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Die jüngste Stadtvertretersitzung in Neustrelitz am Donnerstagabend hat gezeigt, dass die Fronten zwischen Parlament und Bürgermeister in Sachen Badestege in den Ortsteilen (Strelitzius berichtete) unverändert verhärtet sind. Daran hat auch ein Termin dieser Tage bei der Kommunalaufsicht des Landkreises nichts geändert, bei der beide Seiten vertreten waren. Die Abgeordneten beharren auf ihren Beschlüssen, Stadtoberhaupt Andreas Grund kassiert diese per Widerspruch bzw. neuerdings Beanstandung.

„Immerhin hat die Kommunalaufsicht bestätigt, dass eine Thematik von derartig öffentlichem Interesse sehr wohl eine Angelegenheit der Stadtvertretung ist und sie dazu selbstverständlich auch beschließen kann, was der Bürgermeister jedoch anders sieht“, so Stadtpräsident Ernst-August von der Wense auf Nachfrage von Strelitzius. Was die Verkehrssicherungspflicht und die damit verbundene Haftungsfrage angeht, auf die sich Andreas Grund immer wieder beruft, so hat die Kommunalaufsicht klar gemacht, dass diese Angelegenheit im zivilrechtlichen Bereich liegt und nicht von ihr zu entscheiden ist. Stadtvertreter und Bürgermeister haben die Risiken abgewogen, nur kommen sie zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Immerhin wollen sich die kreislichen Kommunalwächter mit denen des Landes abstimmen. Eine Auskunft wird noch für dieses Jahr erwartet. Dann wird auch entschieden, ob der Strauß vor dem Verwaltungsgericht ausgefochten wird. Bis dahin herrscht in dem Kräftemessen eine Art Patt-Situation.

Unterdessen treibt das Thema Badestege die Bürger in der Residenzstadt und in den Ortsteilen weiter um. Mich erreichen sogar Schreiben von Jugendlichen. Eines davon hänge ich mit ausdrücklicher Genehmigung von Fiona (14) hier an. „Diese Stege gehören zu uns“, betont sie.