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Kellerbühne 158

Gehen neulich zwei ältere Herrschaften in Mirow spazieren. Sagt sie zu ihm: „Schade, dass die Kellerbühne FreiGespielt nun auch eingegangen ist.“ Und er nickt bedauernd.

Gute Nachricht für alle Fans der Mimen zwei Jahre nach dem vorerst letzten Vorhang: Es gibt sie immer noch. Und die Theatertruppe ist nicht einmal säumig. Im Gegenteil, geprobt wird nach dem Rausschmiss aus dem Ritterkeller fast jede Woche im Mirower Familienzentrum. Aber die Personalien! Erst musste Haidrun Pergande durch Sigrid Hackbarth ersetzt werden, die nach kurzer Zeit wieder das Handtuch warf. Dafür ist dankenswerterweise die Wesenbergerin Martina Buchert zur Truppe gestoßen.

Meine Wenigkeit war gerade zu den FreiGespielten zurückgekehrt, da setzte mich mein Brötchengeber um und versah mich mit Arbeitszeiten, die das Theater eigentlich ausschließen. Inzwischen zeichnet sich dank flexibler Kollegen ein Kompromiss ab.

Am kommenden Wochende geben wir Schauspieler mal richtig Gas und proben zwei Tage hintereinander. Wie mir Monika Meyer gerade am Telefon gesagt hat, ist mit dem Familienzentrum für Ende August der Aufbau der Bühne abgesprochen. Und dann kann im 4. Quartal die Premiere von „Ist Amanda noch zu retten?“ über die Bretter gehen, die auch für uns die Welt bedeuten. „Es gibt halt Dinge, die kann man nicht übers Knie brechen“, sagt Monika.

Bei „Ist Amanda noch zu retten?“ handelt es sich um eine grimmige Kriminalkomödie von Alexa Thiesmeyer, die man fast als Hausautorin der FreiGespielten bezeichnen kann. Ich halte euch auf dem Laufenden. Eines schon vorab: Herrliche Rollen, versichert Strelitzius alias Torten-Toni.