Vor 80 Jahren brannte das Neustrelitzer Residenzschloss nieder.
Auf einen Vortrag des Vorsitzenden des Neustrelitzer Residenzschlossvereins, Jürgen Haase, freuen sich die Brüder und Schwestern der Freimaurerloge der Residenzstadt. Am 13. Mai spricht Haase zum Thema:“80 Jahre nach dem Schlossbrand – wie geht es weiter auf dem Neustrelitzer Schlossberg“.
„Sag mir wo die Blumen sind…“ Ob der Künstler, der Initiator der Blumen auf dem Schlossberg, wohl an das Lied dachte, das Marlene Dietrich 1962 auf der UNICEF Gala sang? 11 der insgesamt 30 auf dem Schlossberg am 18. Dezember „gepflanzten“ Blumen (Strelitzius berichtete) waren am 15. Januar verschwunden.
Sag mir wo die Blumen sind? Diese Frage richtete der Künstler Ottopeter Flettner an Andreas Grund, Bürgermeister der Stadt Neustrelitz. Gefunden wurden diese dann, erheblich beschädigt, im Lager des Amtes für Stadtgrün. Inzwischen sind sie wieder in der Werkstatt des Künstlers und warten auf Wiederherstellung.
Aktionskünstler Ottopeter Flettner, der um das Jahr 2000 bereits die Erdlegung um den Grundriss des alten Residenzschlosses auf dem Schlossberg Neustrelitz gemeinsam mit dem Residenzschlossverein realisierte, hat heute Vormittag erneut auf den Schlossberg eingeladen. Dort startete Flettner eine Aktion, zu welcher der Künstler sagt:
Als Urheber der 2001 fertiggestellten Erdlegung auf dem Schlossberg in Neustrelitz,erlaube ich mir nach 23 Jahren, mich zur Entwicklung des Schlossareals in Neustrelitz mit einer erneuten künstlerischen Aktion, zu Wort zu melden.Blumen für den Schlossberg,Blumen, die das ganze Jahr blühen, zur Begegnung mit der Phantasie.Diese Blumen, ein Geschenk an die Stadt Neustrelitz und das Land Mecklenburg-Vorpommerndienen vielleicht dazu, die öffentliche Diskussion um die Entwicklung des Neustrelitzer Schlossberg neu zu beleben und das Schlossareal insgesamt neu in den Blick zu nehmen.Es ist für mich als Künstler ein Bedürfnis, mich da mit meinen Mitteln einzubringen.
Der Residenzschlossverein Neustrelitz hat sich in der zurückliegenden Woche zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung getroffen. Das Besondere in diesem Jahr: Turnusmäßig war der Vereinsvorstand neu zu wählen. Als Beisitzerin gehört dem Vorstand neben den bisherigen Mitgliedern Jürgen Haase (Vereinsvorsitzender), Wolfgang Erben (stellvertretender Vereinsvorsitzender), Ulrich Spanka (Schatzmeister) und Karl Baumgart (Beisitzer) die Neustrelitzer Unternehmerin Katrin Schmidt neu an.
Heute starten die Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz 2024 mit der Operette EIN WALZERTRAUM von Oscar Straus. Vor der wunderbaren Kulisse der Schlosskirche finden vom 12. Juli bis 3. August insgesamt 13 Vorstellungen statt. Das Publikum darf sich auf eine originelle Geschichte freuen, auf Humor und Romantik und eine meisterhafter Musikalität.
Das Werk kreist um den Wiener Leutnant Niki, der aus strategischen Gründen die Tochter eines deutschen Landesfürsten heiraten soll. In der deutschen Provinz fühlt sich Niki jedoch höchst unwohl, ihn zieht es ins turbulente Wien. Auch will er sich nicht auf die Rolle als Retter des Fürstentums reduzieren lassen. Und so nimmt er in der Hochzeitsnacht Reißaus und trifft im nahegelegenen Walzerlokal auf eine Damenkapelle, deren temperamentvolle Dirigentin ihm gehörig den Kopf verdreht. Doch die Braut ist ihm gefolgt, Irrungen und Wirrungen nehmen ihren Lauf…
Musikalisch stimmungsvoll, witzig und voller Wiener Walzerseligkeit – die Melodien von Oscar Straus wurden Welterfolge. Der große Zauber der Operette liegt in Liedern wie „Leise, ganz leise klingt’s durch den Raum, liebliche Weise, Walzertraum“. Mit den Solisten des Musiktheaters und dem Opern- und Extrachor der TOG sowie der Deutschen Tanzkompanie und der Neubrandenburger Philharmonie.
„Anbei zwei Fotos, die das Werben für die Wiederbebauung des Neustrelitzer Schlossbergs beflügeln mögen“ schrieb ein Mitglied einer Besuchergruppe aus Berlin an den Stadtführer Roland Altmann, der die Gruppe vor kurzem durch die Residenzstadt geleitet hatte. Die Fotos wurden mir vom Residenzschlossverein zur Verfügung gestellt.
Ein Neubau auf dem Neustrelitzer Schlossberg, kein Wiederaufbau, das ist die Position von PuLS.
Die Stadtvertretung hat auf ihrer jüngsten Sitzung mit 14 gegen 11 Stimmen einen Antrag von SPD und LINKEN auf einen Bürgerentscheid zum Schlossturm-Projekt abgelehnt, auch der Vorschlag des Bürgermeisters, einen Bürgerrat einzurichten, fiel durch.
„Die Position der Parteiunabhängigen Liste Strelitzer Bürger zum Schlossturmnachbau – ein Neubau, kein Wiederaufbau! – ist bereits erläutert worden: Sehr viele Fragen offen und kein Schlossbergkonzept nirgends. Ein nicht unbeträchtlcher Teil soll durch Fördermittel des Bundes getragen werden: Der Schlossturm als ‚Leuchtturm der Demokratie‘. Die einfachste Frage wäre: Turmzimmer, im Winter nicht beheizt, als Ausstellungsräume? Von der Zerstörung der Schlossgartensymmetrie oder der Tatsache abgesehen, dass es sich schon beim alten Schlossturm um eine Barocknachahmung von 1906 handelte, wilhelminisches Disneyland gewissermaßen“, heißt es in einer Reaktion von PuLS auf das Votum der Stadtvertreter.
„Denkmalpflegerisches Gebot für die Residenzstadt: Heilung unserer größten städtebaulichen Wunde.“ Zu einem diesbezüglichen Vortrag mit Diskussion lädt der Residenzschlossverein Neustrelitz am morgigen Mittwoch, den 15. Mai, um 17 Uhr in die Orangerie Neustrelitz ein, der Eintritt ist frei.
Eigentlich ist der Umgang mit einer Wunde innerhalb eines hochwertigen denkmalgeschützten Areals in unserem europäischen Kulturraum klar geregelt. Trotzdem entbrennt um die Heilung städtebaulicher Wunden regelmäßig ein Streit. Obwohl es bei Wiederaufbauten verlorener Baudenkmale um minimale Bruchteile der zur Bebauung anstehenden Flächen geht (denkmalgeschützte Objekte nehmen insgesamt nur etwa 5% unseres Baubestandes ein), möchte auch hier regelmäßig die Architektur der Moderne zum Zuge kommen.
Gastreferent Bertram Barthel vom Stadtbild Deutschland e.V. wird anschaulich darlegen, was uns jenseits des Denkmalrechts emotional bewegt, was uns an intakten architektonischen Ensembles des städtebaulichen Kulturerbes so fasziniert, was historische und wiedererrichtete Bauten so anziehend für uns macht und welche identitätsstiftende Wirkung diese entfalten können.
Mein Neustrelitzer Blogfreund Hans-Joachim Wloczyk hat mir zum Wochenende eine Freude gemacht. Der Hobbyfotograf hat sich viel Mühe gegeben, Großherzog Georg (1779 bis 1860) und Baumeister Friedrich Wilhelm Buttel (1796 bis 1869) auf ein Foto zu bringen.
Dazu hat mir mein Leser gleich noch eine kleine Geschichte angeboten. Es könnte nämlich sein, dass die beiden Herren nicht zufällig in unmittelbarer Nähe zueinander platziert wurden. So könnten sie sich besser miteinander unterhalten. Zum Beispiel über die Gestaltung des Schlossberges. Wäre der Straßenverkehr nicht so laut gewesen, hätte mir Hans-Joachim Wloczyk auch noch Details der Plauderei zwischen dem Bauherren und dem Baumeister mitgeteilt. Vielleicht wäre ja der eine oder andere Tipp für Stadtverwalter und Stadtvertreter abgefallen, die sich bekanntermaßen mit dem Thema schwer tun. Danke, lieber Hajo, und einen schönen dritten Advent allen in der Strelitzius-Gemeinde!
„Ausverkauft? Davon lassen sich die wahren Queen-Fans nicht abhalten. Es hat sich selbst für Zaungäste gelohnt“, schreibt mir ein Blogfreund Ernst-August von der Wense. Der Neustrelitzer Stadtpräsident hat mir ein etwas anderes Bild zur von Markus Engelstaedter mit Band & Streichorchester präsentierten Show THE MAGIC OF QUEEN CLASSIC, umjubelt gestern Abend auf dem Neustrelitzer Schlossberg, zukommen lassen. Vielen Dank dafür.