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„Im Angesicht der Stille“ ist eine Ausstellung mit Arbeiten von Cornelia Kestner betitelt, die am morgigen Sonnabend, 26. September, um 19.30 Uhr,in der Galerie für gegenwärtige Kunst der Alten Kachelofenfabrik Neustrelitz eröffnet wird.

Die Sehnsucht nach Stille ist in Tagen wie diesen häufiges Thema, und nicht selten bedarf es einiger Hilfsmittel, um „mal runter zu kommen“ und die Stille wahrzunehmen. In der Ausstellung der Neustrelitzer Künstlerin kann man diese Momente der Einkehr und der Konzentration visuell erleben. In kraftvollen Bleistiftzeichnungen auf denen Bäume die Erfahrung von totaler Stille wieder aufleben lassen, in überlebensgroßen Porträtzeichnungen oder auch auf  Ölbildern, die Handwerker ganz versunken in ihre Arbeit zeigen.

Es sind diese besonderen Begegnungen, die den Betrachter einen Moment innehalten lassen, heilsam erscheinen und vielfach auch meditativ. Vielleicht, so scheint es, braucht es zuweilen genau diese kunstvolle Übersetzung des gelebten Augenblickes, um diese kostbaren Momente wirklich intensiv zu erleben und über den Alltag und das vielschichtige Grundrauschen dieser Zeit, an das wir uns längst gewöhnt haben, nachzudenken.

Dabei kommt dem Betrachter entgegen, dass die Neustrelitzer Künstlerin seit vielen Jahren in den verschiedenen Medien ihr künstlerisches Werk ansiedelt. Cornelia Kestner schafft es wie kaum eine andere Künstlerin in dieser Region, gleichwohl intensiv in der Druckgrafik, der Zeichnung und der Malerei mit sehr unterschiedlichen Handschriften zu überzeugen und den Betrachter zu überraschen.

Zur Eröffnung allerdings wird Cornelia Kestner eine Ausnahme von der titelgebenden Stille machen und weniger leise gegenüber ihrer Kunst erscheinen. In einem Künstlergespräch wird sie durch die Ausstellung führen und interessierte Besucher dabei mitnehmen. Diese sollten sich, aufgrund der aktuell immer noch andauernden Coronabestimmungen, dafür telefonisch unter 03981 203145 anmelden, weil die Plätze dafür limitiert sind. Für alle Besucher, die diese Bilder in geruhsamer Zwiesprache erleben möchten, empfiehlt sich die Ausstellung noch bis zum 22. November.