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Ich habe gestern meine stille Freude gehabt. Die ich schon früher hätte haben können, aber neue Arbeitsstätten bedingen neue Wege dorthin, und so bin ich verspätet in den Genuss der „Ossi-Wochen“ im Bootshaus am Zierker See in Neustrelitz gekommen. Genauer geschrieben, in den Genuss des einladenden Transparentes, was da unübersehbar zu Werbezwecken an der Useriner Straße gespannt worden ist.

Auf ihm finden sich die schon fast verschütt gegangenen Namen von DDR-Köstlichkeiten wie Goldbroiler, Würzfleisch, Soljanka, Tote Oma und Schaschlik wieder. An Steak au four, Schweinesteak mit Würzfleisch drüber, konnte ich mich sogar nur noch ganz dunkel erinnern. Dass die ganze Speisekarte vom Sandmännchen aufgetischt wird, na ja.

Aber so richtig genial finde ich den Satz auf dem Banner, der uns früher an jedem Gaststätteneingang begrüßte und immer wieder verstimmte: „Sie werden plaziert.“ Und das in der Schreibweise von damals, denn das „plaziert“ musste erst mit der letzten Rechtschreibreform dem „platziert“ weichen. Das Wort kommt von dem französischen „placer“ und wurde mit der Zeit eingedeutscht. Noch früher schrieb man sogar „placieren“. Hundert Punkte also für den Transparentgestalter, der hier auch sprachlich korrekt Lust auf die „Ossi-Wochen“ gemacht hat, die noch bis Ende März laufen.