Schlagwörter

, ,

Landrat Heiko Kärger

Unter großem Andrang hat am Dienstagvormittag im Neustrelitzer Kulturquartier die mit Spannung erwartete Tagung „Anlauf zur Demokratie“ anlässlich des 100. Jahrestages der demokratischen Landesverfassung für Mecklenburg-Strelitz begonnen. Weit über 100 Besucher hatten sich nach Angaben der veranstaltenden Stiftung Mecklenburg bereits im Vorfeld für die Konferenz registrieren lassen, bei der auch die künftige bauliche Gestaltung des Schlossberges in der Residenzstadt Neustrelitz eine Rolle spielen wird. Die Tagung erfährt eine noch größere Resonanz als ihre Zeichen setzende Vorgängerin vor genau einem Jahr an gleicher Stelle (Strelitzius berichtete).

Zum Auftakt hat Landrat Heiko Kärger (CDU) die Bildung eines Beirates der Neustrelitzer Stadtvertretung angeregt, der sich mit der weiteren Gestaltung des Schlossberg-Areals beschäftigen und alle Initiativen bündeln soll. Der CDU-Fraktionschef im Landtag Vincent Kokert unterstützt diesen Vorschlag. Die Volksvertreter sollten den Moment, an dem die Tür jetzt offen stehe, nicht verpassen, so Kokert. Die Strelitzer müssten ihre Geschicke in die Hand nehmen. Auch der Landtagsabgeordnete der Linken, Torsten Koplin, begrüßte die Idee, einen Beirat beim Stadtparlament ins Leben zu rufen. Die Landespolitik müsse die Interessen der Bürger berücksichtigen. Die Konferenz ist in Zusammenarbeit mit der Stadtvertretung organisiert worden.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Butzki stellte heraus, dass Neustrelitz seit der politischen Wende 1989 eine sehr positive Entwicklung genommen habe. Auf dem Schlossberg müsse es jetzt beim Bauen „nach oben gehen“. Nach einem Vortrag des Historikers Dr. Wolf Karge zum Thema „Komprimierte Demokratie. Verfassungen für Mecklenburg-Strelitz und Mecklenburg-Vorpommern“ und einer Diskussion über das bislang Gehörte gingen die Konferenzteilnehmer in die Mittagspause. Schloss und Schlossberg werden auch am Nachmittag das Tagungsprogramm prägen.