Schlagwörter

, , , ,

Einigermaßen enttäuscht und murrend haben Strasener Bürger die jüngste Stadtvertretersitzung in Wesenberg verlassen. Offensichtlich herrscht erheblicher Unfrieden im zur Woblitzstadt gehörenden Ort. Siegfried Klein hatte zwei Sorgen seiner Mitbürger vorgetragen und auch zu Protokoll gegeben. Zum einen könne die Feuerwehr nicht mehr an die Flake heranfahren, weil jetzt der Zaun eines Privateigentümers die Zufahrt zum Gewässer sperre.

Bürgermeister Helmut Hamp entgegnete, dass die Situation geprüft sei. Der Eigentümer habe sehr wohl das Recht, sein Eigentum auch einzuzäunen. Und die Löschwasserentnahme sei immer noch möglich. Wie mit meine Strasener Blogfreundin Karina Zell auf meine Frage erklärte, könne das Einsatzfahrzeug zwar nicht mehr bis ans Ufer fahren, aber Wasser gepumpt werden könne noch.

Wie wird man ein Ortsratsmitglied los?

Auch die zweite Auskunft des Bürgermeisters dürfte die Delegation aus Strasen kaum befriedigt haben. Im Ortsrat gibt es seit Längerem Zoff mit einem Mitglied und die Fragesteller wollten nun wissen, wie man den Mann in dem Gremium  loswerden könne. Der sei nur seinem Gewissen verpflichtet, belehrte das Stadtoberhaupt die Strasener. Das Problem sei bekannt, könne aber aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes auch nicht öffentlich erörtert werden. Immerhin soll darüber nachgedacht werden, wie der Konflikt entschärft werden kann.

Es gibt auch gute Nachrichten aus Strasen: Das Dach des Dorfgemeinschaftshauses ist dicht und damit das Gebäude wieder von Einwohnern und Feuerwehr uneingeschränkt nutzbar. So richtige Freude dürfte aber angesichts des Klimas im Dorf nicht aufkommen. „Wir kommen einfach nicht mehr zur Ruhe“, klagte eine Strasenerin gegenüber Strelitzius.