Schlagwörter
Bilanz, Grund, Knotenpunktsystem, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Stadtradeln, Verleihsystem

Ein großartiges Ergebnis konnte beim diesjährigen Stadtradeln in Neustrelitz erzielt werden. Vom 1. bis zum 21. Juni „erradelten“ knapp 700 Teilnehmende in 65 Teams insgesamt 113.351 Kilometer. Das ist mehr als die doppelte Kilometerzahl im Vergleich zum vergangenen Jahr, wie Bürgermeister Andreas Grund mitteilte.
In diesem Jahr wurden der beste Radler, die beste Radlerin, die beste Schule und der älteste Radler geehrt. Der Preis für die beste Schule – sie erhält den STADTRADELN Wanderpokal, eine Urkunde, Gutscheine sowie Trinkflaschen – ging an die Grundschule Sandberg mit knapp 11.000 geradelten Kilometern.
Eine Fahrradrallye für Schülerinnen und Schüler wurde in diesem Jahr erstmals initiiert und läuft über den Stadtradeln-Zeitraum hinaus. Hier wurden Flyer an alle Schulen verteilt, der Rätsel enthält. Mit dem richtigen Lösungswort erhalten die Schüler eine kleine Trinkflasche im STADTRADELN-Design.
Radverleihsystem in Neustrelitz
Bereits seit wenigen Monaten steht die Stadtverwaltung in Kontakt mit einem Anbieter eines Radverleihsystems, welches flächendeckend in M-V integriert werden soll. In Rede stehen ca. 15 Standorte mit insgesamt 150 Fahrrädern (noch keine E-Bikes) im Neustrelitzer Stadtgebiet, an denen die Räder zukünftig mithilfe einer App ausgeliehen und wieder abgestellt werden können. Derzeit prüft die Verwaltung mögliche Standorte sowie die Übernahme der Kosten. Es ist das Ziel, den Auftrag in diesem Jahr auszulösen um Anfang 2025 das Verleihsystem an den Start zu bringen und somit das Mobilitätsangebot in der Stadt sowie in der Region zu erweitern, wie der Bürgermeister weiter berichtete.
Netz von Routen für Radfahrer
Einen weiteren entscheidenden Beitrag zum Mobilitätsangebot soll das sogenannte Knotenpunktsystem für Radfahrer liefern. Hier wurde ein Antrag auf LEADER Förderung gestellt, der die Konzeption, den Bau und die Vermarktung des Systems finanzieren helfen soll. Ein Knotenpunktsystem besteht aus einem Netz vorgeschlagener Fahrradrouten, das über bestehende Wege gelegt wird, um gezielte Routenempfehlungen für Radfahrer zu bieten.
Mit Hilfe dieses Systems, welches bereits im nördlichen Brandenburg etabliert ist und nun auf die Mecklenburgische Seenplatte ausgeweitet wird, können Radfahrer individuelle Touren planen und ohne großen Navigationsaufwand ihre Route verfolgen. „Die Erweiterung und Etablierung dieses Systems in unserer Tourismusregion bietet enormes Potenzial zur Saisonverlängerung, was sich positiv auf die Stadt und die gesamte touristische Wertschöpfungskette
auswirken kann“, betonte Grund.