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Auch Tom Orzelski, hier im Angriff, war heute ein Schatten seiner selbst.

Mit ihrer bislang schlechtesten Saisonleistung in der 2. Bundesliga haben die Volleyballer unseres PSV Neustrelitz heute beim coronabedingten „Geisterspiel“ ohne Zuschauer in der heimischen Strelitzhalle die drei Punkte so ziemlich kampflos dem Kieler TV überlassen (19:25, 19:25, 20:25). Dabei hätten die Gastgeber als Aufsteiger befreit gegen die favorisierten Ostseestädter aufspielen können. Die waren kaum gefordert, spielten die drei Sätze routiniert und weitgehend ohne Beanstandungen herunter, während die permanent im Rückstand liegenden Neustrelitzer Fehler zuhauf fabrizierten und sehr schnell auch Motivationsprobleme bekamen. Die Körpersprache etlicher Spieler verriet alles. Da half auch nicht, dass Coach Mewes Goertz appellierte, jeder möge sein Bestes geben. Davon war unsere Mannschaft weit entfernt, nur selten glimmte unter der Asche noch Glut.

Kann sich nicht so richtig freuen: Maximilan Auste wurde als bester PSV-Spieler geehrt.

Für mich war Daniel Hähnert beim PSV noch der beste Spieler, die Kieler sahen das anders und sprachen Maximilian Auste die Ehrung zu. Es sei ihm gegönnt. Wieder mit von der Partie nach Verletzung war Zuspieler Cordian Daniluk, der aber auch nicht seinen besten Tag erwischte. Zuletzt hatte Ole Schröter auf der Position geglänzt, der sich leider in Quarantäne begeben musste. Zusätzlich wurde für das Zuspiel heute Ludwig Fentzahn aufgeboten, der inzwischen in der 2. Mannschaft des PSV spielt und nun unverhofft zu seinem ersten, wenn auch nur kurzen Einsatz in der 2. Bundesliga kam.

Während sich Mewes Goertz schnurstracks mit der Mannschaft zur Krisensitzung in die Kabine zurückzog, konnte ich Cotrainer Dirk Heß ein Statement abringen. „Wir haben unerwartet schlecht gespielt, so haben wir uns das nicht vorgestellt. Eigentlich sind wir nur geschwommen. Klappte es hinten, haperte es vorn, und umgekehrt. So kann man kein Spiel für sich entscheiden. Die Kieler haben verdient gewonnen, man merkt, dass die Truppe seit Jahren zusammenspielt und absolut ligaerfahren ist.

Am kommenden Sonnabend müssen die Neustrelitzer auswärts beim VC Bitterfeld-Wolfen antreten. Die Anhaltiner sind in der Tabelle am PSV vorbeigezogen. Es bleibt zu hoffen, dass sich unser Team in der kommenden Woche regenerieren kann und zur alten Stärke zurückfindet.

Mewes Goertz (links) appelliert während einer Auszeit an seine Jungs eine Schippe draufzulegen, mehr Motivation zu zeigen. Aber da war heute der Wurm drin.