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Schäfchenzählen ist ja ein probates Mittel, um in den Schlaf zu kommen. Vielleicht klappt das aber auch mit Autos. Jedenfalls haben Campingfreunde in dieser Woche ausgerechnet den Knoten Below direkt an der B 198 als Übernachtungsplatz auserkoren. Und weil die unkrautige Fläche ein paar Tage zuvor überraschend gemäht worden ist, dürften die Caravanfreunde einen unverstellten Blick auf die Blechkarawane gehabt haben. Da ein voller Bauch bekanntlich nicht gern studiert, kann es nicht lange gedauert haben, bis die Urlauber in Morpheus‘ Armen lagen. Denn zuvor wurde für die nötige Bettschwere gegrillt.

Überhaupt empfiehlt sich die Fläche am Abzweig geradezu als neuer Campingplatz. Dass Haveltourist das noch nicht erkannt hat! In ihrer Mischung aus Kunst am bemalten Trafohaus und Religion am tibetischen Gebetshügeln nachempfundenen Feldsteinhaufen verfügt das Areal durchaus über Alleinstellungsmerkmale. Wasser- und Waldnähe sind unumstritten, und die Verkehrsanbindung ist geradezu fünf Sterne wert. Die Bundesstraße unmittelbar vor Wohnwagen und Zelt dürfte so schnell nicht zu toppen sein. Reißverschluss auf, schon biste drauf. Einen nagelneuen Radweg gibt es, zu allem Überfluss hält hier auch noch der Bus. Der ausladend gepflasterte Haltestellenbereich empfiehlt sich übrigens auch als Partyfläche.

Dazu existiert ein fußläufig zu erreichendes Gourmetrestaurant, wenn dem Feriengast mal nicht nach Bratwurst und Steak über Holzkohle ist. Mehr kann man nun wirklich nicht erwarten. Jetzt noch einen Zaun zur Straße hin, und die Kinder können sogar draußen spielen. Soll noch einer sagen, unsere Gegend hätte kein Entwicklungspotenzial.