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Strelitzius Blog

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Schlagwort-Archiv: Polen

Im Hafenspeicher von Ustka taucht der Hotelgast in die Vergangenheit ab

11 Mittwoch Apr. 2018

Posted by Strelitzius in Tourismus

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Gastronomie, Hotellerie, Polen, Reisen, Ustka

Die Kutter...
Die Kutter…
...liegen direkt vor der Rezeption.
…liegen direkt vor der Rezeption.

Zehn Jahre lang hat Janusz Wierzbowski Antiquitäten gesammelt und ihnen am Ende eine bauliche Hülle gegeben. Herausgekommen ist im polnischen Ustka mitten im Hafen und direkt an der Kaimauer ein Hotel, wie sich so schnell mit Sicherheit kein zweites finden wird. Wir haben dieser Tage eine knappe Woche in dem historischen Speicher, eine denkmalpflegerische Meisterleistung, verbracht und werden es schon Ende Juni wieder tun. Der Aufenthalt im Hotel „Armada“ war einfach zu schön und Pan Wierzbowski dürfte gemerkt haben, wie sehr wir sein Lebenswerk zu würdigen wissen, das die Söhne des 50-Jährigen irgendwann fortführen sollen.

Selten so schön gewohnt.

Ustka (Stolpmünde) ist seit vielen Jahren unser Favorit unter den polnischen Ostseebädern. Mit klug eingesetzten EU-Geldern ist die kleine Stadt am Meer regelrecht erblüht und hat den durch den Fluss geteilten Hafen für sich entdeckt, dessen eine Seite inzwischen Hotels und Appartementhäuser zieren, während davor die Kutter liegen. Malerischer geht es nimmer, und der Strand ist keine 200 Meter entfernt. Vor drei Jahren hatten wir hier schon mal Quartier genommen. Seinerzeit waren wir bereits von der Taverne „Columbus“ begeistert, mit der Janusz Wierzbowski im Erdgeschoss des Speichers eine erste Attraktion geschaffen hatte. Als wir nun hörten, dass das Hotel darüber auch fertiggestellt ist, gab es kein Halten mehr für die Holde und mich. In knapp sechs Stunden waren wir an unserem Sehnsuchtsort.

Eintauchen in vergangene Zeiten.

Bis zum Äußersten haben wir es nicht getrieben. Im Angebot sind auch Antik-Zimmer. Wir haben uns, um nicht völlig in die Vergangenheit zu geraten, für ein modern eingerichtetes Zuhause auf Zeit entschieden, das dank der unverputzten Wände, der dicken Holzbalken und der originalen Speicherfenster noch altertümlich genug daherkommt. Schöner haben wir selten gewohnt. Ein tolles Bad gab es obendrauf.

Gutes Handwerk auch in der Küche

Außergewöhnliches Frühstück von Hand gemacht. Auch der morgendliche Sekt fehlt nicht auf der Tafel.

Und was im Restaurant inmitten des aufwändig gearbeiteten Mobiliars aus Ururgroßmutters Zeiten aufgetischt wird, ist nicht minder gutes Handwerk und wird sogar dem kulinarisch Verwöhnten gerecht. Ein bemerkenswertes Kapitel für sich. Vor allem dem ganz außergewöhnlichen Frühstück – klammert man mal den etwas dünnen Kaffee aus – ist ein Loblied zu singen.

Gemütlicher geht es nicht.

Wir haben mit dem „Grand Hotel“ und dem „Royal Baltic“ auf die Schnelle noch zwei neue Hotels in Ustka angeschaut. Der Funke ist trotz der üppigen Spa-Bereiche in beiden Häusern, die das Armada nicht hat, nicht übergesprungen. Zu nüchtern und zu groß das eine, zu überkandidelt das andere. Nun freuen wir uns auf das Wiedersehen mit dem Hafenspeicher und seinem Retter. Haben wir zuletzt den genialen Kamin zu schätzen gewusst, ist beim nächsten Mal Schiffegucken vom Biergarten aus angesagt.

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Millionen für Entwicklung von Parks in Neubrandenburg und Koszalin stehen bereit

19 Mittwoch Juli 2017

Posted by Strelitzius in Bauen

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Europa, Neubrandenburg, Polen, Stadtentwicklung

Oberbürgermeister Silvio Witt und Stadtpräsident Piotr Jedlinski (rechts) unterzeichnen in Koszalin die Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Foto: Stadt Neubrandenburg

Neubrandenburg und seine polnische Partnerstadt Koszalin können sich gemeinsam über viel Geld freuen. Mit Fördergeldern von insgesamt 2,79 Millionen Euro sollen die Kultur- und Eventparks beider Städte neu gestaltet und so für Einwohner und Besucher noch erlebbarer gemacht werden.

Mit dem Geld sollen auf deutscher Seite der Eingang des Kulturparks an der Neustrelitzer Straße erneuert sowie der Uferabschnitt am Badehaus, einschließlich des Uferweges überplant werden. Der Kulturpark mit dem angrenzenden Tollensesee soll durch diese Maßnahmen weiter an Attraktivität gewinnen und zukünftig noch besser an die Neubrandenburger Innenstadt angebunden sein. Parallel dazu revitalisiert Koszalin seinen Park der pommerschen Herzöge und die dortige Freilichtbühne. Ziel beider Städte ist es, die grenzübergreifende Erlebbarkeit des gemeinsamen Kultur- und Naturerbes zu verbessern und in diesem Zuge die identitätsstiftende Wirkung der Landschaft hervorzuheben.

Eine entsprechende Vereinbarung hatten Oberbürgermeister Silvio Witt und sein polnischer Amtskollege Piotr Jedlinski bereits im vergangenen Jahr unterzeichnet. Das Geld selbst kommt aus dem Förderprogramm INTERREG V A zur grenzübergreifenden Kooperation. Die Europäische Union unterstützt über die Kommunalgemeinschaft Pomerania und das Kooperationsprogramm INTERREG V A gemeinschaftliche Projekte zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Kommunen im Grenzgebiet.

Rund 100 Sportfreunde beim deutsch-polnischen Paddelwochenende festigen regionale Partnerschaft

13 Dienstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Tourismus

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Freizeit, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Polen, Wassersport, Wesenberg, Wustrow

Rund 100 Wassersportler aus beiden Ländern haben am deutsch-polnischen Paddelwochenende in der Region Wesenberg teilgenommen. Enrico Hackbarth, Geschäftsführer der Mecklenburgische Kleinseenplatte Touristik GmbH, war dabei und hat im Gespräch mit Strelitzius eingeschätzt, dass die dreitägige Veranstaltung nicht nur die bilateralen Kontakte zwischen der Kleinseenplatte und der polnischen Parseta-Region gestärkt hat. „Die Ergebnisse fördern die strukturelle Entwicklung der beteiligten Partnergebiete. Ein Ausbau und eine Fortführung der Maßnahmen sind geplant.“

So wurden die gemeinsamen Paddeltouren zum Wangnitzsee und durch die Schwaanhavel in Kurzvideos dokumentiert. Das Material wird mit Beschreibungen zu den Routen in deutscher und polnischer Sprache auf verschiedenen Outdoor- und Touristikportalen veröffentlicht. Dies soll besonders auf polnischer Seite für mehr Interesse am Paddeln in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte sorgen und damit den Anteil polnischer Gäste in der Region erhöhen.

Kontakte bestehen schon länger

Die Idee zu derartigen Touren entstand schon vor vielen Jahren: So waren deutsche Teilnehmer 2007 und 2012 in der Parseta-Region per Paddelboot und 2013 polnische Gäste in der Kleinseenplatte unterwegs. Die Dokumentation entsprechender Kanurouten ist auch für die Parseta-Region (polnische Wojewodschaft Westpommern) geplant. Zukünftig sollen bei weiteren Projekten und Arbeitstreffen auch andere Produkte im Outdoor-Bereich wie zum Beispiel für die Zielgruppen Radfahren und Wandern in Deutschland und in Polen erarbeitet werden. „Akteure beider Seiten schaffen somit gemeinsam Informationen, die Deutschen und Polen gleichzeitig einen Anreiz geben, länderübergreifend aktiv zu werden“, betonte Enrico Hackbarth.

Ein herzliches Willkommen durch Wesenbergs Bürgermeister Helmut Hamp, Amtsvorsteher Heiko Kruse und die Leitende Verwaltungsbeamtin Karola Kahl (von rechts). Fotos: Enrico Hackbarth

Zu der Veranstaltung hatte das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte eingeladen. Die Gäste zelteten auf dem Vereinsgelände vom SV Union Wesenberg (Abteilung Kanu) direkt an der Woblitz. Die Gaststätten Bodinka aus Wesenberg, „Waldlust“ aus Wustrow und das Restaurant am Wangnitzsee in Düsterförde präsentierten die Kleinseenplatte gastronomisch. Und Philine Bracht vom Skulpturenpark Wesenberg ließ es sich nicht nehmen, den polnischen Gästen eine Sonderführung durch das Kunstrefugium zu bieten.

„Großer Dank gilt den vielen fleißigen Helfern aus Wesenberg und den Mitgliedern und Freunden der Abteilung Kanu des SV Union Wesenberg, ohne deren Engagement und Gastfreundschaft der Erfolg nicht so groß ausgefallen wäre“, bekräftigte Enrico Hackbarth. Auch von polnischer Seite sei viel Anerkennung gezollt worden. „Organisation, Betreuung und Gastfreundschaft haben die Veranstaltung zu einem wunderbaren Wochenende in einer wunderbaren Region werden lassen. Zu einer Radtour Ende Juni und einer Paddeltour Ende Juli haben die polnischen Partner bereits eingeladen.“

Die Veranstaltung wurde durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Für die Organisation zeichnete die Mecklenburgische Kleinseenplatte Touristik GmbH zusammen mit der Abteilung Kanu des SV Union Wesenberg verantwortlich.

Die erfinderischen Sportfreundinnen von Union Wesenberg sorgten für einen „Coffee to Boat“.

 

Polnische Paddler in der Kleinseenplatte erwartet

08 Donnerstag Juni 2017

Posted by Strelitzius in Tourismus

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Mecklenburgische Kleinseenplatte, Polen, Wassersport, Wesenberg

Das Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte erwartet 50 Gäste aus der befreundeten, polnischen Parseta-Region in Wesenberg, um gemeinsam mit ihnen vom morgigen Freitag bis zum Sonntag die Region zu erpaddeln und dabei die deutsch-polnischen Beziehungen auszubauen. Geplant sind eine Wangnitzseerunde und eine Schwaanhaveltour. Die Parseta ist ein 143 Kilometer langer Fluss in der polnischen Wojewodschaft Westpommern, der bei Kolberg in die Ostsee mündet.

Ziel der Veranstaltung, die von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt wird, ist es neben der Vertiefung der schon sehr guten Beziehungen auch die Paddeltouren zu dokumentieren und zweisprachige Reiseempfehlungen zu erarbeiten, untermauert durch Bild- und Filmmaterial. Diese werden im Nachgang unter anderem auf dem internationalen Portal www.outdooractive.com sowie auf der Internetseite www.klein-seenplatte.de zweisprachig präsentiert. „Davon erhoffen wir uns noch mehr Gäste aus dem polnischen Raum“, schreibt mir Enrico Hackbarth, Geschäftsführer der Mecklenburgische Kleinseenplatte Touristik GmbH.

Die Gäste werden am Freitag um 18 Uhr auf dem Gelände des SV Union Wesenberg, Abteilung Kanu, In den Wällen von Amtsvorsteher Heiko Kruse begrüßt. Er wird sie auch am Sonntag bei einem gemeinsamen Mittagessen in der Gaststätte „Waldlust“ in Wustrow wieder verabschieden.

Miedzyzdroje überrascht mitten im Wald mit einer goldenen Tulpe

07 Sonntag Mai 2017

Posted by Strelitzius in Hotellerie

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Gastronomie, Miedzyzdroje, Polen, Tourismus

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Das polnische Ostseebad Misdroy ist in den letzten Jahren fast unmerklich ein wenig in die Breite gegangen. Denn die Westerweiterung Richtung Swinemünde ist zwar unmittelbar an der Düne, aber mitten im Wald geschehen. Die Verlängerung der Uliza Gryfa Pomorskiego wie auch der Strandpromenade erschließt sich nur auf den zweiten Blick. Auch wir als regelmäßige Urlauber an der polnischen Ostsee brauchten erst Booking.com, um das vor fünf Jahren eröffnete „Golden Tulip“ zu entdecken. Wir haben uns im März in einem seiner Appartements ein paar Tage erholt, waren sehr positiv überrascht, und ich gebe den Tipp gern an meine Leser weiter.

Das „Golden Tulip“, Teil einer weltumspannenden Hotelkette, besteht aus mehreren modernen Häusern, die durch eine Tiefgarage miteinander verbunden sind. Damit kommt man im Fall des Falles trockenen Fußes von A nach B, wenn es zu den Mahlzeiten geht, ins Spa-Center oder abends noch auf einen Drink an die Bar. Während die hippen, aber behaglichen Wohneinheiten jeglichen Komfort bieten, zeigen sich die öffentlichen Räume der modernen Hotelanlage sehr puristisch. Vom Designerstuhl auf den von Betonplatten ummantelten Riesenkamin in der Lobby schauen – man muss es mögen. Auch der stylische Speisesaal lädt nicht unbedingt zum längeren Verweilen ein, belohnt aber mit schönem Ausblick auf die baumbesetzte Düne und lässt das Meer dahinter erahnen.

In der Vor- und der Nachsaison findet nur eine überschaubare Anzahl von Gästen ins „Golden Tulip“, die wohl auch mehr die außergewöhnlichen Appartements und Studios zu schätzen wissen. Die übrigens auch über Küchen verfügen. Und so haben wir unsere Absacker an der kleinen Hotelbar nur in der Gesellschaft zweier summender Kühlschränke genossen. Sauna- und Badebereich sind schön, aber eigentlich zu klein und leider auch sehr hellhörig.  Im Sommer, wenn hier ganz andere Buchungszahlen vorliegen, dürfte der Spa-Bereich ohnehin verwaisen, denn die Ostsee mit herrlichem Strand liegt ja wie erwähnt vor der Tür. Dann wird auch die einladende Terrasse vor dem Speisesaal genutzt.

Unglaubliche Preise Anfang März

Die Preise Anfang März waren einfach unglaublich. Wir haben das über 40 Quadratmeter große Studio mit langem Balkon, Küche, Bad mit Wanne und getrenntem Wohn- und Schlafbereich für sage und schreibe 38 Euro pro Nacht bekommen, und das nicht etwa pro Peron. Das inbegriffene Frühstück bot alles, was das Herz begehrt. Der Wunsch, so eine Ferienwohnung zu besitzen, war  groß und ließe sich mit dem nötigen Kleingeld gleich hier realisieren. Ein Teil der Appartements vorwiegend in den oberen Etagen ist einschließlich Anteilen am Hotel- und Restaurantgeschäft bereits verkauft. Wir wären Pi mal Daumen mit rund 120 000 Euro dabei gewesen.

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Für ein sehr gutes Drei-Gänge-Menü bei kostenlosen Softdrinks am Abend haben wir übrigens sensationelle zwölf Euro pro Person bezahlt. Und Parkkosten, die in der Höhe zu vernachlässigen gewesen wären, hatten wir gar keine. Bei so wenig Betrieb durften wir, freundliche Geste des Hauses, unser Auto direkt vor der Rezeption abstellen.

Miedzyzdroje außerhalb der Saison ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Außer der vom „Golden Tulip“ in 15 gemächlichen Wegminuten zu erreichenden Seebrücke und einigen größeren Häusern ist an der Promenade alles geschlossen. Dafür ist viel Ruhe zu bekommen, wo sich an Sommerwochenenden rund 100 000 Touristen tummeln. Die hübsche Kleinstadt dahinter hat ganzährig geöffnet und bietet rund um ihr Zentrum gleich ein halbes Dutzend sehr zu empfehlender Restaurants. Unsere Favoriten: die Taverne „Roza“ und das Restaurant „Suzanna“, liegen einander direkt gegenüber.

Noch mal zurück zur Ruhe und vor die Rezeption des „Golden Tulip“: Hier wurden wir bei Anreise am hellichten Tag von Wildschweinfrischlingen begrüßt, die nur ein Zaun an der Düne davon abhielt, mit einzuchecken. Natur pur, himmlisch!

 

Polnische und deutsche Paddler dokumentieren Touren

21 Dienstag März 2017

Posted by Strelitzius in Tourismus

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Freizeit, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Polen, Wassersport

Paddler aus der Mecklenburgischen Kleinseenplatte und aus der polnischen Parseta-Region wollen beide Urlaubsregionen per Boot erkunden und die Touren dokumentieren. Daraus sollen dann mehrsprachige Ausflugsempfehlungen für Touristen entstehen, wie die Touristik GmbH Mecklenburgische Kleinseenplatte mitteilt. Den Auftakt gibt es vom 9. bis 11. Juni in Wesenberg. Die Parseta ist ein 143 Kilometer langer Fluss in der polnischen Wojewodschaft Westpommern, der bei Kolberg in die Ostsee mündet.

Die Idee zu dem Projekt entstand bei früheren Touren von Wassersportlern beider Länder in der Kleinseenplatte und der Parseta-Region. Beide Gebiete sind auch durch eine Zusammenarbeit auf Amtsebene verbunden. Das aktuelle Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (Interreg) unterstützt.

Die Teilnahme an den Touren und am Rahmenprogramm ist kostenfrei. Es gibt aber nur eine begrenzte Teilnehmerzahl. Wer also mitpaddeln will, sollte sich bis zum 8. Mai unter klein-seenplatte@gmx.de per Mail anmelden.

Give me ten minutes: Katastrophenhilfe in Swinemünde für mein Handy

09 Donnerstag März 2017

Posted by Strelitzius in Leben

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Schlagwörter

Handwerk, Leute, Polen, Swinemünde

Strelitzius sondert ja immer gern den einen oder anderen Insidertippp an seine Leser ab. Nun stellt euch mal vor, ihr seid im Urlaub auf Usedom oder auch auf Wolin an der Ostsee, und plötzlich steigt euer Smartphone aus. Horror! Genau das habe ich nämlich in dieser Woche erlebt. Das Handy ließ sich trotz Drückens der für einen Reset zur Verfügung stehenden Tasten nicht mehr einschalten. Früher haben wir ja dann den Akku mal herausgenommen… In gleich drei Telefonläden in Swinemünde wurde mit den Schultern gezuckt, aber alle Verkäufer wussten von so einem Typen (Guy) zu berichten, der da in der Ulica Monte Cassino auf solche Fälle spezialisiert sei.

Zugegeben, wir haben ein bisschen gesucht. Dafür kann ich euch jetzt die genaue Adresse auf dem Stadtplan markieren. Also vom zentralen Place Wolnosci, dem Platz der Freiheit, die Einkaufstraße Bohaterow Wrzesnia hinunter bis zur Einmündung der Ulica Monte Cassino. Linkerhand an der Ecke, gegenüber von einer Niederlassung der Deutschen Bank, findet sich das Lädchen, das in Winzigkeit kaum zu übertreffen ist. In dem können neben dem Betreiber mal eben noch zwei Kunden stehen, aber nur halbwegs normalgewichtige, das Geschäft ist mehr eine Zelle und leicht zu übersehen.

Der junge Mann darin drang zunächst spektakulär mit zwei Drähten in das Innere meines Smartphones vor und weckte dann mit einem „Give me ten minutes“ Hoffnungen. Wir haben ihm eine halbe Stunde eingeräumt und waren um die Ecke in der malerischen Hemingway-Kneipe „El Papa“ (Strelitzius berichtete) auf ein Bier vom Hahn und eine heiße Ingwer-Limonade.

Zurück beim Superhirn, lebte mein Smartphone wunderbarerweise wieder. Ein Softwareproblem, war zu erfahren. Handys spielten im Ausland nicht selten verrückt, da fänden sie sich plötzlich nicht mehr zurecht und schalteten dann auf stur. Ach so! Ganze fünf Euro hat mich die Katastrophenhilfe gekostet, gern und vor allem dankbar ausgegebenes Geld. Der Urlaub war gerettet. Also, wenn euch mal passiert, was mir geschehen ist, und Ihr seid in der Nähe: Ulica Bohaterow Wrzesnia/Ecke Ulica Monte Cassino, da wird geholfen.

76-jähriger Neubrandenburger nach Unfall in Polen gefunden

23 Freitag Sep. 2016

Posted by Strelitzius in Polizei

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Fahndung, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Polen

Der seit dem 18. September vermisste Karl Gregori aus Neubrandenburg ist gefunden. Der 76-jährige verwirrte Mann, der mit seinem Renault Clio in unbekannte Richtung verschwunden war, hat nach Angaben des deutschen Generalkonsulats in Polen zwei Tage später einen Unfall gehabt. Der Neubrandenburger aus der Ihlenfelder Vorstadt ist in der Wojewodschaft Westpommern in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Da die Angehörigen vor Ort nicht ermittelt werden konnten, erfolgte die Infomationsweitergabe über das Generalkonsulat, das Bundeskriminalamt und das Landeskriminalamt an die örtlich zuständige Polizeidienststelle. Die Polizei dankt allen Bürgern für die eingegangenen Hinweise.

Im Kurhotel „Irys“ steigt man wie zu Kaisers Zeiten ab

26 Sonntag Juni 2016

Posted by Strelitzius in Hotellerie

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Schlagwörter

Polen, Swinemünde, Tourismus

HotelMein Reisetagebuch aus Swinemünde wäre unvollständig, wenn ich nicht auch noch ein paar Worte über unser Hotel „Irys“ verlieren würde. Immerhin ermöglicht es eine Reise in die Vergangenheit. Ende des 19. Jahrhunderts direkt an der Promenade errichtet und 2010 liebevoll saniert, ist es ein vollkommenes Beispiel für die Pracht der Kaiserbäderarchitektur.

Hotel4Vom Mobiliar bis zu den Fußböden, von den Gardinen bis zu den Kronleuchtern und den Bettdecken gibt es keinen Stilbruch. Nur die Bäder halten da nicht mit, aber irgendwo müssen ja bei einem Dreisterne-Haus auch Abstriche bei der Einrichtung gemacht werden. Wir hatten ein ganz wunderbares kleines Zimmer im 5. Stock gleich unter dem Dach mit einem winzigen Balkon und haben uns darin sehr wohl gefühlt. Insgesamt gibt es 56 Zimmer und Apartments unterschiedlichster Größe.

Hotel3Die Freundlichkeit des überwiegend deutschsprachigen Personals und die Qualität des Frühstücks liegen klar über drei Sternen, jeden Tag wurden darüber hinaus die Zimmer sauber gemacht. Im Kellergeschoss werden eine ganze Reihe von medizinischen und kosmetischen Anwendungen geboten, die vor allem ältere Leute in das Kurhotel ziehen – zumindest außerhalb der Ferienzeit. So haben die Holde und meine Wenigkeit den Altersdurchschnitt doch um einiges gedrückt.

Und zum „Absacker“ jeden Abend in die Bar

Hotel2Wir haben uns mit dem wirklich tollen Frühstück begnügt, für wenig Geld hätten wir aber die anderen Mahlzeiten hinzubuchen können. Dafür haben wir nach Rückkehr aus der wunderschönen Altstadt, vom nahen Strand oder von der Promenade  jeden Abend in der gemütlichen hauseigenen Bar/Café ausklingen lassen. Gleich um die Ecke gibt es einen öffentlichen bewachten Parkplatz, der pro Tag ganze sechs Euro gekostet hat. Für die Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück waren lediglich 57 Euro fällig. Als Blogger habe ich das kostenlose WLAN überall im Haus zu schätzen gewusst.

Ein einziges Haar in der Suppe haben wir gefunden. Zwei Häuser weiter gibt es eine Open Air Disco, die täglich bis kurz vor Mitternacht die Gegend beschallt, in der Nacht zum Sonntag auch bis früh um 5 Uhr. Irgendwann schläft man dann vor Erschöpfung ein, wir können mitreden, unser Zimmerchen ging genau auf die Partyseite hinaus. Welche Auswirkungen die sich abzeichnende Großbaustelle gegenüber dem Hotel haben wird, können wir noch nicht sagen. Hier wird nach dem Baltic Park der vermutlich letzte Lückenschluss an der Promenade vorbereitet.Hotel5

EU macht es möglich: Neubrandenburg und Stargard sanieren parallel historische Bauten

24 Freitag Juni 2016

Posted by Strelitzius in Bauen

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Europa, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Polen, Stargard

Unterzeichnung 7

OB Silvio Witt (links) und der polnische Stadtpräsident Slawomir Pajor bei der Unterzeichnung des Vertrages.  

Eine ebenso gute wie passende Nachricht am Morgen des schockierenden Brexit hat mich erreicht. Die Stadt Neubrandenburg will das Treptower Tor mit EU-Mitteln umfassend sanieren. Sowohl die Außenhülle mit Ziergiebeln und Türmen wie auch die Innenräume sollen erneuert werden. Die Ausstellung des Regionalmuseums zur Ur- und Frühgeschichte in den Torräumen wird neu konzeptioniert und umgestaltet. Ersten Planungen zufolge sind dafür rund 1,2 Millionen Euro veranschlagt.

Dieses umfangreiche Vorhaben geht die Stadt gemeinsam mit dem polnischen Stargard an. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt hat mit dem Stargarder Stadtpräsidenten Slawomir Pajor in der polnischen Stadt eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet, teilt die Stadtverwaltung mit. Die beiden Städte wollen ein gemeinsames Projekt mit dem Titel „Museumsmeile Neubrandenburg – Stargard“ auf den Weg bringen. Die Stargarder planen für ihre Stadt, Teile der mittelalterlichen Wehrmauer und mehrere historische Türme zu sanieren. Der markanteste unter ihnen ist der Rote Turm, der als Wahrzeichen Stargards gilt. Ziel der beiden Projektpartner ist es, dass die Europäische Union die grenzüberschreitende Zusammenarbeit über das Programm Interreg V A finanziell unterstützt. Wir konnten uns bei unserem Kurzurlaub auch in Swinemünde dieser Tage davon überzeugen, dass das Programm von deutschen und polnischen Partnern rege angenommen wird.

Bereits gute Erfahrungen gesammelt

Neubrandenburg und Stargard haben bereits gute Erfahrungen mit gemeinsamen Projekten. Unter der Überschrift „Zwei Orte mit Geschichte“ konnten das Franziskanerkloster in Neubrandenburg und die Bastei in Stargard parallel restauriert und zu Museumsräumen umgestaltet werden, auch dank einer Förderung der Europäischen Union über die Kommunalgemeinschaft Pomerania. Beide Häuser wurden 2013 eröffnet. Mit dem neuen Vorhaben wollen die Partner diese erfolgreiche deutsch-polnische Zusammenarbeit im Bereich Kultur und Bildung fortsetzen.

Das Treptower Tor ist mit 32 Metern das höchste der vier Stadttore in der mittelalterlichen Wallanlage und damit fast genauso hoch wie der Rote Turm in Stargard.

Über die Kommunalgemeinschaft Pomerania und das Förderprogramm Interreg V A  fördert die EU die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Deutschen und Polen, indem gemeinsame Projekte finanziell unterstützt werden.

 

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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