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Aufsteller 019

Für den Bauherren und seinen Planer, beide weisen sich stolz aus, ist es ein „Werbeträger“. Für viele andere Menschen ist es schlichtweg ein zusammengenagelter Haufen Bretter, der die Landschaft an der Einmündung Groß Trebbow in die B 198 weithin verschandelt. Letzterer Meinung kann sich Strelitzius nur anschließen. Zumal der atemberaubenden Holzkonstruktion mangels kaschierender Werbepartner mühelos auf den Grund gegangen werden kann.

Damit nicht genug, benutzt der Bauherr sein Lattenwerk auch noch zur Werbung in eigener Sache. So erfahren wir, was es denn kostet, hier angeschraubt zu werden. Auf die Art und Weise wäre mühelos zu errechnen, was die einzige Firma gelöhnt hat, die sich hat hinhängen lassen.

Wie gesagt, wäre. Denn die gewählte Schriftgröße ist wohl kaum geeignet, im Vorbeifahren etwas zu entziffern. Und das Parken im Kreuzungsbereich ist eher nicht zu empfehlen. Vielleicht kommt ja mal ein interessierter Radfahrer des Wegs. Der könnte halbwegs ungefährdet rechts ran, halten, absteigen und ein Angebot einholen.

Bleibt mal wieder die Kardinalfrage: Wer genehmigt so etwas eigentlich? Ein paar Kilometer weiter wird an einem halbzerfallenen Bauwagen für die Marina in Wesenberg geworben. Auch nicht eben lieblich. Aber der „Werbeträger“ steht inmitten von Feldern und hat wohl den Segen des Bauern. Anders das Lattengerüst direkt an der Bundesstraße. Da muss schon eine Behörde genickt haben.