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TeBe-Keeper Ertugrul Aktas springt hier voll in Djibril N’Diaye hinein, der Schiri sieht leider kein Foul.

Nicht enden wollender Jubel im Neustrelitzer Parkstadion: Vor rund 600 Zuschauern schlägt die TSG Neustrelitz am heutigen Sonntag den Spitzenreiter der Oberliga Nord Tennis Borussia Berlin mit 1:0 (1:0). Sturmspitze Djibril N’Diaye, liebevoll „Dieter“ genannt, hat seine Mannschaft einmal mehr zum Erfolg geschossen. In der 45. Minute bekommt er in halblinker Position den Ball, lässt drei Borussen aussteigen und schießt am TeBe-Keeper vorbei das Leder flach in den Kasten.

Auch Francesco Petrovic wartet vergeblich auf den Pfiff des Unparteiischen.

Bereits in der 5. Minute hatte „Dieter“ einen Riesen, und Filip Luksik prüfte in der 17. Minute den Schlussmann der Gäste mit einem Fernschuss. Aber auch TeBe hatte seine Möglichleiten in der 10. und der 30. Minute, wobei Pavel Petkov zwischen den Pfosten der Neustrelitzer heute nicht zu schlagen war. Das 1:0 zur Halbzeit tat den Berliner besonders weh, hatten sie zu dem Zeitpunkt doch eine leichte Feldüberlegenheit erzielt und Ecke auf Ecke getreten.

Boris Hass (Mitte) findet sich nach seiner langen Verletzungspause immer besser in die Mannschaft.

Die zweite Hälfte sah eine disziplinierte und bis zur Selbstaufoperung kämpfende Residenzstadt-Elf, die dem Druck der favorisierten Gäste nicht nur standhielt, sondern auch das eine oder andere Mal gefährlich vor das Gehäuse von TeBe kam. Mit dem Schiedsrichter waren die Platzherren nicht im Bunde. Bei zwei elfmeterreifen Situationen (Francesco Petrovic und Djibril N’Diaye) blieb sein Strafstoßpfiff aus. „Dieter“ musste dann auch, vom TeBe-Torwart Ertugrul Aktas aus vollem Lauf umgerammt, verletzt ausgewechselt werden. „Dieters“ Kopfball hatte ein TeBe-Spieler noch von der Linie geschlagen. Ich habe nach Spielende mit unserem sympathischen Torjäger gesprochen, da war er schon wieder guter Dinge.

Unschöne Szenen schlechter Verlierer nach Ende der fünfminütigen Nachspielzeit, die dann auch dem zurückhaltenden Unparteiischen zu bunt wurden. Er zog Gelbrot gegen einen Borussen und verteilte weitere Gelbe Karten in die Runde. Dem Freudentanz der TSG tat das keinen Abbruch. Sie rangieren jetzt auf Tabellenplatz 3 punktgleich mit den Zehlendorfern auf Rang 2, gegen die die TSG am kommenden Sonntag auswärts antreten muss. Das Spiel der Greifswalder in Stendal ist abgesetzt worden.

Die Fans waren lautstark begeistert.

Keine Frage, dass TSG-Coach Tomasz Gregorczyk hochzufrieden mit seiner Truppe war. „Wir haben kompakt gestanden, uns nicht von unserer Marschroute abbringen lassen. Im Konterspiel wäre noch mehr möglich gewesen, aber Sieg ist Sieg. Einfach toll!“

Das letzte Wort habe ich mal wieder Thomas Splett gegeben, sozusagen von Wesenberger zu Wesenberger. „Wer hätte das gedacht, dass wir hier als Sieger vom Platz gehen. Über einen Punkt gegen die bis dato ungeschlagenen Borussen hätten wir uns auch schon gefreut. Und nun sind es drei Punkte geworden. Unsere Jungs haben mit absolutem Kampfeswillen das 1:0 gehalten. Wahnsinn!“

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