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Um der wachsenden Zahl von Asylbewerbern in der Seenplatte Herr zu werden, werden jetzt im Landkreis Immobilien auf ihre Eignung als Gemeinschaftsunterkünfte geprüft. Das teilte die Kreisverwaltung mit. In Neubrandenburg sind das die Hochstraße 1, die John-Scheer-Straße 19 (ehemaliges Ledigenwohnheim) und die Kirschenallee 26 (frühere Kindertagesstätte auf dem Lindenberg), in Neustrelitz die ehemalige Förderschule am Tiergarten und in Altentreptow die Brunnenstraße 6 (ehemals Amt für Landwirtschaft und Außenstelle des Landkreises). Zu den Prüfkriterien gehören unter anderem die hygienischen Bedingungen und der Brandschutz. Die Genehmigung für eine Betreibung der Gemeinschaftsunterkunft kann nur das Innenministerium in Schwerin erteilen. Bisher gibt es für keinen der genannten Standorte eine Freigabe.

Zurzeit werden im Landkreis zwei Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber betrieben – in Neubrandenburg und in Friedland. In Jürgenstorf wird bekanntlich das frühere Asylbewerberheim zurzeit wieder hergerichtet. Es ist das Ziel, in diesem Heim ab März Flüchtlinge unterzubringen. Die geplante Aufnahmekapazität dort beträgt laut Kreisverwaltung 250 Personen.

Am Montagabend hatten rund 500 Menschen in Neubrandenburg an einer von MVgida angemeldeten Demonstration gegen die Asylpolitik im Land teilgenommen. Linke und Bündnisgrüne hielten aus Protest gegen den ausländerfeindlichen Aufzug Mahnwachen ab. Am vergangenen Sonnabend hatten rund 350 Bürger der Viertorestadt bei einem Umzug Flüchtlinge ausdrücklich willkommen geheißen.