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Schlagwort-Archiv: Pogromnacht

Neubrandenburg gedenkt der Opfer von Krieg, Gewalt und Verfolgung mit mehreren Veranstaltungen

05 Mittwoch Nov. 2025

Posted by Strelitzius in Geschichte

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Schlagwörter

Gedenken, Mauerfall, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Pogromnacht, Totensonntag, Volkstrauertag

Der November steht traditionell im Zeichen des Erinnerns. In Neubrandenburg wird an mehreren Tagen den Opfern von Krieg, Gewalt und Verfolgung gedacht. Die Vier-Tore-Stadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen ein.

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Mirower reinigen Stolpersteine im Gedenken an die Verfolgung jüdischer Mitbürger

08 Freitag Nov. 2024

Posted by Strelitzius in Geschichte

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Schlagwörter

Gedenken, Juden, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Pogromnacht, Verfolgung

Morgen, am 9. November, werden in Mirow wieder die Stolpersteine im Gedenken an die Familie Rosenberg gereinigt. Um 12 Uhr wird in Mirow in der Mühlenstraße/Ecke Schlossstraße an die Geschehnisse der Pogromnacht 1938 und die Verfolgung jüdischer Einwohner Mirows erinnert werden. 

„Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.“ Max Mannheimer (Shoa-Überlebender, 1920-2016)

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Neustrelitz gedenkt der Opfer der antijüdischen Pogromnacht vor 85 Jahren

07 Dienstag Nov. 2023

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Schlagwörter

Alte Kachelofenfabrik, Film, Gedenken, Juden, Kirchengemeinde, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Pogromnacht, Seligsohn

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Gedenken an vertriebene und ermordete jüdische Mitbürger: Mirower reinigen symbolisch „Stolpersteine“

05 Sonntag Nov. 2023

Posted by Strelitzius in Geschichte

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Schlagwörter

Gedenken, Juden, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow, Pogromnacht, Stolpersteine

Foto: Kevin Lierow-Kittendorf

Zur Erinnerung an die sogenannte „Reichspogromnacht“ vor 85 Jahren werden am 9. November um 12 Uhr die „Stolpersteine“ zum Gedenken an von den Nazis vertriebene jüdische Mitbürger an der Ecke Mühlenstraße/Schlossstraße symbolisch gereinigt. Gemeinsam laden die Stadt und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Mirow dazu ein. Barbara Lange hat einen kleinen Text erarbeitet. Darin plädiert sie für einen weiteren „Stolperstein“.

„Ein solch heillos, durchböset, durchgiftet, durchteufelt Ding ist’s um die Jüden, so diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind.“ Der Satz stammt von Martin Luther. Zu lesen war er im Juli 1935 im „Niederdeutschen Beobachter“, der mecklenburgischen NSDAP-Zeitung. Der dazugehörige Artikel trug die Überschrift „Dr. Martinus Luther Wider die Jüden und ihre Lügen“. Sein Text war „einer lesenswerten kleinen Schrift“ des „Pastors Joachim Noack zu Mirow“ entnommen, wie die Zeitung verriet. Noack war von 1935 bis 1945 Pfarrer in Mirow.

Als sein Heftchen „Luther und die Juden“ pünktlich zum 450. Geburtstag des Wittenberger Reformators im Jahr 1933 erschien, war Noack noch Theologiestudent in Berlin. Als Motto stellte er seiner Publikation einen Absatz aus Hitlers Mein Kampf voran, der mit dem Satz endete: „Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“

Zur gleichen Zeit wie Joachim Noack, wenngleich nur für zwei Semester, war ein gewisser Heinz Röthke, Lehrerssohn aus Mürow bei Angermünde, als Theologiestudent an der Berliner Universität eingeschrieben. Röthke wurde letztlich Jurist und machte ab 1942 als Leiter des „Judenreferats“ der Gestapo in Frankreich Karriere. Er war es, der darauf drang, dass in südfranzösischen Lagern internierte Juden wie Gerhard Moses aus Mirow nach Auschwitz deportiert werden sollten. Er unterzeichnete die Meldung an das KZ Auschwitz und das Büro von Adolf Eichmann, dass der Transport Nr. 20, in dem in Waggon 10 Gerhard und Gertrud Moses eingepfercht waren, „am 17.8.1942, 8.55 Uhr, den Abgangsbahnhof Le Bourget-Drancy in Richtung Auschwitz mit insgesamt 1000 Juden verlassen hat“.

Für Gerhard Moses gibt es noch keinen „Stolperstein“, wohl aber für seine Verwandten Ruth und Herbert Rosenberg und dessen Ehefrau Hertha vor ihrem ehemaligen Haus in der Mühlenstraße/Ecke Schlossstraße.

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71 Jahre, Wesenberg in Mecklenburg-Strelitz, Diplomjournalist, Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband

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