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OrangenfiletsNachdem ich am vergangenen Adventssonntag mit toskanischen Bohnen vielleicht ein bisschen unter den festtäglichen Erwartungen geblieben bin, habe ich mir heute Großes vorgenommen. Zunächst habe ich mir wieder ein Stündchen mit meiner alteingessenen Bloglesern schon bekannten Nudelmaschine gegönnt, um Pasta in Bandform herzustellen. Wenn schon, denn schon. Heute gilt es, Schweinemedaillons mit Orangensauce zu verwöhnen, und da bleibt die Tütennudel draußen.

600 Gramm Schweinefilet sind trocken gelegt und in dickere Scheiben geschnitten. Die wandern nun in einen Esslöffel Butterschmalz, welches zuvor in der Pfanne hochgetourt wird. Filetscheiben salzen und pfeffern, beidseitig schön bräunen und zur Entspannung in die Wärmeschublade schicken. Wer keine hat, das Fleisch abseits zugedeckt schlummern lassen.

Die Holde hat mir heute beigestanden und zwei Orangen in mühevoller Handarbeit nicht nur von Schale und weißer Haut befreit, sondern auch noch die Filets ausgelöst. Zwei weitere Orangen wurden halbiert und ausgepresst. Dann habe ich zwei Zwiebeln fein gewürfelt und 300 Gramm Champignons, ich nehme ja immer die braunen statt der künstlich wirkenden weißen, in dünne Scheiben geschnitten.

Oma spach zu Lebzeiten ständig von der „guten Butter“, ich lasse mir selbige auch nicht ausreden. Ein Esslöffel bringt uns nicht um, zerlassen, und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Orangensaft, 150  Milliliter Gemüsebrühe und die Champignons  in die Pfanne und zehn Minuten köcheln lassen. Jetzt einen Esslöffel Honig, eine Prise Ingwerpulver, zwei Esslöffel Sojasauce und die Orangenfilets hinzufügen.

Die Schweinemedaillons werden geweckt und in die Pfanne geschickt. Noch zwei Minuten schwache Hitze, 100 Gramm Chrème fraiche unterrühren und Zieleinlauf. Etwas Kerbel, gern auch frisch, oben drüber kann nicht schaden. Und dazu die Bandnudeln. Nikolausi würde mit Sicherheit nicht ablehnen, wenn er zu Tisch gebeten würde.