Am kommenden Donnerstag, den 7. Dezember, um 18 Uhr, wird wieder auf der B 198 in der Mirower Kurve am Unteren Schloss mit halbstündiger Straßensperrung demonstriert. Der Vorstand der Bürgerinitiative für die Umgehungsstraße informiert zum aktuellen Sachstand. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts zum Bauabschnitt Süd steht in den Startlöchern.
Noch im Dezember öffnet „Frido & Skippy – Spielewelt Mirow“ nach mehrjähriger Bauphase die Türen. Der Indoorspielplatz schließt sich an den Ferienpark Mirow im idyllisch gelegenen Granzow an. Er ist durch den europäischen Fond für regionale Entwicklung mitfinanziert und soll eine Bereicherung des Freizeitangebots für Kinder und Jugendliche im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der umliegenden Kreise werden.
Das Angebot der Spielewelt richtet sich vor allem an Familien mit Kindern. In der bunten Welt aus interaktiven Spielen, NinjaPods, Klettertürmen und Airhockey dürfen natürlich die Klassiker wie das Bällebad und die Wellenrutsche nicht fehlen. Hier können die Kleinen und Großen ihrem Bewegungsdrang auch in der kalten Jahreszeit freien Lauf lassen. Der Kleinkindbereich bietet sicheres Entdecken auch für die Jüngsten. Im Kids-Bistro findet man kinderfreundliche Gerichte und ansprechende Alternativen für die erwachsenen Begleiter. Verschiedene Geburtstagsarrangements in zwei Separees können den Eltern den Aufwand eines selbst organisierten Festes zu Hause ersparen. „Frido & Skippy – Spielewelt Mirow“ wird ganzjährig geöffnet sein.
Im Zeitraum von Anfang September bis zum 9. November wurde von der Schlossinsel Mirow eine ca. 50 cm hohe Figur von einem Steinsockel entwendet. Dabei handelt es sich um eine Bronzestatue der Künstlerin Dorothee Rätsch. Die weiteren Umstände der Tat sind derzeit unbekannt, der entstandene Schaden wird auf 7000 Euro geschätzt.
Zeugen, welche Hinweise zum Verbleib der Skulptur geben können, werden gebeten, sich beim Polizeihauptrevier Neustrelitz unter 03981-2580 oder über die Onlinewache unter www.polizei.mvnet.de zu melden.
Die Mirower können stolz sagen, dass ihr Kirchturm der Johanniterkirche auf der Schlossinsel seit nunmehr 30 Jahren unter der Haube ist. Es war am 12. November 1993, als dieser lang gehegte Wunsch in Erfüllung ging. Seitdem ist die Kirche schon von weitem zu sehen und wenn man auf der Aussichtsplattform steht, kann man selbst weit sehen. Das Jubiläum ist für die Kirchengemeinde Grund zum Feiern. Der Festgottesdienst findet am kommenden Sonntag ab 10.30 Uhr statt mit anschließendem gemeinsamen Erinnern mit Hilfe von Bildern.
Und einem gemeinsamen Mittagessen. Auch die Kinder sind willkommen. Sie können mit der gemeindepädagogischen Mitarbeiterin Mascha Liesche einen Turm gestalten und aufbauen und nach dem Gottesdienst mit Mitarbeitenden des Ferienhofs Mirow unter der Leitung von Stefanie Mewes Ponyreiten. Natürlich kann auch der Erlebnisturm besichtigt werden.
Das Traditionsgasthaus „Ex“ in Mirow in der Retzower Straße 8 ist verpachtet. Am kommenden Sonnabend, den 11. November, um 11.30 Uhr, eröffnet Familie Redja aus Berlin, Vater und Sohn haben langjährige gastronomische Erfahrung, ihr italienisches Restaurant unter dem Namen „Trattoria Siena“.
Es gibt noch Möglichkeiten, sich zu Weihnachten oder an Silvester kulinarisch verwöhnen zu lassen. Auch für Weihnachtsfeiern oder Familienfeste sind die Pächter offen. Ruhetage sind zunächst nicht geplant. Natürlich wird Strelitzius dieser Tage der Trattoria einen Besuch abstatten und anschließend hier im Blog darüber berichten, so das neue Restaurant zu empfehlen ist.
Teilen gehört zur christlichen Ethik. Es ist der Aufruf, der sich an vielen Stellen der Bibel findet. Wer hat, soll denen geben, die nichts haben. Am 11. November erinnern die evangelischen Kirchengemeinden Mirow und Lärz-Schwarz sowie Wesenberg und Schillersdorf an das Leben von Martin von Tours.
„Er ist ein Vorbild des Teilens geworden, gab von dem ab, was er hatte. Er gab nicht von seinem Überfluss ab, sondern von dem, was er eigentlich selbst brauchte. Es war sein Soldatenmantel. Er zerriss ihn. Trotzdem reichte er noch für ihn. Die andere Hälfte gab er seinem bedürftigen Mitmenschen. An ihn denken wir und üben uns selbst im Teilen“, heißt es in der Einladung zu den diesjährigen Martinsumzügen.
17 Uhr in Mirow Start mit Laterne an der katholischen Kirche, Gartenstraße 4
17 Uhr in Wesenberg Start mit Laterne in der evangelischen Marienkirche, Hohe Straße
Zur Erinnerung an die sogenannte „Reichspogromnacht“ vor 85 Jahren werden am 9. November um 12 Uhr die „Stolpersteine“ zum Gedenken an von den Nazis vertriebene jüdische Mitbürger an der Ecke Mühlenstraße/Schlossstraße symbolisch gereinigt. Gemeinsam laden die Stadt und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Mirow dazu ein. Barbara Lange hat einen kleinen Text erarbeitet. Darin plädiert sie für einen weiteren „Stolperstein“.
„Ein solch heillos, durchböset, durchgiftet, durchteufelt Ding ist’s um die Jüden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind.“ Der Satz stammt von Martin Luther. Zu lesen war er im Juli 1935 im „Niederdeutschen Beobachter“, der mecklenburgischen NSDAP-Zeitung. Der dazugehörige Artikel trug die Überschrift „Dr. Martinus Luther Wider die Jüden und ihre Lügen“. Sein Text war „einer lesenswerten kleinen Schrift“ des „Pastors Joachim Noack zu Mirow“ entnommen, wie die Zeitung verriet. Noack war von 1935 bis 1945 Pfarrer in Mirow.
Als sein Heftchen „Luther und die Juden“ pünktlich zum 450. Geburtstag des Wittenberger Reformators im Jahr 1933 erschien, war Noack noch Theologiestudent in Berlin. Als Motto stellte er seiner Publikation einen Absatz aus Hitlers Mein Kampf voran, der mit dem Satz endete: „Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“
Zur gleichen Zeit wie Joachim Noack, wenngleich nur für zwei Semester, war ein gewisser Heinz Röthke, Lehrerssohn aus Mürow bei Angermünde, als Theologiestudent an der Berliner Universität eingeschrieben. Röthke wurde letztlich Jurist und machte ab 1942 als Leiter des „Judenreferats“ der Gestapo in Frankreich Karriere. Er war es, der darauf drang, dass in südfranzösischen Lagern internierte Juden wie Gerhard Moses aus Mirow nach Auschwitz deportiert werden sollten. Er unterzeichnete die Meldung an das KZ Auschwitz und das Büro von Adolf Eichmann, dass der Transport Nr. 20, in dem in Waggon 10 Gerhard und Gertrud Moses eingepfercht waren, „am 17.8.1942, 8.55 Uhr, den Abgangsbahnhof Le Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz mit insgesamt 1000 Juden verlassen hat“.
Für Gerhard Moses gibt es noch keinen „Stolperstein“, wohl aber für seine Verwandten Ruth und Herbert Rosenberg und dessen Ehefrau Hertha vor ihrem ehemaligen Haus in der Mühlenstraße/Ecke Schlossstraße.
Die örtliche Bürgerinitiative demonstriert am kommenden Donnerstag, den 2. November, wieder für die Umgehungsstraße Mirow. Unter dem Motto „Warten auf das Gericht, aber nicht tatenlos – Für die Umgehungsstraße kämpfen!“ gehen die Aktivisten um 18 Uhr in der Schulkurve am Unteren Schloss wieder auf die Straße. Es gibt Bratwurst und Getränke. Alle Mitglieder und Interessierten sind herzlich eingeladen.
Der Herbst in Mirow bekommt eine ganz besondere Note. Das Kaffeehus Kittendorf – Stadtcafé Mirow bereitet sich auf den 2. November vor: Während das Café bereits ab 13 Uhr seine Gäste In einer wohltuend heimeligen Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen willkommen heißt, gibt es ab 15 Uhr ein Highlight, das man nicht verpassen sollte. Volkhard Brock trägt musikalisch zu dem gemütlichen Nachmittag bei.
Ich habe den Künstler zuletzt im August in der Remise auf der Schlossinsel erlebt und kann seine Auftritte nur wärmstens empfehlen. Der Eintritt ist frei, um eine Hutspende wird gebeten. Eine Reservierung wird empfohlen. Übrigens hat das Kaffeehus Kittendorf auch am morgigen Reformationstag geöffnet, von 14 bis 17 Uhr.