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Szene aus dem Film „Count Down am Xingu VI – Raubzug nach Amazonien“.

Die Preisverleihung des 9. Neustrelitzer Naturfilmfestivals „Mensch! Natur!“ (Strelitzius berichtete) findet am 21. März um 19 Uhr in der Alten Kachelofenfabrik in Neustrelitz statt. Die Preisträger Katja Becker und Martin Keßler nehmen die Preise persönlich entgegen. „Es erwarten die Besucherinnen und Besucher dieses Abends einzigartige Informationen aus erster Hand. Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Veranstaltung auf reges Interesse stoßen würde“, so Horst Conradt, Leiter des Filmfestivals.

Beim jüngsten Naturfilmfestival, das wie gewohnt vom Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V. und dem Nationalparkamt Müritz im Oktober veranstaltet wurde, ging der Publikumspreis für den besten Langfilm nebst Preisgeld der Sparkasse Mecklenburg-Strelitz an Martin Keßler. Mit seinem Dokumentarfilm „Countdown am Xingu“ überzeugte er das Neustrelitzer Publikum. Der Film erzählt die vorerst letzte Etappe beim Bau des Megastaudamms Bel Monte am Xingu. Um ihn ranken sich Korruptionsskandale, Umweltverschmutzungen, der Staudammwahn multinationaler Konzerne und massive Rechteverletzungen an der indigenen Bevölkerung.

Doch der Konflikt geht weiter: Am Fluss Tapajos, wo der Stamm der Munduruku gegen weitere Großstaudämme kämpft. Erst  kürzlich aus Brasilien von Dreharbeiten an der Fortsetzung seiner Dokumentation zurückgekehrt, hat Martin Keßler aktuelle Informationen zur Situation in  Brasilien im Gepäck. Er war mit der indigenen Bevölkerung im Gespräch und hat den katholischen Bischof Erwin Kräutler begleitet, der sich für die Erhaltung des  Lebensraums und die Kultur der Indigenen einsetzt. In neustrelitz wird am 21. März der 37-minütige neue Film „Countdown am Xingu VI – Raubzug nach Amazonien“ in einer Weltpremiere gezeigt!

Das Adlerei, das vom Müritz-Nationalparkamt gesponsert wird, wird an diesem Abend an Katja Becker übergeben. Ihr Film „Until the last drop“  begleitet die ungewöhnliche Reise eines kenianischen Musikers durch seine Heimat. Er macht darauf aufmerksam, dass der weltweit größte Turkana-Wüstensee durch den Bau eines Staudamms in großer Gefahr ist. Als Dokumentarfilmerin ist Katja Becker häufig auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs, um Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen aufzuzeigen.

Nach den Filmen gibt es jeweils ein Gespräch mit den Filmemachern. Der Eintritt zu dem außergewöhnlichen Filmabend ist frei. Voranmeldungen bitte unter der Telefonnummer 03981 203145.