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Im Spiel nach vorn sahen die Neustrelitzer heute sehr gut aus.

Das war ein schöner Fußballabend im Neustrelitzer Parkstadion! In ihrem zweiten Testspiel vor der neuen Saison haben die Oberligisten der TSG Neustrelitz die sehr gut aufspielenden Verbandsligisten vom Penzliner SV mit 5:2 (2:0) standesgemäß geschlagen. Fast 400 Zuschauer waren gekommen, davon viele aus der Nachbarstadt, und hatten ihre helle Freude an beiden Teams.

In der 22. Minute besorgte Justin Schultze unter den Augen seines stolzen Vaters Heiko „Trecker“ Schultze nach einer elfmeterreifen Situation, Schiri Florian Strübing ließ weiterspielen, den Führungstreffer für die Gastgeber. Schultze war es auch, der in der 33. Minute mit einem Distanzschuss in die Ecke das 2:0 markierte, nachdem Penzlin seine Viererkette hinten aufgelöst hatte und sich mehr Räume für die Neustrelitzer ergaben.

Nach dem Seitenwechsel konnte Probespieler Georgius Tsirilidis in der 54. Minute zum 3:0 einnetzen, endlich! Er war heute der aufälligste Akteur in den Reihen der Residenzstädter. Vor seinem Tor hatte er allerdings vier „Riesen“ nicht in Zählbares verwandeln können, und auch in der Folge klebte ihm das Pech am Schuh.

Mudai Watanabe erzielte das 4:1 für die TSG.

In der 57. Minute durften die Gäste, die keinen Moment aufsteckten, und ihr Anhang jubeln. Die TSG-Abwehr wurde förmlich überrannt, Normen Richter sauber bedient, der sich mit seiner ganzen Routine nicht lange bitten ließ. Aber nur drei Minuten später sorgte der Japaner Mudai Watanabe, der mir heute gut gefallen hat, für den alten Abstand. Der Probespieler war beim Testauftakt der TSG gegen Kotwica Kolobrzeg am vergangenen Freitag noch ein wenig blass geblieben, heute überzeugte er.

In der 77. Minute trafen die Penzliner per Freistoß nur die Latte, auch eine weitere Großchance für die Gäste blieb ungenutzt. Praktisch im Gegenzug machten die Platzherren es besser. Nach toller Vorarbeit vom quirligen Kürsat Mahmud Cicek schob Oskar Fijalkowski, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden war, in der 85. Minute zum 5:1 ein. Unmittelbar darauf konnten die Penzliner durch Alexander Lukesch noch auf 2:5 verkürzen, da sah die TSG-Defensive wieder nicht gut aus.

Mehr als entschuldigt auf Seiten der TSG Neustrelitz war heute Wiederkehrer Tino Schmunck, auf den sich viele Anhänger der Neustrelitzer gefreut hatten. Er wurde zwei Stunden vor der Begegnung Vater eines kleinen Oskar und war verständlicherweise nicht im Parkstadion aufgelaufen, sondern weilte an der Seite seiner Frau. Herzlichen Glückwunsch!

TSG-Coach Tomasz Gregorczyk war zufrieden mit dem Spiel seiner Jungs nach vorn, haderte aber mit der Chancenverwertung und natürlich den Gegentoren. Die Auftritte der Probespieler bewertete der Trainer durchweg positiv. „Es war ein schönes Derby, und ich muss den Penzlinern ein großes Kompliment für ihre Vorstellung hier machen“, sagte Grzegorczyk im Gespräch mit Strelitzius.

Das nächste Testspiel tragen die Neustrelitzer am kommenden Sonnabend um 11 Uhr beim Regionalligsten FSV Optik Rathenow aus. Einen kurzen Spielbericht gibt es am Nachmittag hier im Blog. Punktspielauftakt für die TSG Neustrelitz ist vor heimischer Kulisse am 16. August in der Oberliga Nord gegen Hansa Rostock II.

Trotz der versiebten Chancen beeindruckend aufgetreten: Georgius Tsirilidis.