Das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern stellte am 25. März 2025 die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2024 für das Land Mecklenburg-Vorpommern vor (Strelitzius berichtete). Ergänzend stellt nunmehr das Polizeipräsidium Neubrandenburg (Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen) seine Bilanz zur Kriminalitätsentwicklung im vergangenen Jahr vor:
Im Polizeipräsidium Neubrandenburg sind im Berichtszeitraum des Jahres 2024 insgesamt 47.771 Straftaten bekannt geworden. Die Aufklärungsquote stieg um fast zwei Prozent. Auf die Landkreise aufgegliedert, spiegeln sich die Zahlen wie folgt wider:
Auf Mecklenburg-Vorpommerns Straßen sind im Jahr 2024 deutlich mehr Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen als noch im Jahr zuvor. Dies ergibt sich aus den vorläufigen Erhebungen der Landespolizei. So gab es von Januar bis Dezember 93 Getötete bei Verkehrsunfällen (2023: 57; 2022: 83). Die Zahl der Gesamtunfälle ist hingegen leicht zurückgegangen: 55.108 (2023: 55.641).
Die neuen RTWs der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg. Fotos: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg
Über den kostenfreien Notruf 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdiensten. Um diese Notrufnummer bekannt zu machen, werben die EU-Staaten seit mehreren Jahren mit einem europaweiten Notruftag. Dieser ist traditionell am 11. Februar. Das Datum des Aktionstags geht zurück auf die Notrufnummer 112 selbst: Hierbei steht die 11 für den Tag und die 2 für den Monat.
Wer die Notrufnummer 112 in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg wählt, erreicht die integrierte Leitstelle des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Von dort werden sämtliche Einsätze im Feuer- und Katastrophenschutz, im Rettungs- sowie im Krankentransport für den Landkreis koordiniert.
Die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz kann beglückt auf einen vollen und nahezu ausverkauften Vorstellungsreigen im Dezember blicken. Fast genau 6.000 Zuschauer jeden Alters besuchten die insgesamt 17 Vorstellungen, wie mir der Geschäftsführende Direktor Marco Zabel berichtet. Allein 13 Mal kam die märchenhafte Tanzrevue „Es war einmal – Grimm reoloaded“ zur Aufführung. In Brüssel, Rheinsberg, Neustrelitz und Neubrandenburg konnten über 4.000 Besucher gezählt werden.
Mecklenburg-Vorpommern hat 2024 einen weiteren Meilenstein im Breitbandausbau erreicht: „Mehr als die Hälfte der Adressen in unserem Land hat mittlerweile eine Glasfaserleitung vor der Tür oder sogar bereits bis ins Haus liegen. Das Ziel der Bundesregierung, die Versorgung von 50 Prozent der Haushalte und Unternehmen bis Ende 2025 hat unser Land also bereits ein Jahr früher erreichen können“, bilanziert Landesdigitalisierungsminister Christian Pegel.
Das Fusion Gelände in Lärz 2024 aus der Vogelperspektive. Foto: Christian Ehlert
5000 Tickets weniger als im Vorjahr haben dem Fusion Festival 2024 in Lärz wirklich gut getan. Zu dieser Einschätzung gelangt der Verein Kulturkosmos als Veranstalter bei einer Bilanz im jüngsten Newsletter (Strelitzius berichtete). „Die Infrastruktur war nicht voll auf Kante. Alle mussten unterm Strich etwas weniger anstehen oder warten und es war ausreichend Platz, egal wo Mensch gefeiert, getanzt oder gechillt hat. Wie schön war es, sich auf dem Gelände zu verlaufen und mit unzähligen kleinen und großen überwältigenden Situationen konfrontiert zu werden. Reizüberflutung hoch 1000. In Zahlen ausgedrückt waren es 1.400 Bookings mit 2.400 Artists, 12.300 Mitarbeiter:innen und Crewleute, zusätzlich 2.000 Supporter:innen und 65.000 Gäste, die unseren ferienkommunistischen Ausnahmezustand gemeinsam erschaffen haben.“
Schmitt’s Kultur- und Literaturtage 2024 in Mirow neigen sich unweigerlich dem Ende zu. Ein Flurkonzert mit Volkhard Brock am 2. November um 17 Uhr setzt den Schlusspunkt. Damit kehrt das Untere Schloss aber nicht zurück in den Dornröschenschlaf. Am zweiten, dritten und vierten Adventswochenende werden dort aufgrund der Nachfrage weitere Veranstaltungen angeboten. Näheres dazu demnächst hier im Blog.
Nachfolgend die Bilanz der Buchhändler Grit und Peter Schmitt zu ihren Kultur- und Literaturtagen in diesem Jahr, die meine Blogpartner mit viel Hingabe verfasst haben und die deshalb auch von mir „unangetastet“ bleibt.
Am vergangenen Wochenende sind im Schlossgarten Neustrelitz die Festspiele zu Ende gegangen. „Vom 12. Juli bis zum 3. August haben wir 13 Vorstellungen der Operette ‚Ein Walzertraum‘ von Oscar Straus gespielt und freuen uns, dass diese von knapp 11.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen wurde, was einer Auslastung von etwa 80 Prozent entspricht“, heißt es in einer Pressemitteilung der Theater und Orchester GmbH (TOG).
Damit kamen 2024 rund 500 Gäste mehr als im vergangenen Jahr zur Operette „Viktoria und ihr Husar“. Auf der Freiluft-Bühne wurden außerdem die Kindervorstellung „Emil und die Detektive“ und ein ABBA-Cover-Konzert veranstaltet, die noch fast 2000 Menschen zusätzlich begeisterten. Mit diesem Ergebnis sei die TOG sehr zufrieden.
Der Vorverkauf für die Festspiele im Schlossgarten 2025 hat bereits begonnen, dann steht die Operette „Die Zirkusprinzessin“ von Emmerich Kálmán auf dem Programm. Mit der letzten Vorstellung der Freiluftoperette endete ebenfalls die Spielzeit 2023/24 der TOG, die eine positive Gesamtbilanz verzeichnen kann. Die Besucherzahl konnte um über 15 Prozent gegenüber 2022/23 auf nunmehr über 104.000 Besucher gesteigert werden. Das heißt, dass die Auslastung von 61 Prozent in der Spielzeit 2022/23 auf 76 Prozent in der Spielzeit 2023/24 gesteigert werden konnte, was sehr erfreulich sei.
Die Deutsche Tanzkompanie, hier vor zehn Tagen im Garten des Kulturquartiers Mecklenburg-Streltz, verabschiedet sich in die Theaterferien, um Energie für die nächste Spielzeit zu tanken. Foto: Theresa Lange
Ausgesprochen zufrieden blickt die Deutsche Tanzkompanie auf die Vorstellungs- und Besucherzahlen der zu Ende gegangenen Saison. Mit einem Open-Air-Tanzfest in Ankershagen am heutigen Abend verabschiedet sich die Truppe Tanzkompanie in die Sommerpause.
Das Tanztheater aus Neustrelitz hat bei Gastspielen und zu Hause insgesamt 99 Vorstellungen gegeben und dabei fast 45.000 Zuschauer erreicht. Marco Zabel, Geschäftsführender Direktor der Kompanie, ist dankbar für die große Publikumsresonanz – und für die große Leistungskraft und den Leistungswillen aller Mitarbeitenden. „Das Ensemble hat in einer enorm fordernden Saison hohes künstlerisches Niveau abgeliefert. Dies kann – auch mit Blick auf die seit Jahren anhaltende Unterfinanzierung – nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so Zabel.
Ein großartiges Ergebnis konnte beim diesjährigen Stadtradeln in Neustrelitz erzielt werden. Vom 1. bis zum 21. Juni „erradelten“ knapp 700 Teilnehmende in 65 Teams insgesamt 113.351 Kilometer. Das ist mehr als die doppelte Kilometerzahl im Vergleich zum vergangenen Jahr, wie Bürgermeister Andreas Grund mitteilte.
In diesem Jahr wurden der beste Radler, die beste Radlerin, die beste Schule und der älteste Radler geehrt. Der Preis für die beste Schule – sie erhält den STADTRADELN Wanderpokal, eine Urkunde, Gutscheine sowie Trinkflaschen – ging an die Grundschule Sandberg mit knapp 11.000 geradelten Kilometern.
Eine Fahrradrallye für Schülerinnen und Schüler wurde in diesem Jahr erstmals initiiert und läuft über den Stadtradeln-Zeitraum hinaus. Hier wurden Flyer an alle Schulen verteilt, der Rätsel enthält. Mit dem richtigen Lösungswort erhalten die Schüler eine kleine Trinkflasche im STADTRADELN-Design.
Radverleihsystem in Neustrelitz
Bereits seit wenigen Monaten steht die Stadtverwaltung in Kontakt mit einem Anbieter eines Radverleihsystems, welches flächendeckend in M-V integriert werden soll. In Rede stehen ca. 15 Standorte mit insgesamt 150 Fahrrädern (noch keine E-Bikes) im Neustrelitzer Stadtgebiet, an denen die Räder zukünftig mithilfe einer App ausgeliehen und wieder abgestellt werden können. Derzeit prüft die Verwaltung mögliche Standorte sowie die Übernahme der Kosten. Es ist das Ziel, den Auftrag in diesem Jahr auszulösen um Anfang 2025 das Verleihsystem an den Start zu bringen und somit das Mobilitätsangebot in der Stadt sowie in der Region zu erweitern, wie der Bürgermeister weiter berichtete.
Netz von Routen für Radfahrer
Einen weiteren entscheidenden Beitrag zum Mobilitätsangebot soll das sogenannte Knotenpunktsystem für Radfahrer liefern. Hier wurde ein Antrag auf LEADER Förderung gestellt, der die Konzeption, den Bau und die Vermarktung des Systems finanzieren helfen soll. Ein Knotenpunktsystem besteht aus einem Netz vorgeschlagener Fahrradrouten, das über bestehende Wege gelegt wird, um gezielte Routenempfehlungen für Radfahrer zu bieten.
Mit Hilfe dieses Systems, welches bereits im nördlichen Brandenburg etabliert ist und nun auf die Mecklenburgische Seenplatte ausgeweitet wird, können Radfahrer individuelle Touren planen und ohne großen Navigationsaufwand ihre Route verfolgen. „Die Erweiterung und Etablierung dieses Systems in unserer Tourismusregion bietet enormes Potenzial zur Saisonverlängerung, was sich positiv auf die Stadt und die gesamte touristische Wertschöpfungskette auswirken kann“, betonte Grund.