.