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Djibril N’Diaye (links) und Maciej Liskiewicz versuchen einen Eckball für die TSG Neustrelitz zu verwerten.

Die TSG Neustrelitz hat ihre Hausaufgabe erledigt und am heutigen Sonnabendnachmittag in der NOFV-Fußballoberliga Nord Tasmania Berlin mit 2:0 (2:0) besiegt. Mann des Tages vor gerade mal rund 300 Zuschauern im heimischen Parkstadion war Boris Hass, der beide Treffer für die Gastgeber erzielte. In der 30. Minute wurde er von seinem Stürmerkollegen Djibril N’Diaye mustergültig bedient und konnte allein vor dem gegnerischen Torsteher einschieben. In der 40. Minute kam der Ball in einer unübersichtlichen Strafraumsituation zu Hass, der die Kugel unter Kontrolle brachte und aus Nahdistanz in die Maschen hämmerte. Auf der Tribüne wurde der Name des Schützen mal eben mit dem Gastverein zu einem „Hassmania“ verwoben. Na ja…

Doppeltorschütze Boris Hass in Aktion.

Während in der ersten Hälfte die taktische Umstellung der TSG schon Früchte trug und die Neustrelitzer spielbestimmend waren, schalteten die Gastgeber sehr zum Missvergnügen von Coach Tomasz Grzegorczyk in der zweiten Hälfte deutlich zurück. „Das ist kein Fußball, kommt, wir wollen Fußball spielen“, feuerte der Trainer seine Mannen vom Spielfeldrand an. Hingegen war Tasmania nun druckvoller und phasenweise auch nicht ungefährlich. Zum Gegentreffer reichte es trotzdem nicht, der Kasten von TSG-Schlussmann Pavel Petkov blieb sauber. Das wird den sympathischen Bulgaren besonders stolz gemacht haben, waren doch seine Eltern als Zuschauer beim Spiel dabei.

Bange Minuten mussten die TSG und ihre Anhänger durchstehen, als Maciej Liskiewicz in der Schlussphase einen Ball voll ins Gesicht bekam und k.o. ging. Der Kapitän der Neustrelitzer am heutigen Tag, Kevin Riechert ist im Urlaub, konnte aber nach längerer Behandlung weiterspielen.

Pascal Schölzke hatte das 3:0 auf dem Fuß, verzog aber.

„Es war wieder eine Partie mit zwei Gesichtern“, spielte Tomasz Grzegorczyk im Gespräch mit Strelitzius auf die beiden doch sehr unterschiedlichen Halbzeiten an. „Die taktische Umstellung hat uns gut getan, wichtig ist auch, dass wir zu Null gespielt haben. Schon in der ersten Hälfte hätten wir aber mehr aus unseren Chancen machen müssen. Nach der Pause waren wir leider nicht mehr so präsent.“ Er freue sich besonders, dass Boris Hass zwei Mal getroffen hat, und hoffe, dass dadurch das Selbstbewusstsein des jungen Spielers gestärkt wird. Ob tatsächlich der Knoten bei ihm geplatzt ist warten wir es ab. Heute jedenfalls hat die TSG tatsächlich über zwei Stürmer verfügt, Djibril N’Diaye war nicht mehr allein vor dem Tor.

Das letzte Wort habe ich heute Stadionsprecher Arko Mühlenberg gegeben. „In der ersten Halbzeit haben wir richtig guten Fußball gesehen. Es war ein kurzweiliges Spiel, und am Ende haben wir verdient gewonnen.“ Mühlenberg hatte noch ein Lob für Pascal Schölzke übrig, der ein richtig gutes Spiel abgeliefert und viel Fleiß gezeigt habe. Das kann ich nur unterstreichen.

Gleich zwei Spiele an diesem Tag hat der junge Niels Noak abgeliefern. Erst hatte er im benachbarten Harbigstadion mit der TSG II durch ein 4:1 über Jahn Neuenkirchen II das Viertelfinale im Kreispokal erreicht und einen Treffer beigesteuert. Dann wurde er für die letzten Minuten auch noch bei den Oberligisten eingewechselt.

Am kommenden Freitag treten die Neustrelitzer, die weiter Platz 5 in der Tabelle behaupten, bei Kellerkind Strausberg an. Die Randberliner haben heute in Ludwigsfelde 1:3 verloren.

Nils Röth schaltet sich in den Angriff ein und kommt hier nur einen Schritt zu spät. Rechts ist „Dieter“ mitgelaufen.

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