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Raclette ist gerade in Corona-Zeiten eine feine Sache, kann es doch sein, dass die „Kernfamilie“ erstmals seit Wochen wieder um einen TIsch herumsitzt. So geschehen dieser Tage bei uns. Wie immer wurde bei der Zutaten-Beschaffung großzügig kalkuliert, und was nun tun mit den besten Resten?

Wir haben uns zwei Wochen nach dem familiären Schmaus dank fortschrittener Kühltechnik und Keller über das Übriggebliebene hergemacht, was nicht heißt, dass der Nachkoch nicht auch die Zutaten neu zusammenbringen kann. Ein leckerer Zuccini-Kartoffel-Auflauf ist mir total kalorienbewusst aus dem Ofen gekommen, und nun ist unser kulinarischer Corona-Ausklang endgültig Geschichte.

Ich habe 350 Gramm Tüften gekocht, gepellt und in Scheiben geschnitten. 250 Gramm Möhren wurden in Scheiben zerteilt und in 250 Millilitern Gemüsebrühe gegart. Dann habe ich noch 400 Gramm Zucchini in Scheiben zerteilt. Letztlich wurde auch noch eine Gemüsezwiebel gescheibt, oder wie das Verb heißt.

150 Gramm Rohschinkenwürfel in einer Fett-Frei-Pfanne anbrutzeln, muss man einfach haben. Eine Auflaufform ausfetten, Zucchini, Kartoffeln, Gemüsezwiebel, Zucchini und Möhren einschichten, den Schinken einstreuen und die Brühe angießen. Mit Pfeffer, Salz, Muskat und Cayennepfeffer Lage für Lage würzen. Dann haben sich da noch ein paar Scheiben rustikalen französischen Schnittkäses gefunden, die das Mahl deckeln.

Die Auflaufform in einen oben wie unten auf 200 Grad vorgeheizten Ofen schieben und sich 20 Minuten lang mal mit einem Bierchen nebst spirituöser Garnitur auf Relax zurückziehen. Ich habe mir in der Zeit Anna Loos mit Silly und „Alles Rot“ gegönnt.

Irgendwann piept es, zumindest bei meiner Küchentechnik. Die omnipotente Worcestersauce steht schon einsatzbereit auf dem Tisch, ein paar gehackte Kräuter warten auf ihren Einsatz. Guten Appetit!