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Wenn ich schon mal ohne Kamera aus dem Haus gehe, muss mir auf dem Steg der Wesenberger Havelfischer ein Graureiher begegnen. Der sich auch prompt in voller Schönheit und aller Gelassenheit geradezu majestätisch präsentiert. Nach Auskunft von Dieter Bork müssen die Fischer höllisch aufpassen, dass ihr Hälterhaus immer gut verschlossen ist. „Ansonsten verschwindet der Bursche auch gern mal mit einer Forelle.“

Während die Havelfischer mit den Reihern aber eher auf gutem Fuß stehen, obwohl sich zunehmend auch Silberreiher einstellen, heißt der wahre Feind Kormoran. Hunderte der gefräßigen Vögel vermiesen das Geschäft, und es werden immer mehr. Jeder von ihnen verdrückt pro Fresstag ein halbes Kilo Fisch, bevorzugt Aal. Die Forderung der Fischer, die Kormoran-Bestände zu dezimieren, scheitert hierzulande am Widerstand der Umweltverbände.

Wärme bringt Fische völlig durcheinander

Wer übrigens glaubt, das ungewöhnlich warme Wetter dieser Tage begünstige die Fangergebnisse der Fischer, der irrt. „Im Gegenteil, die Fische sind durch die hohen Temperaturen völlig durcheinander. Viele ziehen sich ins Flachwasser der Uferbereiche zurück, wo sie sonst im Tiefwasser stehen. Es kommt vor, dass wir die Netze leer herausziehen“, so Dieter Bork. Er wolle aber nicht klagen, das Jahr sei insgesamt ein gutes gewesen.

Meinen traditionellen Silvester-Zander konnte ich heute problemlos bestellen. Für ausreichend Schuppentiere ist gesorgt, und am 31. Dezember ist noch bis Mittag auf dem Fischereihof geöffnet.