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Paul Sprung, auch im Beachvolleyball eine Größe, im Angriff. Hinten von links Oliver Heß, Cordian Daniluk und Odin Gnilitza.

Die Volleyballer des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord haben sich drei Punkte unter den Weihnachtsbaum gelegt. Im letzten Spiel vor der Festtagspause schlugen sie heute Nachmittag in der heimischen Stredlitzhalle die Nachbarn aus Lindow/Gransee eindrucksvoll mit 3:0 (25:15, 25:19, 25:20). Damit „überwintert“ das Team von Coach Jonathan Kendrick Scott auf Platz 3 der Tabelle, vier Punkte hinter der Mannschaft aus Moers und vier Punkte vor den Kielern. Auch heute ist unseren Jungs, Ricardo Galandi und Maximilan Auste waren wieder mit von der Partie, eine tolle Leistung zu bescheinigen.

Kurze Ansage von Coach Jonathan Kendrick Scott (Zweiter von rechts).

Gleich zu Beginn des 1. Satzes zeigte sich, dass der Block des PSV heute spielentscheidend sein könnte. Schnell wurde dadurch den Gästen der Schneid abgekauft. Starke Aufschläge der Neustrelitzer, gepaart mit hammerharten Angriffen, ließen den Eindruck entstehen, dass die seit Wochen mit mit personellen Problemen gebeutelten Brandenburger regelrecht abgeschossen werden. Allerdings machte sich auch schnell ob der scheinbar leichten Aufgabe Unkonzentriertheit bei den Gastgebern breit. Schwächen in der Annahme ließen den komfortablen Vorsprung schmelzen. Jesco Genzmer mit seinen schwer ausrechenbaren Aufschlägen und Kapitän Ricardo Galandi im Mittelblock sorgten aber gleich für fünf Zähler in Folge, und Lucas Grofe machte mit einem gefühlvollen Heber über den gegnerischen Block den Sack zu.

Im zweiten Durchgang schienen die Gäste nun endlich ihr Spiel gefunden haben und gingen sogar in Führung. Die Residenzstädter kämpften sich aber wieder heran, übernahmen selbst die Führung. Lange Duelle bestimmten diese Phase, beide Teams gleichauf. Aber wieder beweisen die Hausherren, dass sie zurecht zu den Spitzenteams in der Liga gehören. Keine Anzeichen von Nervösität. Spätestens die akrobatische Fußeinlage von Odin Gnilitza zum 22:18 brachte unsere Jungs auch in diesem Satz auf die Siegerstraße. Apropos Gnilitza: Mich fragt ja keiner, aber der hat mir heute besonders gefallen, in der Defensive ebenso wie als cooler Angreifer.

Im dritten Satz schienen nun geich gar keine Fragen mehr aufzukommen, wer hier heute Chef am hohen Netz ist. Wieder Gnilitza herausragend, Zwischenstand 13:6, von den Gästen nur noch gelegentliche Lebenszeichen. Aber Totgesagte leben länger, über 16:8 ging es dann doch noch zum 25:20.

Lucas Grofe (rechts) und Jordan Heyer wurden als beste Spieler ausgezeichnet.

Als beste Spieler beider Mannschaften wurden Lucas Grofe vom PSV, wo der hinschlägt, wächst selten Gras, und Jordan Heyer von den Lindow/Granseeern geehrt.

„Jetzt können wir Weihnachten feiern“, sagte mir Coach Scott nach Abpfiff. „Ich bin sehr zufrieden.“ Mein Blogpartner bestätigte meine Auffassung, dass der PSV heute vor allem im Blockspiel Eindruck beim Gegner hinterlassen habe. „Das war sehr effizient.“ Der Trainer, da bin ich raus, erkennt aus eigener Sportlerkarriere genau die Beachvolleyballer auf dem Parkett mit ihren typischen Stärken. Es sei schon sehr speziell, wenn die aufeinandertreffen.

Ricardo Galandi bescheinigte seiner Truppe, dass sie „gut gearbeitet“ habe. „Da gab es wirklich sehenswerte Spielzüge beider Mannschaften, die wir letztlich für uns entscheiden konnten. Und wir hatten auch noch Spaß dabei, die Stimmung war gelöst.“ Der Team-Kapitän würdigte unter anderem, dass über die gesamte Partie von seinen Kameraden der Aufschlag gehalten wurde. Und am Erfolg habe er keine Minute gezweifelt.

Frohe Weihnachten und ein gutes Hinüberkommen nach 2022 an die Mannschaft und das Team dahinter wünscht Strelitzius. Wir lesen uns wieder am 15. Januar. Dann treten unsere Volleyballer beim Spitzenreiter TuS Mondorf 1910/1920 an. Aller Wahrscheinlichkeit dabei dann auch wieder Daniel Hähnert. Seine Verletzung hat sich als nicht so gravierend herausgestellt, wie ursprünglich angenommen. „Er wird zu Jahresbeginn wieder ins Training einsteigen“, so PSV-Volleyballchef Patrick Scholz. Ein bisschen Schonung bis dahin brauche der 23-Jährige noch, da ist sich Scholz mit dem Coach einig.

Paul Sprung (14) und Odin Gnilitza stellen einen Block.
Die PSV-Volleyballer in der 2. Bundesliga Nord und die Helfer des Erfolgsteams wünschen allen Fans der Mannschaft frohe Weihnachten und einen guten Jahreswechsel.