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In der Nacht auf den heutigen Montag ist es im Neubrandenburger Stadtgebiet Reitbahnweg zu drei Brandstiftungen gekommen. Gegen 2.15 Uhr brannte zunächst ein Wohnwagen auf dem Parkplatz bei der Wasserskianlage. Die drei darin schlafenden Personen konnten sich retten, weil ein Zeuge, der seinen Hund ausführte, den Brand bemerkt und sicherheitshalber an den Wohnwagen geklopft hatte. Die Flammen konnten vom Eigentümer mit einem Handfeuerlöscher bekämpft werden. Der Schaden an der Außenhaut des Wagens beläuft sich auf rund 1000 Euro.

Noch während der Anzeigenaufnahme vor Ort bemerkten die Beamten ein Feuer in unmittelbarer Nähe der Arche Noah am anderen Ende des Reitbahnsees. Dort brannte eine Holzstatue, die als öffentliches Bücherregal genutzt wird. Wahrscheinlich wurden die darin befindlichen Bücher angezündet, so dass das Feuer auf die Statue übergreifen konnte. 14 Kameraden der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg waren im Einsatz und konnten den Brand schnell löschen.

Kurz nach Beendigung der Löscharbeiten wurde den Beamten der Brand einer leerstehenden Gartenlaube am Verbindungsweg zwischen Reitbahnsee und Reitbahnweg gemeldet. Die Laube wurde ebenfalls vorsätzlich angezündet. Auch hier löschte die Berufsfeuerwehr.

Im Rahmen der Anzeigenaufnahmen bemerkten die Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg einen 23-Jährigen, der sich auffällig an allen Tatorten aufhielt, Fragen stellte und zudem Gegenstände mit sich führte, welche zum Legen der Brände geeignet sind. Auf Grund dessen wurde der Verdächtige vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg verbracht. Dort wurden auch Drogen bei ihm gefunden.

Nach Vernehmung und erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der Mann nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft entlassen. Die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung dauern an. Zunächst wurde eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen.