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„Die gesetzlich vorgeschriebenen Ladenöffnungszeiten sollten mit der Wiedereröffnung des Handels bis Ende des Jahres 2022 außer Kraft gesetzt werden.“ Mit dieser Forderung geht der Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Wolfgang Blank, an die Öffentlichkeit. „Die behördlichen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben weite Teile des Einzelhandels an den Rand des wirtschaftlichen Ruins geführt. Unternehmerische Existenzen sowie Arbeitsplätze der Beschäftigten stehen auf dem Spiel, denn die bisher gezahlten Staatshilfen sind entweder immer noch nicht bei den Unternehmen angekommen bzw. können die erlittenen Verluste nur zu kleinen Teilen ausgleichen. Darüber hinaus stehen die Zentren in den Klein-, Mittel-und Großstädten vor einer desaströsen Verödung.

„Mit der jetzt zwingend notwendigen Öffnung des gesellschaftlichen Lebens wird auch Handelstätigkeit in weit größerem Maße als bisher wieder möglich werden. Diese Situation muss genutzt werden, um unternehmerische Existenzen in besonderer Weise im Einzelhandel zu erhalten. Die Unternehmerinnen und Unternehmer wollen wirtschaftlich aktiv werden. Deshalb haben sie sich selbstständig gemacht und nicht, um vom Staat alimentiert zu werden. Das gilt sicher auch für die Beschäftigten, die raus aus dem Kurzarbeitergeld wollen. Wer es ernst mit der Unterstützung des Einzelhandels und des ErlebnisraumesInnenstadt in seiner Mischung aus Handel, Dienstleistungen, Kultur, Gastronomie und Wohnen meint, sollte angesichts dieses Vorschlags nicht sofort in alte Denk- und Argumentationsmuster verfallen. Die Aussetzung der Ladenöffnungszeiten kostet den Staat und die Steuerzahler kein Geld. Wir als IHK sind für solch eine Diskussion offen“, so Dr. Wolfgang Blank. Und er ergänzt: „Die Corona-Pandemie hat außergewöhnliche Einschränkungen und Belastungen für den Einzelhandel gebracht. Darauf gilt es mit dem Lösen bürokratischer Bremsen wie den Ladenöffnungszeiten zu reagieren.