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So, wie sich die Infektionslage im Land Mecklenburg-Vorpommern darstellt, entwickelt sie sich auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Die Zahl der Menschen, die sich mit Corona anstecken und erkranken, wächst von Tag zu Tag. Besonders betroffen ist der Süden des Landkreises rund um die Müritz. „Bei der Nachverfolgung der Infektionswege stellen wir immer wieder fest, dass sich die Menschen in erster Linie im privaten Umfeld infizieren“, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Cornelia Ruhnau. Es gibt ein starkes diffuses Geschehen. „Wir haben das große Problem, dass es zu viele Kontakte gibt, die zu Ansteckungen und Weiterverbreitung des Virus führen. Das betrifft alle Menschen – unbenommen davon, ob sie geimpft sind oder nicht.“

Immer wieder komme es auch zu Virus-Einträgen in Senioren- und Pflegeheime vor allem durch infizierte Besucher und nicht geimpfte Pflegekräfte. „Die Krankheitsverläufe sind bei den geimpften Bewohnern in den allermeisten Fällen nicht schwerwiegend, trotzdem können wir erneut nur appellieren, deutlich mehr Vorsicht walten zu lassen“, so Dr. Ruhnau. Das betreffe auch Schulen und Kindertagesstätten. „Nach wie vor werden in den Schulen nur so genannte Kohorten nach Hause geschickt, wenn mehr als zwei Kinder an Corona erkranken. Schulen sollen möglichst nicht geschlossen werden. Jedoch haben wir damit nur Erfolg, wenn die Schülerinnen und Schüler auch außerhalb der Schule auf weitere Kontakte verzichten“, erklärt die Amtsärztin weiter.

Zurzeit sind im Landkreis an 25 Schulen einzelne Infektionsfälle registriert. In den Kitas erfolgt die Hälfte aller Einträge von außen also durch Eltern oder Großeltern und andere Verwandte sowie durch Erzieher. Zurzeit sind zehn Kitas im Landkreis von einzelnen Infektionen betroffen.

Die Situation in den Corona-Stationen und in den Intensivstationen der Krankenhäuser ist auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte inzwischen sehr angespannt und spitzt sich weiter zu.
Im Gesundheitsamt arbeiten jetzt wieder weitere neun Mitarbeiter aus der Verwaltung in der Nachverfolgung mit. Täglich werden zwischen 250 bis 300 Abstriche für PCR-Test genommen.
„Unsere Infektionszahlen werden weiter ansteigen, wenn sich nicht alle mehr bei den Kontakten im Freizeitbereich vorsehen und einschränken. Wir machen uns Sorgen, weil wir die Auswirkungen nach Familienfeiern, sowie Veranstaltungen in Schulen, Kitas und mit Senioren schon jetzt spüren, bevor überhaupt die Zeit der Weihnachtsfeiern begonnen hat“, so Dr. Ruhnau.