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Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) hatte nach Planung und Bau des Straßenabschnitts in der Neustrelitzer Straße auf Nachfrage der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg festgestellt, dass die Strecke den geltenden Vorschriften entspreche und daher keine Schutzplanken im Bereich der Böschung vorgesehen seien. Diese Einschätzung hat sich angesichts des seitdem unfalltechnisch unauffälligen Charakters des Straßenabschnitts bestätigt, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Der kürzlich geschehene Unfall sei der erste, bei dem ein Verkehrsteilnehmer die Böschung heruntergefahren ist (Strelitzius berichtete).

Vor dem Hintergrund des Unfalls des Motorradfahrers am 10. August im Kurvenbereich der Neustrelitzer Straße kurz vor der Ampelkreuzung stadtauswärts sah sich die Stadtverwaltung dennoch dazu veranlasst, mögliche präventive Maßnahmen zur Unterbindung von Unfällen an besagter Stelle zu prüfen. Am gestrigen Mittwoch hat eine Beratung mit Vertretern des Straßenbauamts Neustrelitz, des Polizeipräsidiums Neubrandenburg und der Stadtverwaltung Neubrandenburg stattgefunden, bei dem der Unfall gemeinsam analysiert und bewertet wurde. Dabei kamen die Fachleute zu dem einstimmigen Ergebnis, dass eine „erhöhte Abkommenswahrscheinlichkeit“ im Kurvenbereich festzustellen ist.

Tempolimit und Wegweiser

Im Ergebnis der Beratung werden daher konkrete Maßnahmen vorbereitet, um das Gefahrenpotenzial zu minimieren. Dazu gehört einerseits die Tempoanpassung von 60 auf 50 Km/h, geltend ab der Kreuzung Lindenstraße, deren Umsetzung in der Zuständigkeit der Vier-Tore-Stadt liegt. Gleichzeitig wird das Straßenbauamt Neustrelitz die bauliche Herrichtung von rot-weißen Kurvenwegweisern veranlassen. Die Experten teilen zudem die Einschätzung, nach der eine Leitplanke für Motorradfahrer an diesem Knotenpunkt vermutlich ein erhöhtes Risiko statt ein Zugewinn an Sicherheit darstellt.

„Mit der Reduzierung der Geschwindigkeit und der zusätzlichen Beschilderung wird dieser Kreuzungspunkt sicherer. Ich bedanke mich bei allen beteiligten Behörden für das schnelle und konstruktive Handeln“, so Oberbürgermeister Silvio Witt nach der Beratung.