Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern und der Energieanbieter E.ON haben im Oktober den Startschuss für ein großangelegtes Umweltschutz-Projekt gegeben: Auf einer Fläche von rund zwölf Hektar beginnt südlich von Malchow die Renaturierung der Moorwiese Forstwisch. E.ON finanziert das Projekt aus dem Tarif „ZukunftsStrom“ heraus, bei dem gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden ein sogenannter Zukunftsbeitrag zur Unterstützung regionaler Umwelt- und Klimaprojekte gesammelt wird.
Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen und Mitarbeiter des Nationalparkamtes. Foto: Maria Huisinga
Auch in diesem Jahr engagierten sich Soldaten des Systemzentrums 24 aus Trollenhagen freiwillig im Müritz-Nationalpark. Vom 6. bis 10. Oktober verrichteten sie gemeinsam mit Rangern und Forstwirten des Distrikts Serrahn verschiedene Arbeiten in der Natur – dort, wo schweres Gerät nicht eingesetzt werden kann und echte Handarbeit gefragt ist.
Insgesamt waren zehn Soldaten an verschiedenen Einsatzorten tätig. In schwer zugänglichem Gelände wurden ehemals zu Monitoringzwecken genutzte Zäune zurückgebaut. Zudem wurde der Steg am Aussichtsturm an den Hasseln oberhalb der Steinmühle umfassend instandgesetzt: Die Gründungspfähle der Plattform wurden erneuert, ebenso der Unterbau und die Beplankung. Auch der Aufgang erhielt ein neues Geländer. Die Arbeiten gestalteten sich durch den extrem trockenen Boden als besonders herausfordernd. „Wir mussten mit Brechstange und Pickel ran – alles in Handarbeit. Da hieß es für die Jungs: Ärmel hochkrempeln und anpacken“, berichtet Stabsfeldwebel Oliver Bahr, der den Einsatz koordinierte.
Für die Soldaten ist der körperliche Einsatz in der Natur willkommene Abwechslung zum Arbeitsalltag. „Wir sind eine technische Einheit – da tut es gut, Werkstatt und Büro mal für eine Woche zu verlassen “, erklärt Bahr. „Aber es ist auch die Verbundenheit zur Heimat, die uns motiviert. Die meisten Kameraden stammen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Der Nationalpark ist für sie Teil ihres Lebens, er gehört einfach dazu.“
Lange Tradition
Der Freiwilligeneinsatz der Bundeswehr im Müritz-Nationalpark hat eine lange Tradition: Seit 1993 packen die Soldaten der Bundeswehr tatkräftig mit an – meistens im Serrahner Teilgebiet. Ob Moorrenaturierung, der Bau von Besuchereinrichtungen oder die Errichtung einer Kanu-Umtragestelle – gemeinsam mit dem Nationalparkamt und dem Team des Jugendwaldheims wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die sowohl der Natur als auch den Besucherinnen und Besuchern zugutekommen.
„Wir sind der Bundeswehr sehr dankbar für ihre jahrzehntelange, engagierte Unterstützung“, betont Ulf Zimmermann, Leiter des Müritz-Nationalparks. „Insbesondere bei der Infrastruktur und den Besuchereinrichtungen besteht immer wieder Sanierungsbedarf. Maschinen stoßen hier schnell an ihre Grenzen, es ist Muskelkraft und technisches Geschick gefragt. Wir freuen uns jedes Jahr auf den gemeinsamen Einsatz und ich hoffe, dass wir diese Tradition zum Wohl unserer einzigartigen Naturregion noch möglichst lange fortführen können.“
Egbert und Stefanie Striller von der Galerie der Alleen in Wustrow laden in diesem Herbst noch zu zwei letzten Veranstaltungen ein. Nach 50 Jahren öffentlicher Tätigkeit, davon zehn in Wustrow, will das Paar altershalber die Initiative jüngeren Generationen anvertrauen, wie mir die Strillers mitgeteilt haben. „Ein reger Zuspruch und viele Besucher mögen die Nachfolger ermutigen, sich der Gestaltung unseres Lebensalltags zu widmen. Denn unsere Welt ist nicht so oder so, sondern das, was wir aus ihr machen.“
Gute Nachricht für die Region: Die Eheleute wollen, wenn auch in kleinerem Rahmen, die Galerie der Alleen als Einrichtung zur ästhetischen Bildung und Landeskultur einschließlich des dazugehörigen Landschaftsgartens am Plätlinsee weiterhin zu einem entspannten Aufenthalt ganzjährig auf Voranmeldung öffnen, Besucher führen und ihnen vortragen,
Neue Partner: Nationalpark-Mitarbeiterin Therese Thümmler mit Robert Behrendt, Inhaber seenplatte.guide Touren & Services sowie Fabian Heuel und Dr. Martin Löser, Geschäftsführer FKK Campingplatz am Rätzsee (von links). Foto: Maria Kea Huisinga
Das Nationalparkamt Müritz hat zwei neue Partnerbetriebe anerkannt: seenplatte.guide Touren & Services und den FKK Campingplatz am Rätzsee. Damit wächst das Netzwerk engagierter Partner, die Besucherinnen und Besuchern den Nationalpark näherbringen und sich für die nachhaltige Regionalentwicklung einsetzen.
Im Herbst beginnen viele Menschen damit, ihre Gärten winterfest zu machen. Gehölze und Stauden werden zurückgeschnitten oder Laub zusammengekehrt. Äste oder Laub werden dann vielerorts auf einem Haufen gesammelt und verbrannt. Darf man das an der Seenplatte eigentlich? Vom Grundsatz her: Nein! Das Verbrennen von Gartenabfällen ist eine unzulässige Form der Abfallentsorgung, genau wie das Verbrennen von Brettern, Balken, Sperrmüll, Reifen oder anderen Abfällen.
Mit vereinten Kräften wird dieser Reifen aus dem Wasser gewuchtet.
Tauchereinsatz heute anlässlich des World Cleanup Days im Weißen See zu Wesenberg. Falko Schmidt, Chef der Firma Tauchsport Zaatzke bei Wittstock, betaucht im kommunalen Auftrag im Frühjahr regelmäßig zehn bis zwölf Badeseen in der Kleinseenplatte, um sie vor Saisonbeginn auf Gefahren zu untersuchen und diese gegebenenfalls sofort zu beseitigen. „Dabei ist der Weiße See mein absolutes Lieblingsgewässer“, so der erfahrene Taucher gegenüber Strelitzius.
Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Neustrelitz lädt am 20. September erneut zu einer Stadtputzaktion anlässlich des internationalen Coastal Clean Up Day ein. Die Aktion soll einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und das Bewusstsein für die Problematik der Gewässerverschmutzung schärfen.
Die vier Umweltpraktikantinnen Maria Kea Huisinga, Verena Staudinger, Ruth Groß, und Liv Marie Tralau (von links). Foto: L. Jasdz
Sie arbeiten nicht nur im Müritz-Nationalpark, sie wohnen auch vor Ort und verbringen den größten Teil ihrer Freizeit in dem Großschutzgebiet. Ruth Groß, Maria Kea Huisinga, Verena Staudinger und Liv Marie Tralau heißen die diesjährigen Umweltpraktikantinnen in der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit des Nationalparkamtes.
Gestartet im Juni erstreckt sich der Einsatz der vier Studentinnen hier in Mecklenburg-Vorpommern bis in den Dezember. Dabei sind jeweils zwei Praktikantinnen im Jugendwaldheim Steinmühle für die Umweltbildung und zwei im Nationalparkamt in Hohenzieritz für die Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt.
Der Forschertag 2024 war gut besucht. Foto: Nationalparkamt Müritz
Auch der Sommer 2025 steht im Müritz-Nationalpark ganz im Zeichen der Kinder- und Jugendumweltbildung. In Rechlin findet am morgigen 13. August der Forschertag bereits zum vierten Mal statt, bei dem Kinder mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Nationalpark ab 10 Uhr die Welt der Wassertiere entdecken können. Die Dauer beträgt etwa vier Stunden, Treffpunkt ist der Campingplatz C15 in Rechlin.
Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Neustrelitz hat am Samstag, den 28. Juni, mit einer generationenübergreifenden Stadtputz-Aktion in Neustrelitz-Kiefernheide für Furore gesorgt. 25 engagierte Bürgerinnen und Bürger, von 2 bis 70 Jahren, folgten dem Aufruf und befreiten gemeinsam die Naturpfade von einer beachtlichen Menge Müll.