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Rund 200 Schüler und Lehrer der Regionalschule mit Grundschule in Wesenberg haben für einen Abend die Turnhalle in ein Wunderland verwandelt. Und das zum schier grenzenlosen Vergnügen hunderter Mütter und Väter, Geschwister, Omas und Opas, die mit Alice (Emelie Dormann/10. Klasse), dem Kaninchen (stellvertretender Schulleiter Tobias Buchert), der roten Königin (Lehrerin Martina Buchert) und der weißen Königin (Nele Dreier/10. Klasse) auf die Reise gingen. Um es mit den Worten des Hutmachers (Schulleiterin Mandy Schöniger) zu sagen: „Ich wünsche uns allen vielleicht auch mal eine neue Welt, Träume und Wünsche, die wahr werden. Das ist gar nicht so kompliziert. Man muss sich nur manchmal trauen, verrückt zu sein. Zum 20. Mal hieß es am Donnerstagabend „Showtime“ in der Woblitzstadt.

Getraut haben sich die Sänger und Schauspieler, Musiker, Tänzer und Puppenspieler der Klassen 1 bis 10 wahrlich. Da brannte ein zweistündiges Feuerwerk, das alle in der Halle begeisterte und mitriss, darunter Bürgermeister Steffen Rißmann: Fledermäuse und Regenbogenkinder, Bonnie & Clyde und Schwanensee, YMCA und das Kaugummiimperium, das Gummibärenlied, „Na und“ von Ben Zucker (Johanna Plantikow/6b), „Walk me home“ von Pink (Lea Märkisch/9a). „Flash mich“ hatten sich 2a und 8 a bei Mark Foster geborgt, und geflasht war wohl jeder von dem vielfarbigen Talente-Programm.

Der Hutmacher hat respektvoll seinen Hut gezogen, und ich ziehe meine Mütze auch. Es tat gut zu sehen, ja es war eine Freude, mit welchem Engagement die Kinder und Jugendlichen bei der Sache waren, auch, wie die Großen mit den Kleinen können. Paten und Patenklassen bewähren sich eben im Schulalltag und auf der Bühne.

Was mir auch wieder gefallen hat, ist die Einbindung des Kunstwettbewerbs. Diesmal wurde natürlich zum Thema „Wunder“ gezeichnet und gemalt. Die Abstimmung in der Schule über die besten Arbeiten haben bei den Lütten Lorena Demarczyk (Klasse 4) und bei den älteren Schülern Mike Döbel (Klasse 10) gewonnen.

Der gute Ruf eilt der „Showtime“ längst voraus. Schon Tage vorher waren keine Karten mehr zu haben, und am Ende kann sich der Schulverein durch den Verkauf der Tickets über seine klingende Projekt-Kasse freuen. 600 Euro zusätzlich wurden mit der Tombola erzielt, zu der dankenswerterweise Wesenberger und Mirower Gewerbetreibende beigetragen hatten. „Eine tolle Veranstaltung und ein geniales Ergebnis“, so Vereinschefin Martina Wenk strahlend im Gespräch mit Strelitzius.

„Du wirst dich nicht an mich erinnern“, sagt der Hutmacher am Ende zu Alice. „Natürlich werde ich das, wie könnte ich dich vergessen“, entgegnet sie. Die 20. „Showtime“ jedenfalls wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Wird es eine 21. Auflage geben? „Mit Sicherheit“, hat mir Mandy Schöniger meine Frage beantwortet. „Ich kann nur nicht versprechen, dass es schon im kommenden Jahr sein wird.“