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Eines meiner drängendsten Probleme scheint aus der Welt. Meine ganzjährig unter kalten Händen leidende Holde bekommt noch vor dem nächsten Winter Handschuhe aus Alpaka-Wolle angestrickt. Dass uns von der Meisterin der Maschen nur zehn Hausnummern trennen, gehört ebenso zu den Zufällen des Lebens wie die Tatsache, dass wir die Wesenberger Nachbarin heute auf dem Mirower Kunstmarkt an ihrem Stand kennengelernt haben.

Die zehnte Auflage des alljährlichen Sommer-Ereignisses auf dem großherzoglichen Eiland war wieder noch ein bisschen schöner als die Märkte davor. Abgesehen davon, dass heute das Wetter optimal mitspielte, sucht die inzwischen erreichte Weitläufigkeit des Geschehens, mehr Spaziergang als Marktgedrängel, ihresgleichen. Überall Ruhezonen zwischen den Ständen, wunderschöne Angebote, umgeben von gepflegtem Garten und Park am Seeufer.

Entspannte Künstler und Kunsthandwerker nehmen sich Zeit für einen Schnack, irgendwie färbt alles auch auf die Besucher ab. Das ist Flanieren in Reinkultur! Dazwischen das Schloss, das 3 Königinnen Palais und die Remise, die zum Eintritt und zur Besichtigung verleiten. Hier ist zusammengekommen, was zusammenpasst.

Ulla Pape, die für den Markt den Hut auf hat, freute sich über meine Begeisterung. „Es war unser Ziel, auf einem Rundweg neben dem Markt auch die Insel erlebbar zu machen“, sagte sie mir. Auch der zwischenzeitliche Regen gestern habe der Superstimmung bei Händlern und Besuchern keinen Abbruch getan.

Übrigens gehen Ulla Pape und ihre Mitstreiter bereits mit einem weiteren kulturellen Ereignis auf der Insel schwanger: „Wir haben die verrückte Idee, im September kommenden Jahres Kettensäge-Künstler hier zu versammeln. Eine kleine Arbeitsgruppe beim Inselverein gibt es schon.“ Und zuvor wird es natürlich den dann 11. Kunstmarkt geben.

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