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Der „Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation“ in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz beginnt nach längerer Unterbrechung wieder mit einer Veranstaltungsreihe „lesung & film“. Am kommenden Sonntag, 27. September, ab 15 Uhr, liest Dr. Matthias Braun aus seinem Essay „Franz Fühmann. Ein Fremdling in seiner Wahlheimat DDR.“

Matthias Braun: „Franz Fühmann – Dichter, Nacherzähler und Herausgeber, Lyriker und Kinderbuchautor und auch zeitweiliger Funktionär – war zeit seines Lebens ein Suchender, der seine mehrfachen Wandlungen in einzigartiger Weise literarisch aufgearbeitet hat. Die Lesung geht vornehmlich Frank Fühmanns tragischem Ringen nach, den Widerspruch zwischen Doktrin und Dichtung zu überwinden, und beleuchtet seine Sicht auf Öffentlichkeit und Medienlandschaft in der DDR.“

Dr. Matthias Braun ist Lehrbeauftragter an den Universitäten in Berlin und in Gießen mit den Forschungsschwerpunkten Literatur- und Kulturgeschichte der DDR und die Wirkungsweise der Stasi im Kulturbereich. Auch war er von 1992 bis 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsabteilung der Stasi-Unterlagenbehörde und zuständig für die empirische Erforschung der Arbeits- und Wirkungsweise der Stasi im Kulturbereich.

Im Anschluß an die Lesung und einem Gespräch über den Text, der zusammen mit der Journalistin, Autorin und Filmkritikerin Claudia Lenssen vorgetragen wird, präsentiert der Verein im Kino den Film „Das Bergwerk – Franz Fühmann“ von Karlheinz Mund aus dem Jahre 1998: Das Porträt eines Künstlers, der als leidenschaftlicher Sozialist an den real existierenden Verhältnissen in der DDR litt.

Wegen der geltenden Corona-Auflagen gibt es eine Sitzplatzbeschränkung, und der Verein bittet um telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 03981 203145.