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Ein 16-jähriger Simson-Fahrer mit einem Elfjährigen als Sozius hat sich am zweiten Weihnachtsfeiertag bei Röbel eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Eine Streife der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren war auf einer Landstraße auf das Duo aufmerksam geworden und wollte den Fahrer einer Verkehrskontrolle unterziehen. Der gab plötzlich Gas und versuchte die Flucht über diverse Land-, Rad- und Wanderwege. Kollegen des Polizeireviers Röbel wurden hinzugezogen. Endstation war auf einem Acker, wo die Flüchtigen stürzten, ohne sich zu verletzten.

Im Rahmen der zehnminütigen Verfolgung über rund sieben Kilometer kam es zu einer erheblichen Gefährdung des Straßenverkehrs. Nur durch die vorausschauende Fahrweise des Streifenwagenführers, welcher in mehreren Situationen stark abbremsen musste, konnte ein Zusammenstoß mit dem Dienstwagen verhindert werden. Auch kam es in mindestens zwei Fällen zu einer rücksichtslosen Missachtung der Vorfahrt, wobei es nur dem Zufall zu verdanken war, dass es nicht zu einem Zusammenstoß mit anderen Verkehrsteilnehmern kam.

Die weitere polizeiliche Überprüfung ergab, dass der Fahrer nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist und das nicht pflichtversicherte Moped gestohlen worden war. Darüber hinaus stand der Beschuldigte mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Das Ergebnis eines Drogenvortestes war positiv. Bei einer sich anschließenden Durchsuchung des mitgeführten Rucksackes wurden mehrere szenetypische Utensilien wie z.B. eine Feinwaage, Tütchen mit betäubungsmittelähnlichen Anhaftungen und Bargeld in erheblicher Höhe aufgefunden.

Gegen den Fahrer ist unter anderem Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Führen eines Fahrzeuges unter Einfluss von Betäubungsmitteln sowie deren Besitz, Diebstahls und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz erstattet worden. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet und durchgeführt.