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Der Residenzschlossverein Neustrelitz begrüßt die Initiative der Stadtvertretung, für die weitere Vorbereitung des Schlossturm-Wiederaufbaus einen Beirat zu bilden (Strelitzius berichtete). Darin werde der Verein gern mitarbeiten, heißt es in einer mir übermittelten Erklärung des Vereinsvorsitzenden Jürgen Haase. Immerhin gehe es um ehrenamtliche Beratung der Entscheidungsträger, wie Finanzminister, Stadtvertreter und Bürgermeister, die in ihren jeweiligen Funktionen Entscheidendes für das Zustandekommen dieses anspruchsvollen Vorhabens leisten müssen. Andernorts lasse man sich externe Beratung bekanntlich Millionen kosten…

„Für die verspätete Heilung einer Kriegswunde am Herzen unserer Stadt, die nach dem Krieg durch Abriss der Ruine des Residenzschlosses noch vergrößert wurde, gibt es in Neustrelitz momentan bessere Voraussetzungen, als es beispielsweise in Berlin vor dem Beginn des Schloss-Wiederaufbaus der Fall war. Insbesondere diesen Umstand betonte Wilhelm von Boddien, Vorsitzender des Fördervereins Berliner Schloss, in seinem Diskussionsbeitrag anlässlich des zweiten Gedankenaustauschs zum Neustrelitzer Schloss-Areal am 29. Januar im Kulturquartier. Sichtlich begeistert, machte er auf die ziemlich einmalige Situation  aufmerksam, in der sowohl der Grundstückseigentümer, das Schweriner Finanzministerium, hochrangige Landtagsabgeordnete, Neustrelitzer Stadtvertreter und EIN unterstützender Verein, der Residenzschlossverein, das Gleiche wollen und nun an einem Strang ziehen müssten“, so Hasse für den Residenzschlossverein.

Wenn es um den Wiederaufbau zunächst des Schlossturmes als erste Maßnahme der Wiederbebauung des Schlossbergs gehe, so sei der Residenzschlossverein selbstverständlich der erste Unterstützer und biete auch die rechtliche Basis zum Einwerben notwendiger Spenden. „Für uns bedeutet ein Wiederaufbau, sich einerseits der anspruchsvollen Aufgabe zu stellen, ein modernes, zeitgemäß und barrierefrei nutzbares Bauwerk zu schaffen. Andererseits kommt für uns nur die Unterstützung des Wiederaufbaus mit äußerlich originalgetreu wirkenden Fassaden in Frage. Wenn die Bewahrung und im konkreten Fall die Wiederherstellung dessen, was den genius loci, das Einmalige des Stadtdenkmals Neustrelitz entscheidend ausmacht, jetzt wieder einen höheren Stellenwert als bisher bekommt, so ist es genau das, wofür sich unser Verein seit seiner Gründung vor nunmehr über 20 Jahren vehement, aber auch geduldig eingesetzt hat“, wird in der Erklärung betont.

Nach Auffassung des Vereins solle der Teil der Turmfassade, der ursprünglich im Gebäude des Schlosses eingebaut war, bewusst ungestaltet bleiben als sichtbares Zeichen dafür, dass der Turm-Wiederaufbau nur ein Anfang sein könne. Immerhin sei „das Schloss-Areal insgesamt sozusagen das Filetstück für dringend notwendige Investitionen in unserer Stadt zur Erhöhung der Wirtschaftskraft“.