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Thunfischnudeln

Nachdem sich der angebliche Hochsommertag in Wesenberg mit Blitz, Donner, Regen und einer Mittagstemperatur von 19 Grad präsentiert, habe ich gegen die Verärgerung über die Wetterfrösche Nudeln angesetzt. Denn die machen bekanntlich glücklich. Im sonnigen Sizilien schätzen die Leute unter anderem Spaghetti al tonno, also mit Thunfisch.

300 Gramm Thunfisch in Öl gut abtropfen lassen und mit einer Gabel zerpflücken. Vier Sardellenfilets abspülen, trockentupfen und zu einer Paste zerdrücken. Drei Knoblauchzehen und ein bis zwei Chilischoten (je nach Größe) klein hacken. Gleiches mit einem Bund Petersilie veranstalten. Ein Pfund reife Tomaten in Stücke schneiden, vom in vielen Kochbüchern empfohlenen Überbrühen und Enthäuten halte ich nichts.

In einer Pfanne drei Esslöffel Olivenöl erhitzen, Knoblauch und Chili leicht anbraten, Sardellenpaste dazugeben. Dann die Tomaten und die Petersilie in die Pfanne, alles leicht salzen und 15 Minuten bei mittlerer Hitze zugedeckt leicht köcheln lassen. Inzwischen die Spaghetti bissfest kochen.

Den Thunfisch in die Soße geben und mit drei Esslöffeln Kapern überstreuen. Die zerteile ich vorher. Ist zwar ein bisschen mühsam, aber so entfalten sie den vollen Geschmack. Die Soße mit ein paar Esslöffeln Nudelwasser verdünnen und noch fünf Minuten zugedeckt eindicken lassen.

Spaghetti mit der Soße vermischen, im Topf auf der Terrasse finden sich noch ein paar Blättchen frisches Basilikum zur Deko. Für mich dürfen es dann noch ein paar Tropfen gutes Öl sein, diesmal stieß ich auf dem Fensterbrett auf Trüffelöl. Parmesan zu den Nudeln reichen, und siehe da, die Sonne kommt doch noch heraus.