Zu einem Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden ist es heute gegen 13.53 Uhr auf der B 198 am Abzweig Rechlin/Nord gekommen. Der 80-jährige Fahrer eines Wohnmobils aus Fürstenberg befuhr die B 198 aus Richtung Neustrelitz und wollte weiter in Richtung A 19 fahren. Aus Richtung Vietzen befuhr ein 68-jähriger Fahrer eines Mitsubishi-Geländewagens aus Thüringen die Bundesstraße 198. Er hatte die Absicht, nach links in Richtung Rechlin/Nord abzubiegen.
Dabei beachtete er nicht das entgegenkommende Wohnmobil und es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand. Es entstand jedoch ein Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro.
Ich weiß ja nicht, ob es das schon gibt. Wenn nicht, werde ich irgendwann vielleicht ein Reste-Verwertungskochbuch schreiben. Denn auf einen 2-Personen-Haushalt ist der Handel bei allen demografischen Entwicklungen bis heute nicht eingerichtet. Ergo bleibt da immer was in Kühlschrank und Keller, welches viel zu schade ist zum Wegwerfen. Meine Lösung heute: eine Apfel-Gemüse-Pfanne.
Ich habe den Restbestand von einer Paprika auf drei aufgestockt, dann fanden sich noch eine halbe Sellerieknolle und zwei säuerliche Äpfel. Plötzlich und unerwartet kamen uns von einer Neustrelitzer Freundin Gartengurken ins Haus, von denen eine begeistert zusagte. Ein ganzes Bund Frühlingszwiebeln war von einem ausgefallenen Grillen überzählig, bereits am Vorabend war eine Fleischorgie über uns gekommen. Und Schinkenwürfel gehen uns nie aus. Wie auch Olivenöl und Cremefine-Sahne von Rama.
Früher hieß es ja bei uns immer, im Westen gebe es alles. Nachdem wir hier im Osten nun auch schon 30 Jahre im Westen leben, hat sich die Aussage doch erheblich relativiert. Ich schreibe das nieder mit einem Blick auf meinen neuen Terrassensessel, auf den ich nur viereinhalb Monate warten musste. Gemessen an der Ausdauer, die einem anno dunnemals bei der Bestellung eines Autos abverlangt wurde, war das natürlich fast eine Expresslieferung.
Mein eigentliches Problem momentan beläuft sich aber auf neun Zentimeter. Das ist der Abstand zwischen den Bohrlöchern, in die ich vor 25 Jahren die Außenlampen unseres Eigenheimes geschraubt habe. Die sind in die Jahre gekommen und verlangen Ersatz. Nun würde ich ja gern die Fassade unseres Zuhauses nicht weiter beschädigen, sondern die alten Bohrungen einfach nachnutzen. Allerdings ist es wohl eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Lampen von heute, wie es um ihre Befestigung bestellt ist.
Eine Online-Bestellung ist gleich ganz unmöglich, die Kundencenter gehen bei der Anfrage reihenweise in die Knie. Das von der Baumarktkette mit den drei Buchstaben hat mich wenigstens noch zwei Mal vertröstet, bevor es dann auch verstummte. Also einen Sonnabend ans Bein gebunden und in die Kreisstadt gefahren. Auspacken und nachmessen, das war der Plan.
Was haben wir gelernt? Möbelhäuser führen fast nur Innenleuchten, Baumärkte erhellen hingegen auch Fassade, Terrasse und Garten. Als wir nach Stunden endlich ausgerechnet im Osten Neubrandenburgs eine Lampe in der Hand hielten, die wenigstens die alten Löcher geradeso abzudecken versprach und uns auch noch halbwegs gefiel, gab es von ihr nur zwei Exemplare. Wie übrigens von fast allen anderen Modellen auch. Wir brauchen aber drei Lampen. Lieferzeit? Sechs bis acht Wochen. Ja, so ist das mit dem Westen. Aber, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, wir löchern weiter.
Die Fußballfreunde kann ich an diesem düsteren Sonntagmorgen vielleicht mit einem Filmchen beglücken. Mein Blogpartner Klaus-Detlef Bachmann von TSG TV hat mir eine Zusammenfassung der Testspielbegegnung der Oberligisten der TSG Neustrelitz gegen die Verbandsligisten vom Penzliner SV geschickt, die ja bekanntlich 5:2 (2:0) für die Neustrelitzer endete (Strelitzius berichtete). Viel Spaß damit!