Der Ticketverkauf für das Nebenan Festival vom 4. August bis 6. August in der idyllischen Kulisse von Wanzka direkt am See (Strelitzius berichtete) ist gestartet. Das dreitägige Event bietet Besucherinnen und Besuchern aller Altersgruppen die Möglichkeit, eine unvergessliche Zeit an einem naturnahen Ort zu erleben. Es basiert auf dem Slogan „Von der Region, für die Region!“ und will zur Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls und zur Förderung der regionalen Kultur beitragen.
Markus Escher (hinten Mitte) und seine Mitstreiter. Es fehlt im Bild Henrike-Augustine Birkholz. Foto: Nebenan-Festival
Die Blankenseer Gemeindevertretung hat sich im März einstimmig für das Nebenan-Festival vom 4. bis zum 6. August in Wanzka am See ausgesprochen. Festivalerfahrene wissen, dass ein so einmütiges Votum der Kommunalpolitik Seltenheitswert genießt. Es spricht für die Überzeugungskraft der Macher um Markus Escher, vor allem aber für ihr nachhaltiges Konzept. Nach einem erfolgreichen Probelauf im vergangenen Sommer mit rund 300 Partygästen hofft die Crew diesmal auf maximal die zehnfache Besucherzahl.
Neben dem 25jährigen Kaufmann Escher, der aus Neuhof bei Wanzka stammt und jetzt in Neustrelitz lebt, gehören Christian Düsing, Enrico Glöde, Robert Rathsack, Janosh Wielandt und Henrike-Augustine Birkholz zum Nebenan-Team. Da ist schon einiges an Festivalerfahrung versammelt, wobei alle auf Newcomer Escher schwören. Der hat eigens eine GmbH gegründet und als alleiniger Gesellschafter auch das obligatorische Stammkapital eingebracht. Gestern Abend haben die jungen Leute in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz bei einer Info-Gala ihr Projekt vorgestellt, über ihre Mission und ihre Vision gesprochen.
Seit Oktober laufen die Vorbereitungen, zu denen nach Aussage Eschers „auch die eine oder andere schlaflose Nacht gehörte“. 99 Prozent aller Eventualitäten seien abgewogen. In den kommenden zwei Wochen sollen der Kartenvorverkauf zu sehr moderaten Preisen starten und die beteiligten Künstler bekanntgegeben werden. Es wird Tages- und Wochenendtickets geben, letztere berechtigen auch zum Campen auf dem insgesamt rund 50.000 Quadratmeter großen, strukturierten Gelände, das zusätzlich ausreichend Parkmöglichkeiten bietet.
Strelitzius stellt dem Nebenan-Team seinen Blog als Werbeplattform zur Verfügung, damit möglichst viele Leute erreicht werden. „Wir wollen in der Region etwas bewirken. Die Besucher sollen bei uns Spaß haben, auch die Anwohner. Die Wanzkaer brauchen keinen Eintritt zu bezahlen, ein kleines Danke. Wir glauben an die Idee, nicht an das große Geld“, betonte Escher, der neben dem Ticketverkauf auf Sponsoren und Investoren setzt. „Es kann auch nebenan ganz schön sein.“
Maria Jonas, Thomas Friedlaender und Bassem Hawar präsentieren ihr musikalisches Programm „Von Bingen nach Bagdad“ in der Klosterkirche Wanzka am 7. Mai um 16 Uhr. Der Verein Kultur in Bewegung hat die drei Künstler zu diesem besonderen Konzert eingeladen.
Maria Jonas
Die Musik der Hildegard von Bingen und die des Orients scheinen auf den ersten Blick nichts gemeinsam zu haben. Hildegard von Bingen war Äbtissin, Theologin, Naturforscherin, Heilerin und Komponistin. Ihre liturgischen Gesänge waren Teil des täglichen Stundengebets und wurden später in der „Symphonie der Harmonie himmlischer Offenbarungen“ zusammengefasst. Hildegard von Bingen erkannte die Kraft der Musik, um die Seele und Emotionen der Menschen zu wecken. Ihre Experimente mit dem einstimmigen Choralgesang könnten als Vorläufer der komplexen Tonleitern in der orientalischen Musik angesehen werden. So wird die Musik des Mittelalters eine Brücke zur orientalischen Musik. Es entsteht dabei ein Dialog nicht nur zwischen den Kulturen, sondern auch zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Am Nachmittag des gestrigen 1. Mai meldet die Rettungsleitstelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte gegen 15 Uhr den Brand eines Carports in Wanzka. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde durch die Entsorgung von heißer Asche in eine Plastikmülltonne durch die 55-jährige Hauseigentümerin das Feuer ausgelöst. In der Folge griffen die Flammen von der Mülltonne auf den Carport über und beschädigten die Fassade des anliegenden Einfamilienhauses. Beim Versuch das Feuer eigenständig zu löschen, wurde die Verursacherin leicht verletzt und durch den Rettungsdienst behandelt. Weitere Personen kamen nicht zu Schaden.
„LITERATUR AM KAMIN“ heißt eine Lesereihe mit Uta Griseldis Lindner und Heide Bartholomäus in der Alten Feldsteinschmiede Wanzka, die am kommenden Sonnabend, 15. April, startet. Uta Griseldis Lindner (Jahrgang 1954) und Heide Bartholomäus (Jahrgang 1957) haben zusammen an der Schauspielschule „Ernst Busch“ 1977-80 studiert, sind künstlerisch aber verschiedene Wege gegangen: Uta hat nach einem Engagement am Theater Meiningen 1984 als Mitbegründerin des Theaters ZINNOBER im Prenzlauer Berg Berlin (seit 1989 heißt das Theater O.N.) bis heute als Spielerin, Erzählerin, auch Leiterin gearbeitet und war und ist damit auch international unterwegs.
Heide Bartholomäus war am Deutschen Nationaltheater Weimar und am Staatstheater Cottbus engagiert, 12 Jahre Gast am Carrousel-Theater Berlin und 24 Jahre Freiberuflerin in Berlin, dann noch einmal etwa 10 Jahre am Staatstheater Cottbus, seit 2017 wieder Freiberuflerin, synchronisiert bis heute Filme, hat zuletzt am Lüneburger Theater gastiert und war und ist auch musikalisch mit dem Hannes Zerbe Jazz Orchester und in kleineren Formationen unterwegs.
In der Feldsteinschmiede hat der Kulturkreis Wanzka seine Heimstätte. Foto: StALU
Der Kulturkreis Wanzka beginnt unter dem Titel „Holzauge sei wachsam“ das neue Jahr mit einem vergnüglichen Vortrag über Ursprung und Bedeutung alter Sprichwörter. Referent ist Frank Saß. Eingeladen wird am 14. Januar um 19 Uhr nach Wanzka.
Ab 18 Uhr ist die Schmiede für einen kleinen Imbiss geöffnet. Anmeldung bei Martina Bednorz, Telefon: (03 98 26) 1 22 05
Der Kulturkreis Wanzka lädt für den 31. Dezember um 20 Uhr zu einem Silvesterkonzert der Formation PAPILLON in die Klosterkirche ein. Gemeinsam mit den Besuchern wollen die Vereinsmitglieder den Jahreswechsel mit guter Musik und einem Glühwein oder einem anderen Heißgetränk einleiten.
Da die Kirche ungeheizt ist, sind warme Kleidung und eine Decke sicher nützlich. Auch eine mitgebrachte Tasse für die Getränke würde die Veranstalter freuen.