Mein Leser Uwe Born hat sich nochmal (Strelitzius berichtete) an den Rechner gesetzt und die Position der im Bereich Mirow geplanten Windenergieanlagen sowie die Ausladung der Rotorblätterspitzen, die teilweise den 1000-Meter-Mindestabstand zum Ort unterschreitet, in ein Satellitenbild eingezeichnet. Daneben ist ein Größenvergleich der Anlage mit bekannten deutschen Bauwerken zu sehen, um einen Eindruck von der Massivität dieser Anlagen zu geben.
Die in der Region geplanten Windkraftanlagen bewegen die Gemüter. Mein Leser Uwe Born hat sich die Mühe gemacht, für den Standort Mirow mit dem Online-Tool
die Länge des Schlagschattens der Rotorenspitze einer Anlage berechnen und animieren zu lassen. „Da sieht man, das im Sommer Mirow und im Winter Granzow besonders betroffen sein wird. Die Schatten der Gesamtanlage werden sich überlagern und die Verschattung wird sich periodisch durch die Rotation verändern. Die Animation berücksichtigt natürlich nicht die Topografie, lässt aber ahnen, was da auf uns zukommt, wenn das Projekt realisiert wird“, schreibt Uwe Born.
Die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg lädt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur großen Baumpflanz-Aktion unter dem Motto „Neubrandenburg pflanzt!“ ein. Am Freitag, 7. November, von 13 bis 15 Uhr, heißt es „Hände in die Erde!“. Treffpunkt ist in Weitin, Carl-Scheele-Straße, stadtauswärts Richtung Woggersiner Straße.
Die Umweltpraktikantinnen Ruth und Verena bereiten bei der Fledermausnacht in Kratzeburg das Quiz für die Kinder vor Foto: Wiebke Döbbert
Ab dem 1. November können sich Studierende wieder für das renommierte Umweltpraktikum der Commerzbank im Müritz-Nationalpark bewerben. Die Frist läuft bis zum 15. Januar 2026. Auf dem Onlineportal www.umweltpraktikum.com stehen Praktikumsplätze in den Bereichen Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zur Auswahl.
Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern und der Energieanbieter E.ON haben im Oktober den Startschuss für ein großangelegtes Umweltschutz-Projekt gegeben: Auf einer Fläche von rund zwölf Hektar beginnt südlich von Malchow die Renaturierung der Moorwiese Forstwisch. E.ON finanziert das Projekt aus dem Tarif „ZukunftsStrom“ heraus, bei dem gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden ein sogenannter Zukunftsbeitrag zur Unterstützung regionaler Umwelt- und Klimaprojekte gesammelt wird.
Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen und Mitarbeiter des Nationalparkamtes. Foto: Maria Huisinga
Auch in diesem Jahr engagierten sich Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen freiwillig im Müritz-Nationalpark. Vom 6. bis 10. Oktober verrichteten sie gemeinsam mit Rangern und Forstwirten des Distrikts Serrahn verschiedene Arbeiten in der Natur – dort, wo schweres Gerät nicht eingesetzt werden kann und echte Handarbeit gefragt ist.
Insgesamt waren zehn Soldaten an verschiedenen Einsatzorten tätig. In schwer zugänglichem Gelände wurden ehemals zu Monitoringzwecken genutzte Zäune zurückgebaut. Zudem wurde der Steg am Aussichtsturm an den Hasseln oberhalb der Steinmühle umfassend instandgesetzt: Die Gründungspfähle der Plattform wurden erneuert, ebenso der Unterbau und die Beplankung. Auch der Aufgang erhielt ein neues Geländer. Die Arbeiten gestalteten sich durch den extrem trockenen Boden als besonders herausfordernd. „Wir mussten mit Brechstange und Pickel ran – alles in Handarbeit. Da hieß es für die Jungs: Ärmel hochkrempeln und anpacken“, berichtet Stabsfeldwebel Oliver Bahr, der den Einsatz koordinierte.
Für die Soldaten ist der körperliche Einsatz in der Natur willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. „Wir sind eine technische Einheit – da tut es gut, Werkstatt und Büro mal für eine Woche zu verlassen “, erklärt Bahr. „Aber es ist auch die Verbundenheit zur Heimat, die uns motiviert. Die meisten Kameraden stammen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Der Nationalpark ist für sie Teil ihres Lebens, er gehört einfach dazu.“
Lange Tradition
Der Freiwilligeneinsatz der Bundeswehr im Müritz-Nationalpark hat eine lange Tradition: Seit 1993 packen die Soldaten der Bundeswehr tatkräftig mit an – meistens im Serrahner Teilgebiet. Ob Moorrenaturierung, der Bau von Besuchereinrichtungen oder die Errichtung einer Kanu-Umtragestelle – gemeinsam mit dem Nationalparkamt und dem Team des Jugendwaldheims wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die sowohl der Natur als auch den Besucherinnen und Besuchern zugutekommen.
„Wir sind der Bundeswehr sehr dankbar für ihre jahrzehntelange, engagierte Unterstützung“, betont Ulf Zimmermann, Leiter des Müritz-Nationalparks. „Insbesondere bei der Infrastruktur und den Besuchereinrichtungen besteht immer wieder Sanierungsbedarf. Maschinen stoßen hier schnell an ihre Grenzen, es ist Muskelkraft und technisches Geschick gefragt. Wir freuen uns jedes Jahr auf den gemeinsamen Einsatz und ich hoffe, dass wir diese Tradition zum Wohl unserer einzigartigen Naturregion noch möglichst lange fortführen können.“
Egbert und Stefanie Striller von der Galerie der Alleen in Wustrow laden in diesem Herbst noch zu zwei letzten Veranstaltungen ein. Nach 50 Jahren öffentlicher Tätigkeit, davon zehn in Wustrow, will das Paar altershalber die Initiative jüngeren Generationen anvertrauen, wie mir die Strillers mitgeteilt haben. „Ein reger Zuspruch und viele Besucher mögen die Nachfolger ermutigen, sich der Gestaltung unseres Lebensalltags zu widmen. Denn unsere Welt ist nicht so oder so, sondern das, was wir aus ihr machen.“
Gute Nachricht für die Region: Die Eheleute wollen, wenn auch in kleinerem Rahmen, die Galerie der Alleen als Einrichtung zur ästhetischen Bildung und Landeskultur einschließlich des dazugehörigen Landschaftsgartens am Plätlinsee weiterhin zu einem entspannten Aufenthalt ganzjährig auf Voranmeldung öffnen, Besucher führen und ihnen vortragen,
Neue Partner: Nationalpark-Mitarbeiterin Therese Thümmler mit Robert Behrendt, Inhaber seenplatte.guide Touren & Services sowie Fabian Heuel und Dr. Martin Löser, Geschäftsführer FKK Campingplatz am Rätzsee (von links). Foto: Maria Kea Huisinga
Das Nationalparkamt Müritz hat zwei neue Partnerbetriebe anerkannt: seenplatte.guide Touren & Services und den FKK Campingplatz am Rätzsee. Damit wächst das Netzwerk engagierter Partner, die Besucherinnen und Besuchern den Nationalpark näherbringen und sich für die nachhaltige Regionalentwicklung einsetzen.
Im Herbst beginnen viele Menschen damit, ihre Gärten winterfest zu machen. Gehölze und Stauden werden zurückgeschnitten oder Laub zusammengekehrt. Äste oder Laub werden dann vielerorts auf einem Haufen gesammelt und verbrannt. Darf man das an der Seenplatte eigentlich? Vom Grundsatz her: Nein! Das Verbrennen von Gartenabfällen ist eine unzulässige Form der Abfallentsorgung, genau wie das Verbrennen von Brettern, Balken, Sperrmüll, Reifen oder anderen Abfällen.
Mit vereinten Kräften wird dieser Reifen aus dem Wasser gewuchtet.
Tauchereinsatz heute anlässlich des World Cleanup Days im Weißen See zu Wesenberg. Falko Schmidt, Chef der Firma Tauchsport Zaatzke bei Wittstock, betaucht im kommunalen Auftrag im Frühjahr regelmäßig zehn bis zwölf Badeseen in der Kleinseenplatte, um sie vor Saisonbeginn auf Gefahren zu untersuchen und diese gegebenenfalls sofort zu beseitigen. „Dabei ist der Weiße See mein absolutes Lieblingsgewässer“, so der erfahrene Taucher gegenüber Strelitzius.