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In der Auseinandersetzung um die Badestege in den Neustrelitzer Ortsteilen (Strelitzius berichtete) hat Bürgermeister Andreas Grund wie erwartet erneut formellen Widerspruch gegen den Beschluss der Stadtvertretung zum Erhalt und zur Sanierung der Freizeitanlagen eingelegt. Darüber informierte Stadtpräsident Ernst-August von der Wense nach Eingang der entsprechenden Mitteilung heute Morgen. Nun werde von beiden Seiten die Kommunalaufsicht des Landkreises angerufen. Den Gang vor die Verwaltungsrichter in Greifswald halte er sich weiter offen, so von der Wense auf Nachfrage von Strelitzius.

„Der Bürgermeister meint, dass das Thema Verkehrssichungspflicht reines Verwaltungshandeln sei und wir uns als Stadtvertretung quasi da raus zu halten haben. Das zeugt von einem ganz eigenen Demokratie- und Machtverständnis“, so der Stadtpräsident. „Er meint scheinbar, sich der Kontrolle des gewählten Parlaments mit einem solchen Argument entziehen zu können.“

Des Bürgermeisters neuestes „Entgegenkommen“, mehrere Geländer zu errichten, provoziere eine zusätzliche Gefahr, meint der Stadtpräsident. „Das erkennt jeder, der das fröhliche, unkomplizierte und allseits akzeptierte Treiben in Fürstensee und Klein Trebbow beobachtet. Es käme mit großer Wahrscheinlichkeit durch Springen von den und Stoßen gegen die Geländer zu Unfällen.“ Für das angekündigte Handeln des Bürgermeisters bestehe keine Veranlassung. Es sei richtig, so von der Wense, „wenn die Stadtvertretung die Stadt, deren Einwohner und Einwohnerinnen sowie Gäste vor voraussehbaren Fehlern der Stadtverwaltung bewahrt“.