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Von den mit großem Bahnhof vorgestellten neuen Plänen für den „Deutschlandtakt“ und die Stärkung der Bahn profitiert Neubrandenburg nach Einschätzung der Bündnisgrünen nicht. Im Gegenteil, die Vier-Tore-Stadt müsse vom Abstellgleis geholt werden, heißt es in einer Erklärung der grünen Stadtfraktion. Neubrandenburg steige „in die dritte, wenn nicht vierte Liga des Bahnverkehrs“ ab.

„Neubrandenburg als das drittgrößte Oberzentrum des Landes braucht eine gute Anbindung in die nahegelegenen Metropolregionen. Auf den ersten Blick scheint das mit dem Stundentakt auf der RE 4 und RE 5 nach Berlin, Stettin und über Bützow nach Hamburg auch gegeben. Wenn man aber genauer hinsieht, dann ist dieser Schluss trügerisch. Neubrandenburg wird vom schnellen Deutschlandtakt abgekoppelt. Wer von Berlin nach Stralsund will, fährt über die Neubrandenburger Strecke zwar deutlich kürzer, aber nicht deutlich schneller als über Pasewalk. Auch auf der Ost-West-Verbindung ist man künftig von Pasewalk oder Stettin nach Rostock über Anklam und Stralsund immer schneller unterwegs“, so die Bündnisgrünen.

Mit einer Beschleunigung der Strecke RE 4 könnte man Rostock ab Neubrandenburg allerdings in weniger als 1,5 Stunden und Hamburg in rund 2,5 Stunden erreichen. „Wir brauchen dringend für die beiden sich in Neubrandenburg kreuzenden Bahnlinien ein stärkeres Engagement, um die Verbindungen zu beschleunigen“, so die Forderung. Der OB, aber auch die Landesregierung, müssten hier endlich ihre Hausaufgaben machen.