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„Sie arbeiten allesamt auf einem hohen Niveau. Aber was sie auszeichnet, sind ihre Alleinstellungsmerkmale“, bescheinigt Cornelia Peter, die gemeinsam mit Regina Wagnitz-Peters die erneute Zertifizierung des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte ohne Abweichungen durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) empfiehlt, der Geschäftsführung und den Bereichsleitern.

Das zehntägige Audit hatte es wie immer in sich. Denn neben dem normalen Tagesgeschäft in den Kinder- und Jugendeinrichtungen, im Pflegebereich, dem Rettungsdienst und in der Geschäftsstelle wurden die beiden Regelwerke nach DIN ISO 9001 und MAAS-BGW, Prozesse, Compliance sowie Fehleranalysen und der Umgang mit Fehlern bewertet. Hierfür haben die beiden Auditorinnen gleich 19 Standorte und Bereiche per Stichproben auf Herz und Nieren geprüft.

Kita Feldberg ein Vorzeigemodell

Fotos: Stephan Radtke

So gehörten beispielsweise die Prozesse im Ehrenamt mit dem Besuch eines Palliativkurses sowie die Strukturierung der Mitglieder und ihre vielfältigen Aufgaben im ideellen Bereich ebenso in die Analyse, wie der Inspektion der Feldberger Kita. Noch während die 126 Mädchen und Jungen nach und nach am frühen Morgen eintrudelten, schaute sich Cornelia Peter bereits in den Räumen des Kindergartens um. „20 Mitarbeiter, inklusive des Hausmeisters und zweier Wirtschaftskräfte, arbeiten in unserer Kita“, erklärte Leiterin Ines Kienbaum. Frühförderung, Sauna, Schwimmangebote und Bewegungsgeräte gehören seit vielen Jahren zum Standard in den Kindereinrichtungen. Aber nicht nur die Kinder werden gefördert, sondern auch das eigene Personal. „Die Einbeziehung des Personals bei Innovationen und Entwicklungen innerhalb des Unternehmens ist ein Vorzeigemodell“, honorierte unter anderem die Auditorin. Auch der Einsatz von Heilerziehungspflegern, die sich in der integrativen Kita um die speziellen Bedürfnisse der Kinder kümmern, ist einmalig. Selbst die kleine und erst jüngst übernommene Kita in Schwinkendorf fand großen Anklang bei den Gutachtern. „Sicherlich ist das bestehende Gebäude nicht das Beste, aber innerhalb der Räume strahlt und leuchtet alles“, bescheinigt das Protokoll. Obwohl es eine kleine Kindereinrichtung ist, werde hier Großes geleistet.

Im Rahmen der Begutachtung wurden auch die Jugendhilfeeinrichtungen in Penzlin und Wesenberg einer Prüfung unterzogen. Natürlich ist es für die Kinder und Jugendlichen immer ein schwerer Einschnitt in das eigene Leben, aus diesem Grund werden sie immer familiär aufgenommen und aufgefangen. Die soziale und psychische Betreuung erfolgt mit dem Ziel, die anvertrauten Schützlinge möglichst wieder in geordnete Bahnen zu bringen und auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Das kommt nicht nur bei den Ämtern, sondern vor allem auch bei den Kindern und Jugendlichen sehr gut an. Zahlreiche Dankesbekundungen zieren Wände in den Wohngruppen.

Auf den Dank der Bewohner können auch die Pflegeeinrichtungen setzen. „Ich fühle mich hier sehr wohl, denn unsere Wünsche werden berücksichtigt und prompt erfüllt“, bestätigte Heimbeiratsvorsitzende Elke Wessel. Die Seniorin lebt im Warener Pflegeheim „Müritzblick“ und sie lebt gerne hier. Nicht nur die Pflege und Betreuung, sondern auch die Versorgung und Einbeziehung der sozialen Wünsche bestechen in den Pflegeeinrichtungen.

Rettungsdienst in gemeinnützige GmbH umgewandelt

Zwar wurde mit dem Rettungsdienst die Zertifizierung des DRK Kreisverbandes 2009 erstmalig angeschoben und immer erfolgreich bestätigt, doch in diesem Jahr war es etwas anders. Eines vorweg, auch der Rettungsdienst mit seinen 13 Rettungswachen und Krankentransportstützpunkten konnte erfolgreich mit Qualität und Leistung überzeugen und die Zertifizierung meistern. Noch vor dem Start der DQS-Auditorinnen erklärte DRK-Geschäftsführer Uwe Jahn: „Wir haben zum vergangenen August den Rettungsdienst ausgelagert und in eine gGmbH umgewandelt. Ein eigener Betriebsrat und eine eigene Beschäftigungsvereinbarung konnten bereits realisiert werden.“

In der Rettungswache Feldberg sah man den Übergang zur gGmbH als stillen und formellen Übergang. „Für uns haben sich jede Menge Vorteile entwickelt“, erläuterte Wachleiter Plaswich, der mit seinem Team zu Einsätzen in der Feldberger Seelandschaft sowie bis nach Neustrelitz und selbst nach Neubrandenburg ausrückt.  Immer mit dabei sind neben hochmodernem Equipment auch kleine Infoflyer, die den Angehörigen übergeben werden. Neben wichtigen Tipps und der Info zum Zielkrankenhaus ist auch ein Rückmeldebogen integriert. „Der wird auch gern genutzt und spiegelt unsere gute Arbeit wider“, so Plaswich. Auch das Thema Corona ist am Rettungsdienst nicht spurlos vorbeigegangen. „Aber wir waren bereits vor diesem Virus gewappnet, denn Infektionsfahrten sind keine Seltenheit im Rettungsdienst“, beruhigte der Wachleiter.