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„CollecTiv“, Lutz Friedel (rechts) und Georg Hunkel, muss man erlebt haben.

Als ich heute Vormittag vom Glücksfall für Priepert berichtete, ahnte ich noch nicht, dass ich am selben Sonntag auch noch meine persönlichen Glücksmomente erleben durfte. Natürlich hatten die Holde und meine Wenigkeit gehofft, nach coronabedingter Abstinenz endlich wieder im Biergarten am Wesenberger Hafen festmachen zu können. Aber nicht nur die Hoffnung erfüllte sich, sondern wir durften auch noch Live-Musik und Stand-up-Comedy mit dem von uns hochgeschätzten „CollecTiv“ genießen.

Georg Hunkel und Lutz Friedel spielten weitgehend unangekündigt auf, kamen im Bunde mit den Betreibern des Biergartens quasi fast des Weges, um ja nicht zu viele Zuhörer anzulocken und damit die Ordnungsmächte zu beschäftigen. Immerhin, die Herren sind eine Ausnahmeband, und das hat sich längst herumgesprochen. Wir hatten das an der Wasserkante der Woblitzstadt angestammte Duo zuletzt am Herrentag schmerzlich vermisst, als uns die Pandemie Christi Himmelfahrt nach allen Regeln einer Seuche vermieste. Nun also die unverhoffte Wiedergutmachung, und „CollecTiv“ war vor leider lichten Reihen einmal mehr jeden Ton und jede Silbe wert. Die sprachgewandten Musikanten muss man als Veranstalter gebucht und als Gast erlebt haben! Dazu Erdbeerbowle unter uralter, blühender Kastanie, das schöne Leben hat uns wieder.

Lutz Friedel hat mir gleich noch mit freundlicher Widmung sein neuesten Buch „Iihhch“ überreicht. Einen Ehrenplatz hatte ich in meiner Bibliothek gerade noch frei. Ich werde den Wälzer nicht gleich heute lesen können, zumal es sich um einen mit 762 Seiten umfänglichen „Ich-Roman“ handelt. Insofern müssen meine Leser auf die Rezension warten, oder sich eben unempfohlen oder -gewarnt selbst auf Lutz Friedels fünftes bis siebentes Literaturwerk einlassen. Da war der 65-jährige Freigeist aus Rodenskrug bei Usadel spontan nicht präzise auskunftsfähig.

„Der Verwendung der Buchseiten zu sanitären Zwecken sowie als Fidibus-Material zum Feueranmachen steht ordentliches deutsches und internationales Recht nicht entgegen“, heißt es gleich zu Beginn. Mal lesen. Sollte es wirklich darauf hinauslaufen, hülle ich mich in jahrzehntelanger Verbundenheit von Kämpe zu Kämpe in Schweigen!

Hier schon mal alle Daten, und natürlich die Öffnungszeiten des Biergartens am Wesenberger Hafen dienstags bis sonntags von 12 bis 20.30 Uhr.

ISBN: 3-938510-15-3

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/neuerscheinung-harteinband-buch-764-s-/1786175127-76-65?

www.collec-tiv.de

Noch sind die Reihen im Biergarten gelichtet.