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Ich weiß ja nicht, ob es das schon gibt. Wenn nicht, werde ich irgendwann vielleicht ein Reste-Verwertungskochbuch schreiben. Denn auf einen 2-Personen-Haushalt ist der Handel bei allen demografischen Entwicklungen bis heute nicht eingerichtet. Ergo bleibt da immer was in Kühlschrank und Keller, welches viel zu schade ist zum Wegwerfen. Meine Lösung heute: eine Apfel-Gemüse-Pfanne.

Ich habe den Restbestand von einer Paprika auf drei aufgestockt, dann fanden sich noch eine halbe Sellerieknolle und zwei säuerliche Äpfel. Plötzlich und unerwartet kamen uns von einer Neustrelitzer Freundin Gartengurken ins Haus, von denen eine begeistert zusagte. Ein ganzes Bund Frühlingszwiebeln war von einem ausgefallenen Grillen überzählig, bereits am Vorabend war eine Fleischorgie über uns gekommen. Und Schinkenwürfel gehen uns nie aus. Wie auch Olivenöl und Cremefine-Sahne von Rama.

Paprika entkernt, Sellerie, Äpfel ungeschält, Zwiebel und Gurke geschält und entkernt in kleine Stücke schneiden. In einer Wok-Pfanne zunächst in zwei Esslöffeln Olivenöl – solidarische Grüße an den direktvermarktenden Bauern auf Kefalonia – Schinkenwürfel und Sellerie unter ständigem Rühren ein paar Minuten anbraten. Dann die Apfelstückchen und die Zwiebeln für weitere zwei Minuten hinzugeben. Schließlich Paprika und Gurken in die Pfanne schicken, rühren, rühren, rühren und mit der Sahne ablöschen.

Salz, Pfeffer und das in schmale Röllchen geschnittene Zwiebelgrün runden neben einem Spritzer Zitrone das Gericht ab. Aufkochen, Deckel auf die Pfanne und drei Minuten bei mäßiger Hitze köcheln lassen. Die kreisende Peffermühle gibt der Kreation den guten Rest.

Spachtelt sich sommerlich-leicht so weg, auch bei Regenwetter. Wer einen Rest Brot in petto hat und den aufbäckt, passt! Zum Nachtisch gab es bei uns noch selbstgemachte Rote Grütze von Schwiegermutter Rosi aus Burg Stargard. Was die Veröffentlichung dieses Rezeptes angeht, so stehen wir noch in Verhandlungen.