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An der Kreuzung Woldegker Chaussee/ Wesenberger Chaussee/ Strelitzer Chaussee/ Wilhelm-Stolte-Straße in Neustrelitz beginnen am kommenden Montag, den 8. Juni, Vermessung und Markierung als vorbereitende Arbeiten für den Umbau des Knotenpunktes zu einem Kreisverkehrsplatz. Die Bauarbeiten selbst starten am 15. Juni und dauern voraussichtlich bis zum 31. Dezember. Mit der Ausführung wurde die Strabag AG Neubrandenburg beauftragt.
Die Kreuzung wird ab dem 15. Juni während der Bauzeit für den allgemeinen Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können den Abschnitt durchqueren.
Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die entsprechende Beschilderung zu beachten. Große Plantafeln mit Hinweisen für den Umleitungsverkehr sind bereits seit einigen Tagen aufgestellt. Die Umleitung erfolgt über die Umgehungsstraße. Der Lkw-Verkehr wird ausschließlich über die Ortsumgehung geführt. Für Pkw ist eine Umleitung von Altstrelitz in die Innenstadt über die Strecke Carl-Meier-Straße – Ortsumgehung – Kirschenallee ausgewiesen.
Änderungen im öffentlichen Personennahverkehr werden durch die Verkehrsunternehmen bekannt gegeben.
Wie kann man nur so wenig nachdenken und so ungeplant einen Kreisverkehr bauen. Wir haben so viele schlechte Straßen (wobei schlecht noch untertrieben ist) in Neustrelitz, und anstatt sich erstmal um die Straßen zu kümmern, wird auf einer der neuesten Straßen in Neustrelitz ein Kreisverkehr gebaut? Der Bürgermeister macht sich keine Freunde. Wir sehen es doch alle am Kreisverkehr in der Zierker Straße, was ist da bitte passiert? 😅 Wer plant denn so einen Kreisverkehr…vergessen zu studieren, oder was ist hier los?
Mit Ihrer Meinung sind Sie nicht allein.
Zu diesem Beitrag schreibt mir Prof. Helmut Böhme aus Neustrelitz unter der Überschrift „Kostenspieliger Unfug“:
Seit fast 100 Jahren gibt es Kreisverkehre und die städtebaulichen und
verkehrstechnischen FÜR und WIDER sind bekannt. Allerdings ist vor über
50 Jahren jemand in der alten BRD auf die Idee gekommen, diese
Kreuzungen viel kleiner als damals zulässig, herzustellen. Früher waren
60 m Durchmesser, ausnahmsweise 45 m zulässig und notwendig – jetzt sind
die kleinen Dinger, wie ich sage, „Kreuzungen mit LINKS vor RECHTS“
statt Rechts vor links (oder FRECHHEIT bei Vorfahrt siegt) gang und
gäbe! Das verkehrstechnisch gute Einfädeln ist nicht mehr möglich –
vorne guckt das Fahrzeug schon raus aber hinten ist es noch gar nicht
drin! Es gäbe massenhaft Unfälle, wenn nicht die Verkehrsteilnehmer so
vernünftig wären und immer wieder die vorhandenen Schwächen der
Verkehrsanlage, die auch den Spritverbrauch steigern, beachten würden.
Die auch bei uns ausgebrochene „Kreisverkehrkrankheit“ mit
Verkehrsbehinderung, die offenbar eine Art Wettbewerb unter den Kommunen
ausgelöst hat, kümmert sich nicht um besseren Verkehr, im Gegenteil –
die Kommunen schwimmen offensichtlich im Geld für Kreisverkehre und
selbst der arme Naturschutz muß als Begründung dienen – obwohl ich auf
Anhieb in Neustrelitz ein halbes Dutzend Straßen nennen könnte, wo das
Geld viel besser und dringender angelegt wäre (übrigens, auch
Fördergelder bezahlt der Neustrelitzer Steuerzahler mit) und an der
vorhandenen Kreuzung braucht man nicht viel zu machen – eben auch wegen
des niedrigeren Verkehrsaufkommens! Der Zustand weiter Teile der
Kreuzung ist völlig ausreichend. Die Einsparungen für den Ampelbetrieb
sind nun wahrlich nicht riesig – außerdem gibt es für Fußgänger nichts
Schlimmeres und Unsicheres als das „Gekleckere“ beim Passieren des
Kreisverkehrs, statt einer Ampel!
Viele Verkehrsteilnehmer möchten lieber klare und sichere Hinweise für zügigen Verkehr – keine WENNS, ABERS und GESTOTTERE beim Fahren und Gehen! Für die Alten, Schwachen und Kinder ist nun mal eine Ampel „idiotensicherer“ als links-rechts-Guckerei und hoffen, dass es klappt und kein Unfall passiert. Übrigens,
wann und wie wird der Mehrverbrauch an Zeit, Energie und Sprit für die
Neustrelitzer durch die Sperrung zurückgegeben? Wie und was wird denn
eingespart? Wie sagt man doch? Der Umbau ist so überflüssig wie ein Kropf!