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Spargel 126

Ich wollte ja nun nicht zur „Kochsendung“ werden, aber zum Thema Spargel muss noch etwas gesagt werden. Auch auf die Gefahr hin, dass sich in den Großräumen Neverin und Beelitz keine Freunde meines Strelitzius Blogs finden werden. Mit einem Satz noch vor dem Ende der Saison des Gemüses: Der grüne Spargel ist dem weißen um Längen überlegen. Und es sind nur die Deutschen in Europa, die so auf den Farblosen abfahren. Der eben auch geschmackneutral ist. Und in Nullkommanichts zerkocht. Wenn er nicht ohnehin mehr Holz als Gemüse war.

Es heißt ja nicht, dass wir der einheimischen Feldwirtschaft keine Chance geben wollten. Aber gehe mal an eine der Spargelbuden und verlange den Grünen. Die durchtriebensten Verkäufer sagen noch, dass sie den erst bestellen müssen. Der Rest ist Schweigen. Wir hatten also heute, das Vaterland verratend, spanischen Spargel auf dem Tisch. Und ich schiebe mal das Rezept nach, weil mich die Holde mit dem Prädikat „Total lecker“ belohnt hat. Das ist bei meiner Angetrauten die höchste Auszeichnung.

Grünen Spargel beliebiger Menge in Gemüsebrühe, etwas Butter, einer halben Zitrone, Cayenne-Pfeffer, Pfeffer, Salz, Muskat und zwei Löffeln Butter bissfest garen. Abgießen. In einer Pfanne mit Butter drei kleingeschnittene Schalotten und vier Knoblauchzehen in Scheiben andünsten. Eine kleine Büchse Tomate in Stücken und vier Tomaten in Scheiben dazu, außerdem den Spargel. Tomatenmark, eine Prise Zucker und Zitronensaft.

Vier Hähnchen-Brustfilets in der Pfanne in Olivenöl anbraten, salzen, pfeffern. Dann das Fleisch in den Ofen bei 200 Grad, 15 Minuten grillen, nach zehn Minuten das Fleisch mit einer Mischung aus drei Esslöffeln Honig und der gleichen Menge Weißweinessig bepinseln.

Das Fleisch auf das Tomaten-Spargel-Ragout setzen, dazu Basilikum und Parmesan. Und wem es zu gut schmeckt, der kann ja ein bisschen schlechtes Gewissen entwickeln. Bei mir kommt jedenfalls weißer Spargel maximal in der Mixtur mit grünem auf den Tisch. Gibt es auch tolle Rezepte…