Schlagwörter

, ,

Das 3. Mirower Gespräch zur Entwicklung des ländlichen Raumes mit dem Schwerpunkt Mobilität hat in dieser Woche im Unteren Schloss in Mirow stattgefunden. Das Forum, das Landrat Heiko Kärger mit aus der Taufe gehoben hat, geht, wie auch der „Strukturierte Dialog“ zur geplanten Mirower Ortsumgehung (Strelitzius berichtete), auf eine Initiative von Bürgermeister Henry Tesch zurück.

Nur rund ein Dutzend Akteure haben wegen der Corona-Auflagen direkt ins Untere Schloss kommen können, weitere wurden aber per Videokonferenz zugeschaltet. Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Zirtows Dorfmoderatorin Ilona Pisek, die das gemeinsam mit der Diakonie vorangebrachte Projekt eines „Bürgerbusses“ vorstellte. Es ist allerdings noch nicht vollständig ausfinanziert. Geplant war zunächst eine sechsmonatige Testphase gleich nach den Sommerferien, die sich wegen der Pandemie aber noch verschiebt.

„Geplant ist, dass jeder unseren Dienst zu jeder Zeit nutzen kann. Die Kunden werden von der Haustür im Amtsbereich Mecklenburgische Kleinseenplatte abgeholt und dorthin auch wieder zurückgebracht. Wir fahren zum Arzt, zur Apotheke, zum Einkauf, zur Therapie, zu Verwandten, Veranstaltungen, Festen usw. im gesamten Landkreis, aber auch zu Bahn- bzw. Bushaltepunkten als Zubringer“, so die Zirtowerin. „Unsere Kunden werden nicht nur gefahren. Auf Wunsch erhalten sie auch Begleitung und Hilfestellung, wenn schlechtes Gehör, schlechtes Sehen oder geistige Einschränkungen das erfordern oder der Rollstuhl geschoben werden muss, um Barrieren zu überwinden, denn unsere Kraftfahrer sollen gleichzeitig Mobilitätshelfer sein.“ Für die Nutzung des Dienstes solle eine Pauschale anfallen, die noch festgelegt werden muss.

Dirk Rautmann, Amtsleiter Zentrale Dienste in der Kreisverwaltung der Seenplatte, sprach ebenfalls zum Thema „Mobile und flexible Angebote“. Die Gesprächsreihe wird nach Information von Henry Tesch am 4. September und am 4. Dezember im Unteren Schloss fortgesetzt, das sich einmal mehr als Tagungsstätte bewährt hat.

Ilona Pisek bei ihrem Vortrag.